Inhalt
Alter Wein in neuen Schläuchen: Raphaelsklinik.de Vers. 3.0 ist online
Fachsymposium zum Thema "Schulterschmerz - Aktuelle Therapien"
Vortrag "Ethik in der Medizin"
Jubilare in der Raphaelsklinik 2004
Fortbildungsveranstaltung
Ehren-Urkunde für Arzthelferin Claudia Lauhoff
"Erlaubtes und Verwehrtes" Vortrag zum Thema Wundversorgung
Arthroseforum überwältigender Erfolg
Ausstellung des TUN Arbeitskreises Kunst 83 e.V.
250 Besucher bei der "Nacht der Museen und Galerien"
ARTHROSE - Ein Gesprächs- und Informationsforum im Foyer der Raphaelsklinik
"Raphaelsklinik Münster - Mobile" ist online
Ausstellung von 30 Bildern aus der Internetdatenbank PHOTOCASE.de
Klinischer Abend zum Thema "Diabetes"
Arafat zurück im Jemen
Neues Elternzimmer auf der Entbindungsstation eingerichtet
Aquarelle der Malerin Angelika Winkler
Besuch aus Kindertagesstätten
Neue Berufe im Krankenhaus: Der Medizinökonom
Nachruf: Dr. med. Wilhelm Rey
Krankenpflegeexamen 2004 erfolgreich bestanden
Ikonenausstellung "Fenster zur Ewigkeit"
Alter Wein in neuen Schläuchen: Raphaelsklinik.de Vers. 3.0 ist online (01.12.2004)
Im Verbund der Misericordia GmbH Krankenhausträgergesellschaft sind neben Münsters Raphaelsklinik und Clemenshospital noch das Augustahospital in Isselburg-Anholt, das St. Walburga-Krankenhaus in Meschede und das Franz-Hospital in Dülmen vereint. Seit Mittwoch, 01.12. ist dies auch am einheitlichen Internetauftritt zu erkennen.
Wie aus einem Guss wirken die klar strukturierten Internetseiten. Mit Gleichmacherei hat dies jedoch nichts zu tun, wie der Geschäftsführer der Misericordia GmbH, Gregor Hellmons klar stellt „Die Zusammengehörigkeit der fünf Krankenhäuser soll durch die einheitliche Gestaltung zum Ausdruck kommen. Wie bei einer Fußballmannschaft tragen zwar alle das gleiche Trikot, aber behalten doch im Zusammenspiel ihre individuellen Eigenschaften.“ Die Bedienung ist einfach und übersichtlich, damit auch ältere Besucher problemlos zu den gewünschten Informationen gelangen. Das medizinische Spektrum der Krankenhäuser ist ebenso zu finden wie Tipps zur Vorbereitung des Aufenthalts oder Lagepläne zur Orientierung in der Klinik.
Wer starke Nerven hat, findet auf den Seiten der Raphaelsklinik sogar einen kurzen Film zur operativen Entfernung eines Darmpolypen.
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Fachsymposium zum Thema "Schulterschmerz - Aktuelle Therapien" (26.11.2004)
Am Mittwoch, 01.12. findet um 16:00 Uhr im Foyer der Raphaelsklinik ein Fachsymposium zum Thema "Schulterschmerz - Aktuelle Therapie" statt.
Unter der Leitung von Prof. Dr. Jörn Steinbeck und Dr. Kai-Axel Witt beleuchten namhafte Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen das Thema Schulterschmerz von den konservativen Behandlungsmöglichkeiten über operative Therapie bis zur Begutachtung. Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an Ärzte und Physiotherapeuten.
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Vortrag "Ethik in der Medizin" (18.11.2004)
Mit zunehmendem Fortschritt in der Medizin stellt sich immer häufiger die Frage, ob das technisch Machbare auch immer dem Interesse des Patienten entspricht. Bei solchen schwerwiegenden Entscheidungen spielt die Ethik in der Medizin eine zentrale Rolle „und dies nicht nur bei Ärzten und Pflegepersonal sondern bei allen, die im Krankenhaus für das Wohl der Patienten arbeiten also auch im Bereich Verwaltung und Management“, wie der ärztliche Direktor der Raphaelsklinik, Prof. Dr. Claus Spieker, bei der Begrüßung feststellt.
Um dieses wichtige Thema kompetent zu hinterfragen und zu diskutieren, hat die Krankenhausträgergesellschaft Misericordia GmbH in der Raphaelsklinik einen Informationsabend mit hochkarätiger Besetzung veranstaltet. Der CDU-Europaparlamentsabgeordnete Dr. Peter Liese und der Klinikpfarrer der Universitätsklinik Münster, Prof. Dr. Gerd Fasselt verstanden es, die Zuhörer trotz der tiefgründigen und komplizierten Thematik des Abends zu fesseln.
Liese, der seit fünf Jahren den Vorsitz der Arbeitsgruppe Bioethik im Europaparlament hat, sprach zum Thema Gen- und Biotechnologie. Die Meinungen zu diesem Reizthema gehen nach Meinung des Mediziners in der Gesellschaft weit auseinander, die einen verteufeln jede Anwendung dieser Technologien, die anderen halten sie für die Lösung aller Probleme, beides hält er für falsch. Als Positivbeispiel nennt Liese die Produktion von Insulin durch gentechnisch veränderte Bakterien, wie sie hierzulande seit vielen Jahren praktiziert wird und auf deren Gebiet Deutschland weltweit führend ist.
Eindeutig ablehnend steht er hingegen der Forschung an Embryonen oder dem Klonen von Menschen gegenüber. Seiner Meinung nach hört die Menschenwürde nicht beim Embryo auf. So hat Liese gemeinsam mit anderen Parlamentariern dafür gesorgt, dass es keine europäischen Fördergelder für Klonexperimente am Menschen gibt. Durch die zunehmende Zahl an Fruchtwasseruntersuchungen komme es laut Liese immer häufiger zu medizinisch begründeten Schwangerschaftsabbrüchen, selbst bei Behinderungen, die heutzutage nach der Geburt durch Operationen behoben werden können. Auch hier sieht der Politiker dringenden Handlungsbedarf. So dürfe es nicht sein, dass sich Eltern dafür rechtfertigen müssen, wenn sie sich für die Geburt eines behinderten Kindes entscheiden. Eines ist für den Experten allerdings klar: wo die Menschenwürde beginnt und wo sie endet, können und dürfen Wissenschaftler nicht alleine entscheiden.
In seinem Beitrag machte auch Prof. Dr. Gerd Fasselt klar, dass er keine endgültigen und konkreten Antworten auf die ethischen Fragen der modernen Medizin geben kann. Doch für den Theologen steht fest, dass der Mensch von der Befruchtung der Eizelle bis zum Tod ein Recht auf Leben hat. Weder Krankheiten noch Behinderungen können nach seiner Meinung dieses Recht einschränken und niemand habe die Erlaubnis, einem anderen das Lebensrecht abzuerkennen. Er lehnt es ab, das Leben als unmenschlich zu betrachten, wenn der Mensch nicht mehr über sich selbst bestimmen kann. „Es gibt kein menschenunwürdiges Leben, wohl aber einen menschenunwürdigen Umgang mit dem Leben.“ Eine Ursache für die Diskussionen in der Gesellschaft über Fragen der Sterbehilfe sieht Fasselt in der schwindenden Bereitschaft vieler Menschen, ein schweres Schicksal anzunehmen. „Die Humanität einer Gesellschaft zeigt sich nicht an ihrer Fähigkeit, Krankheiten zu bekämpfen als vielmehr an ihrer Möglichkeit, Krankheiten zu tragen“ schließt der Klinikpfarrer seinen Vortrag.
Im Schlusswort weist der Geschäftsführer der Misericordia GmbH, Gregor Hellmons darauf hin, dass „in den Krankenhäusern unserer Einrichtung ein Wertebild geschaffen und transportiert werden muss, das dem ethischen Bild des Menschen gerecht wird.“
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Jubilare in der Raphaelsklinik 2004 (11.11.2004)
„Kontinuität bei der Arbeit mit den Patienten ist von großer Bedeutung in einer Zeit, in der sich die Verhältnisse im Krankenhaus so schnell verändern wie gegenwärtig.“ Stellt der Geschäftsführer der Raphaelsklinik, Martin Kösters, während einer Feierstunde für die diesjährigen Jubilare der Raphaelsklinik fest.
Engagiert hätten sie am guten Ruf des Hauses in Münster im Verlauf der letzten 25 Jahre mitgearbeitet. Die Geltungsdauer vieler Gesetze und Verordnungen im Gesundheitswesen nehme heutzutage ebenso rapide ab, wie die Verweildauer der Patienten auf den Stationen. Dies erfordere besonders viel Verständnis im täglichen Umgang miteinander. Eine Eigenschaft, die von den Jubilaren während ihrer Dienstzeit in besonderem Maße erbracht wurde, so der Geschäftsführer. Abschließend wünschte Kösters alles Gute denjenigen, die in diesem Jahr in den Ruhestand verabschiedet wurden.
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Fortbildungsveranstaltung (25.10.2004)
Hiermit möchten wir Sie ganz herzlich zu einer Fortbildungsveranstaltung der Misericordia Krankenhausträgergesellschaft in die Raphaelsklinik Münster einladen. Das Thema dieses Gesprächabends ist: „Ethik in der Medizin".
Ethisches Handeln in unserem Berufsalltag sollte gerade in kirchlichen Krankenhäusern einen hohen Stellenwert haben und für dort Tätige, neben allem medizinischen Fortschritt, eine immer präsente Selbstverpflichtung sein.
Daher ist es uns ein besonderes Anliegen, in Fortbildungsveranstaltungen diesen Themenkomplex von allen Seiten zu beleuchten, zu diskutieren und so immer präsent zu halten.
Es ist uns gelungen zwei kompetente und anerkannte Referenten zu gewinnen:
Herr Dr. med. Peter Liese, Abgeordneter im Europaparlament, hat sich dieser Thematik schon über viele Jahre angenommen; er ist Sprecher der „Interfraktionellen Arbeitsgruppe Biotechnologie und Bioethik" im Europaparlament.
Herr Prof. Gerd Fasselt ist Seelsorger am Universitätsklinikum Münster; er hat als praktizierender Klinikpfarrer und Hochschullehrer wesentlich dazu beigetragen, dass die Ethik in der Medizin und Pflege einen besonderen Stellenwert besitzt.
Wir würden uns freuen, Sie am 11. November um 18:00 in der Raphaelsklinik zu diesem interessanten Gesprächsabend begrüßen zu dürfen.
Die Veranstaltung ist im Rahmen der "Zertifizierung der freiwilligen ärztlichen Fortbildung" der ÄKWL mit insgesamt zwei Punkten anrechenbar.
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Ehren-Urkunde für Arzthelferin Claudia Lauhoff (21.10.2004)
Die Worte fehlen Claudia Lauhoff selten, vor allem wenn es darum geht, Patientinnen und Angehörigen in der Gynäkologischen Abteilung der Raphaelsklinik die Sorgen und Ängste vor schweren Operationen zu nehmen. Als ihr jetzt die Ärztekammer als eine der ersten Arzthelferinnen in der Region Westfalen-Lippe die Ehren-Urkunde und die goldene Nadel verlieh, wurde sie doch ein wenig still. „Ich bin völlig perplex! Dabei habe ich noch das Essen bestellt und die Einladungen im Krankenhaus verteilt. Dass es sich dabei um meine eigene Feier handeln würde, habe ich nicht mal geahnt!“
Zu verdanken hat die Arzthelferin diese Überraschungsfeier und die ungewöhnliche Auszeichnung der Empfehlung ihres Chefs, Prof. Dr. Withold Dame „Es geht darum, verdiente Mitarbeiterinnen eines Berufstandes zu würdigen, der häufig im Schatten steht, zu Unrecht. Frau Lauhoff kennt die Familienverhältnisse vieler unserer Patientinnen besser als ich selber.“ Mindestens zehn Jahre muss eine Arzthelferin im Dienst sein, um von der Ärztekammer Westfalen-Lippe ausgezeichnet werden zu können. Für Lauhoff kein Problem, die bereits seit 13 Jahren in der Raphaelsklinik arbeitet „ohne einen einzigen Krankheitstag!“ wie der Chefarzt während seiner Rede anlässlich der Verleihung bewundernd anmerkt.
Nach der schriftlichen Empfehlung durch den Arbeitgeber entscheidet ein Gremium der Ärztekammer über die Verleihung der Ehren-Urkunde. Mit einer „Urkundenschwemme“ ist aber für die Zukunft nicht zu rechnen, die allermeisten Arzthelferinnen würden schon an der zehnjährigen Berufserfahrung scheitern. „Die Fluktuation ist in diesem Beruf enorm. Viele Arzthelferinnen wechseln nach wenigen Jahren in das Familienleben oder verändern sich beruflich.“ Berichtet Dame aus der Praxis.
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"Erlaubtes und Verwehrtes" Vortrag zum Thema Wundversorgung (14.10.2004)
Das Thema "Moderne Wundtherapie" wirft immer noch viele Fragen auf. Fortbildungen erweitern vorhandenes Wissen, somit wird Qualitätsverlusten, Kostensteigerungen und nicht zuletzt einem wohlmöglich unzufriedenem Patienten vorgebeugt. Die intensive Forschungsarbeit der letzten Jahre im Bereich der Wundheilung und der Verbandmaterialien führte zu neuen Erkenntnissen in der Wundversorgung.
Zukunftsweisend in der Wundversorgung ist eine integrierte, interprofessionelle und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Dieser Erkenntnis zur Folge lehnen wir uns an das Motto: "Höhere Effizienz durch Innovation" und haben in der Raphaelsklinik GmbH Münster seit 2000 die Fachpflege für Wundversorgung zur Ergänzung der medizinischen Therapie integriert.
Neben der guten Kooperation zwischen Pflege und Medizin zur Therapie und Behandlungskonsequenz, ist es wichtig, neue, aktuelle Erkenntnisse der Forschungsarbeiten zur Umsetzung und Transparenz der Behandlungsmöglichkeiten zu hören und zu diskutieren.
Am Mittwoch, 20.10. wird der Fachapotheker für klinische Pharmazie Werner Sellmann (AK Barmbeck) im Konferenzraum der Raphaelsklinik zu den Themen Konzepte der Wundversorgung, rechtliche Aspekte der Wundversorgung, Lokaltherapeutika, Kostensituation und moderne Wundauflagen referieren. Die Veranstaltung dauert von 15:30 bis 18:00 Uhr und ist im Rahmen der "Zertifizierung der freiwilligen ärztlichen Fortbildung" mit 3 Punkten anrechenbar.
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Arthroseforum überwältigender Erfolg (03.10.2004)
Wer von der Veranstaltung nichts wusste, dürfte sich am Vormittag des 2. Oktobers beim Betreten der Raphaelsklinik verwundert die Augen gerieben haben: Etwa 500 Besucher saßen oder standen im großen Foyer der Klinik, um sich kompetent zum Thema Arthrose zu informieren. Rund 1.000 sollten es noch werden, die bis zum Nachmittag die Interviews, Diskussionen und Gespräche verfolgten, die das weite Spektrum der Ursachen, Folgen und Therapien dieser Volkskrankheit behandelten.
Initiiert und geplant wurde die Veranstaltung vom Chefarzt der Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie Priv.-Doz. Dr. Gunnar Möllenhoff und dem Oberarzt Dr. Bernhard Egen in Kooperation mit den Westfälischen Nachrichten. Nicht nur die medizinischen Gesichtspunkte des Gelenkverschleißes wurden thematisiert, auch übergeordnete Fragestellungen wie die der menschenwürdigen Pflege und Medizin angesichts der stetig wachsenden Bedeutung wirtschaftlicher Aspekte in Krankenhausbetrieb fanden viele interessierte Zuhörer. Am Ende stand eine spannende Diskussionsrunde zum Reizthema „Gesundheitspolitik“ bestehend aus Vertretern der Leistungsanbieter, Kostenträger und Bundestagsabgeordneten. Moderiert wurde die Veranstaltung vom ehemaligen politischen Chefkorrespondenten des WDR, Manfred Erdenberger, der vielen unter anderem durch seine WDR 2-Sendungen „Mittagsmagazin“ oder „MonTalk“ vertraut ist. Mit seiner gewohnt routinierten und verbindlichen Art vermochte es Erdenberger, die Zuhörerinnen und Zuhörer von 11:00 bis 16:00 zu fesseln und zu begeistern.
Doch nicht nur der Moderator, auch persönliche Betroffenheit schien die Triebfeder für das Erscheinen vieler Besucherinnen und Besucher gewesen zu sein. Fast alle Hände zeigten auf, als zu Beginn der Veranstaltung die Frage an die Zuschauerinnen und Zuschauer gerichtet wurde, wer denn persönlich unter Arthrose leide. Fast jeder zweite Mensch im Alter von 65 bis 70 Jahren leidet unter dieser schmerzhaften Gelenkerkrankung. Für viele Betroffene dürfte die Nachricht beruhigend gewesen sein, dass die Arbeit des Chirurgen erst als letzte von vielen Maßnahmen zur Verringerung des Arthroseleidens zum Zuge kommt. Aber auch wenn es so weit ist, sind die modernen OP-Verfahren bis zur Knieprothese längst ausgereift und überaus erfolgreich im Einsatz.
Mit brüchiger Stimme berichtete der 73jährige Peter Berheide von seinem Leidensweg „Ich hatte 20 Jahre lang Schmerzen. Ich kann jedem empfehlen, der diese Schmerzen hat, sich operieren zu lassen. Ich habe innerhalb eines halben Jahres in der Raphaelsklinik zwei neue Kniegelenke bekommen und danach keine Schmerzen mehr gehabt!“
Die Krankenhausoberin Sr. M. Reginfrieda stellte während der Gesprächsrunde zum Thema „Gesundheitsfabrik oder Ort persönlicher Betreuung?“ klar, dass auch unter dem heute allgegenwärtigen Kostendruck im Gesundheitswesen der Mensch und seine persönlichen Belange niemals vergessen werden dürfen „Ich hoffe, dass wir es nie dazu kommen lassen, dass aus dem Krankenhaus eine Gesundheitsfabrik wird. Die kurzen Liegezeiten machen es zunehmend schwieriger, eine persönliche Beziehung zum Patienten aufzubauen.“ Nachdenklich fügt die Ordensschwester hinzu „Die Ängste und Nöte des Patienten müssen vom Pflegepersonal aufgefangen werden. Das wird immer schwerer, weil die Zeit dafür kaum ausreicht.“
Großen Zulauf hatten die Angebote der Klinikküche unter der Leitung von Dieter Lüttmann, die kulinarische Köstlichkeiten wie „Lachsmuffins mit Frühlingszwiebeln“ oder „Rote-Bete-Süppchen mit Krabben“ anbot, immer unter dem Aspekt der Vermeidung von Arthrose-Risikofaktoren bei der Ernährung. Für die musikalische Unterstützung sorgte das virtuose Kaffeehausmusik-Trio „unisono“.
Das Arthroseforum war eine Veranstaltung, wie sie die Klinik zumindest bezüglich des Besucherinteresses noch nie erlebt hat, da sind sich alle Beteiligten sicher.
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Ausstellung des TUN Arbeitskreises Kunst 83 e.V. (02.10.2004)
Am 14. Oktober eröffnete die Raphaelsklinik um 19:00 Uhr die Ausstellung "Farbenspiel" des TUN Arbeitskreises. Als Gastredner werden wir den Leiter des Kulturamtes Münster, Klaus Ehling begrüßen können. Den musikalischen Rahmen wird Hans-Josef Klaus (Saxophon) liefern. Der TUN Arbeitskreis Kunst 83 e.V. Münster besteht seit 1983. Seit 1992 ist TUN ein eingetragener Verein. Er wurde von Kunstschaffenden und Kunstinteressierten zum Zwecke des Gedankenaustausches, künstlerischen Tuns, gegenseitiger Kritik und Anregung, der Präsentation eigener Arbeiten - gemeinsamer Aktionen und Austellungen gegründet. Diesem Ziel ist TUN bis heute treu geblieben.
Die Künstler treffen sich einmal monatlich, zu diesem Treffen werden jeweils die neuesten Arbeiten mitgebracht und besprochen. Die Künstler arbeiten in verschiedenen Techniken und mit unterschiedlichen Materialien. Die Palette umfasst Arbeiten in Aquarell, Acryl, Öl und die vielen Möglichkeiten der Mischtechniken, sowie Collagen, Installationen und Skulpturen. In zahlreichen Ausstellungen haben die Künstler des TUN ihre Kreativität zeigen können. Der Kreis zählt zur Zeit 24 Mitglieder aller Altersgruppen. Im Januar 2003 hat Hermy Horn die langjährige Vorsitzende Liebgunde Köbele abgelöst.
Ausstellende Künstler:
Gudrun Batram, Irmhild Berends, Ingeborg Damhorst, Jutta Denninger, Anne Eickholt, Klaus Eilers, Karin Ewald, Helga Grabbe, Hermy Horn, Monika Katschmarek, Dagmar Keßler, Erika Krumholz, Ruth Neumann, Claudia Puller, Christa Rothert, Antonia Schaffrien, Wilhelm Vaut, Heide Weiguny
Das Faltblatt zur Ausstellung als PDF-Dokument
Impressionen der Ausstellung und Ausstellungseröffnung
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250 Besucher bei der "Nacht der Museen und Galerien" (20.09.2004)
Rund 250 Besucher kamen in der „Nacht der Museen und Galerien“ am 18. September bis Mitternacht in die „Galerie Raphael“, um die laufende Ausstellung „photocase.de“ zu besuchen. Damit kann die Raphaelsklinik zwar nicht mit dem Landesmuseum konkurrieren, das 11.700 Besucher zu verzeichnen hatte, für ein Krankenhaus ist das aber ein beeindruckendes Ergebnis. Die Veranstaltung war Teil der dreitägigen Kulturreihe „Schauraum“ der Stadt Münster. Der möglicherweise letzte warme Sommerabend des Jahres lockte Zehntausende auf die Straßen der City, um einen Bummel durch über 30 Galerien und Museen zu unternehmen.
Dass der ungewöhnliche Ausstellungsort „Galerie Raphael“ in Münsters Innenstadt dem Kunstinteressierten einiges zu bieten hat, zeigt der enthusiastische Kommentar einer jungen Besucherin, die sich mit ihrem Freund auf nächtliche Ausstellungstour begeben hat „Das ist die bislang beste Ausstellung, die wir heute gesehen haben!“ war sie sich sicher. Eine weitere Kunstbegeisterte zeigte das Programmheft vor, in dem alle Veranstaltungen der Museumsnacht aufgeführt sind: „Die Ausstellung in der Raphaelsklinik habe ich mir am dicksten angestrichen!“.
Dass der Besucherstrom nicht mit dem Anspruch der Patienten auf nächtliche Ruhe in Konflikt geriet, ist der besonderen Architektur des großzügigen Foyers der Klinik zu verdanken. Der Eingangsbereich ebenso wie die Galerie im ersten Stock ist räumlich so von den Stationen getrennt, dass Veranstaltungen wie die „Nacht der Galerien und Museen“ ohne Probleme durchgeführt werden können. Die „Galerie Raphael“ versteht sich als Facette in Münsters breitem Spektrum an Museen und Galerien. Der Erfolg vom 18. September macht deutlich, dass Kunst und Krankenhaus kein Gegensatz sondern spannende Ergänzung sind.
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ARTHROSE - Ein Gesprächs- und Informationsforum im Foyer der Raphaelsklinik (16.09.2004)
Samstag, 02.10.2004
11:00 - 16:00 Uhr
Moderation:
Manfred Erdenberger (WDR)
Dr. Norbert Tiemann (WN)
Eine Veranstaltung der Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der Raphaelsklinik in Zusammenarbeit mit den Westfälischen Nachrichten.
Das Kniegelenk ist das Gelenk des Körpers, das am stärksten dem Verschleiß unterliegt; mehr als jeder dritte Mensch über 65 ist betroffen, darüber hinaus auch viele jüngere Menschen. So beenden über zwei Drittel aller Fußballprofis ihre Karriere aufgrund von Verschleißerkrankungen des Knies.
Die Veranstaltung richtet sich an Ärzte und medizinische Laien, die sich über den heutigen Stand der Vorbeugung, der konservativen und operativen Behandlungsmöglichkeiten der Knie-Arthrose sowie über die Zukunft aus medizinischer und sozioökonomischer Sicht informieren möchten.
Eine umfassende Gesundheitsmesse lädt dazu ein, sich über alle Fragestellungen und Möglichkeiten moderner medizinischer Technik rund um Vorbeugung und Behandlung des Kniegelenksverschleißes bis hin zum künstlichen Gelenkersatz ausgiebig zu informieren. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.
Den musikalischen Rahmen bildet die Wiener Kaffeehausmusik-Band.
Das Info-Faltblatt als PDF-Dokument
Organisation / Information:
Dr. med. B. Egen
Raphaelsklinik Münster GmbH
Klosterstraße 75, 48143 Münster
Tel. (0251) 5007- 4094
E-Mail: b.egen@raphaelsklinik.de
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"Raphaelsklinik Münster - Mobile" ist online (18.08.2004)
Die Raphaelsklinik Münster bietet ab sofort auch allen Nutzern internetfähiger Mobiltelefone und PDAs die Möglichkeit, unterwegs wichtige Informationen über die Klinik abzurufen.
Voraussetzung für die korrekte Darstellung der für mobile Geräte optimierten Seiten sind Mobiltelefone der neueren Generation, PDAs und Pocket PCs, die über einen WAP 2.0 (XHTML)-fähigen Browser verfügen. Die Seitengröße beträgt maximal 5 KB. So haben Sie auch mobil Zugriff auf die wichtigsten Informationen unsere Klinik betreffend. Die Startseite finden Sie unter www.raphaelsklinik.de/mobile. Natürlich können Sie auch über Ihren regulären Internetbrowser durch Anklicken des Links dieses Angebot testen. Für Fragen, Anregungen oder Tips, wie wir dieses Angebot noch verbessern bzw. ausbauen können, wären wir Ihnen sehr dankbar. Kontaktieren Sie uns doch einfach per Email.
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Ausstellung von 30 Bildern aus der Internetdatenbank PHOTOCASE.de (13.08.2004)
Die Internetdatenbank “Photocase” (Fotokiste) wurde im Herbst 2001 von Frank Erler (26, Vancouver), Kai Schneider (23, Berlin) und Martin Suhr (24, Dresden) gegründet. Die Motivation der drei jungen Grafiker bestand zunächst darin, einfach und günstig an qualitativ hochwertige Fotos zu gelangen, um sie für eigene kommerzielle und nichtkommerzielle Projekte zu nutzen.
Die Funktionsweise dieser Datenbank ist recht einfach: als angemeldeter Nutzer kann man seine digitalen „Werke“ den Betreibern zur Veröffentlichung anbieten, im Falle der Aufnahme erhält man fünf Punkte, mit denen man wiederum fünf Bilder herunterladen kann. Die Fotos werden von Privatpersonen ebenso wie von Werbeagenturen stark genutzt. Eine öffentliche Darstellung dieser zumeist unter Pseudonym veröffentlichten Fotos, geschieht mit unserer Ausstellung zum ersten Mal.
Die geringe Größe und einfache Handhabung moderner Digitalkameras trugen in den letzten Jahren zum Siegeszug der Digitalfotografie bei, besonders unter jungen Menschen. Sie bilden die Hauptklientel der Internetdatenbank “Photocase”. Viele der gegenwärtig rund 28.000 Fotos entstanden nachts, auf Konzerten oder Partys, beim Sport, beim Warten in der U-Bahnstation, unter Freunden. Sie sind ein Spiegel der Gesellschaft, zeigen alltägliche Situationen oder Objekte, verwenden ungewöhnliche Ausschnitte und Blickwinkel, rücken Dinge in einen neuen Zusammenhang oder bewahren einfach nur einen kurzen Augenblick, der sonst verloren gegangen wäre. Sie sind digitale Extrakte unseres schnellen Lebens, dokumentieren das Besondere im Alltäglichen.
“Grundsätzlich wollen wir frische Fotografie, die vor allem den Moment dokumentiert”, wie Frank Erler (Pseudonym “dexter”), einer der Gründer von “Photocase”, sagt. Das Fotografieren für “Photocase” beeinflusst auch die Nutzer, jede Hausecke könnte ein Motiv sein, jede Alltagsszene ein zukünftiges Meisterwerk. Der Blick wird geschärft für die Details des Alltags, für die Wunder im Verborgenen.
Zur Ausstellungseröffnung am 12. August um 19:00 Uhr hat Hans Peter Wiesemann vom Institut für Medienrecht eine interessante Gastrede zum Thema "Urheberrecht im Internet" gehalten. Für den musikalischen Rahmen sorgten das Geigenduo Christoph Berssenbrügge und Isabelle Krapp. Am 18.09. wird sich die "Galerie Raphael" mit dieser Ausstellung an der "Nacht der Museen und Galerien" beteiligen. Interessierte sind dann herzlich eingeladen, bis 24:00 Uhr einen Bummel durch die PhotoCase-Sammlung zu unternehmen.
Mehr Infos zum Projekt PHOTOCASE.de gibt es hier.
Kommentare zur Ausstellung auf der Website von PHOTOCASE.de
Faltblatt zur Ausstellung
Impressionen der Ausstellung, Diashow, Gastrede u.a.
Gesamtübersicht der Ausstellung als PDF-Dokument
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Klinischer Abend zum Thema "Diabetes" (14.07.2004)
Rund 10 Prozent der Bevölkerung leiden an Diabetes. Dies macht die „Zuckerkrankheit“ zu einer Volkskrankheit mit großer gesundheitspolitischer Bedeutung. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass nur etwa 20 Prozent der Erkrankten ausreichend über den Umgang mit ihrer Krankheit informiert sind. Diese mangelnde Information führt durch unnötige Arztbesuche und einem weiten Spektrum vermeidbarer Folgeerkrankungen zu Kosten in Millionenhöhe.
Da die Hausärzte selten Zeit und Mittel für eine umfassende Schulung ihrer Patienten haben, werden überall in Deutschland gegenwärtig Schulungszentren und ärztliche Netzwerke eingerichtet. Disease-Management-Programm (DMP) Diabetes Typ 2 nennt sich das vom Bundesgesundheitsministerium 2002 in Kraft gesetzte Instrument zur Verbesserung der Versorgung von Diabeteserkrankten. Das DMP soll unter ganzheitlicher Betrachtung des Erkrankten die Prozesse in der Patientenversorgung ergebnisorientiert und wirtschaftlich steuern. Über die ersten Erfahrungen mit diesem Programm berichteten hochrangige Experten beim klinischen Abend der medizinischen Klinik der Raphaelsklinik unter der Leitung von Prof. Dr. Claus Spieker vor niedergelassenen Ärzten aus Münster.
Dr. Herbert Hillenbrand von der Gesellschaft für Management und Marketing im Gesundheitswesen ist erstaunt über die Schnelligkeit, mit der das Programm eingeführt wurde „Ich habe es noch nie erlebt, dass ein Gesetz im Gesundheitswesen so rasch durchgesetzt wurde!“. Ein Hinweis auf die Dringlichkeit einer Strukturierung der Diabetesbehandlung in Deutschland. Kernelement des DMP ist die gründliche Schulung des Patienten, als Koordinator tritt der behandelnde Hausarzt in den Mittelpunkt. Er entscheidet über die passende Schulungseinrichtung und die weitere Behandlung des Diabetespatienten. Doch Hillenbrand kennt auch die Schwachpunkte dieses Programms „Es fällt niedergelassenen Ärzten unglaublich schwer, Netzwerke zu gründen. Sie sind es bislang gewohnt, als Einzelkämpfer zu agieren.“
Prof. Dr. Hendrik Lehnert, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie, informierte die anwesenden Ärzte über den aktuellen Stand der Diabetesforschung. Dass eine bessere Schulung der Erkrankten von großer Bedeutung ist, verdeutlicht Lehnert durch neuere Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen Diabetes und Gefäßerkrankungen, die zum Beispiel zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen können. Der richtige Umgang mit seiner Krankheit kann den Diabetiker vor solchen Folgeerkrankungen schützen.
Der Gesetzgeber fordert die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten. Dies wird auch in Münster Veränderungen in der Versorgungsstruktur bewirken, da sind sich die Experten beim klinischen Abend sicher.
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Arafat zurück im Jemen (24.06.2004)
Als der kleine Arafat Mayoub Naji Shumis im Januar des letzten Jahres aus dem Jemen nach Münster kam, war dies für sein gebrochenes Bein die letzte Chance. Von einer Mauer oder einem Esel sei er gefallen, genau wusste das niemand in seiner Heimat. Das Schienbein brach gleich zweimal, der gesplitterte Knochen durchspießte die Haut und entzündete sich. Monatelang wurde die Wunde nicht sachgerecht behandelt.
Eine bedrohliche Situation für den damals Elfjährigen, mit der die schlecht ausgebildeten Mediziner vor Ort überfordert waren. Ärzte des Hammer Forums holten den Unglücksraben zusammen mit 30 weiteren Kindern aus dem Jemen, der zu den sieben ärmsten Ländern der Welt zählt. Arafat kam zur weiteren Behandlung in die Raphaelsklinik nach Münster.
Die Tunesierin Zakia Jelliti, die Arafats Sprache spricht, nahm den Jungen bei sich und ihrer Familie auf und kümmerte sich um ihn, wenn er nicht im Krankenhaus lag. „Diese Gastfamilie war für den Jungen Gold wert!“, wie der behandelnde Oberarzt der Raphaelsklinik, Dr. Jochen Neuhaus, rückblickend feststellt. Der Junge wurde vollkommen selbstverständlich und mit großer Herzlichkeit von der Altenberger Familie aufgenommen.
Die Behandlung in der Raphaelsklinik war sehr zeitaufwändig, fünfmal musste Arafat operiert werden, immerhin fehlten ihm rund zehn Zentimeter seines Unterschenkelknochens, der nun mühsam wieder aufgebaut werden musste. „So etwas sieht man in Deutschland nicht“, da ist sich Neuhaus sicher. Wäre der Junge im Jemen geblieben, hätte das Bein früher oder später amputiert werden müssen. Die Krankenschwester Anke Lepper, die Arafat auf der Station 1B der Raphaelsklinik betreute, erinnert sich gut an die erste Zeit des kleinen Patienten aus dem Jemen „Er wollte unbedingt wieder schnell gesund werden, damit er in seinem Heimatdorf wieder Radfahren kann.“ Jetzt hat der Junge die anstrengende Zeit der Operationen und Krankenhausaufenthalte hinter sich.
Dass es ihm in Münster mit der Zeit immer besser gefallen hat, liegt sicher nicht nur an den vielen Radfahrern. Er lernte Deutsch und knüpfte Freundschaften, die ihm den Abschied schwer fallen lassen. Medizinische Versorgung braucht er nicht mehr, die Wunden und Knochenbrüche sind vollständig verheilt. Da das Bein fast zwei Jahre nicht belastet wurde, müssen sich zwar die Muskeln erst wieder aufbauen, aber auch da weiß Neuhaus die richtige Therapie: „Das Bein kann wieder völlig normal belastet werden, inklusive Fußballspielen!“
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Neues Elternzimmer auf der Entbindungsstation eingerichtet (01.06.2004)
Die kleine Ida Marie Eisemann lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, auf Papas Arm ist es offenbar viel zu gemütlich, um mal ein Auge zu riskieren. Sie ist zusammen mit ihren Eltern Judith und Leo eine der ersten Gäste des neuen Elternzimmers auf der Entbindungsstation der Raphaelsklinik. Das neue Angebot der Klinik bietet jungen Eltern die Möglichkeit, die Zeit nach der Geburt ohne Unterbrechung Tag und Nacht gemeinsam zu erleben.
Es befindet sich unmittelbar auf der Geburtshilflichen Station, so dass, anders als dies in den eigenen vier Wänden der Fall wäre, 24 Stunden lang Kinderkrankenschwestern, Hebammen und Ärzte als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Das so genannte „Bonding“, also der wichtige Bindungsprozess zu Beginn der Eltern-Kind-Beziehung, die erste Begegnung der Eltern mit dem Neugeborenen, kann ungestört ablaufen. Mutter, Vater und Kind werden gerade in dieser wichtigen Phase nicht voneinander getrennt.
Nach den Anstrengungen der Geburt sind die jungen Eltern in der Lage, gemeinsam den Beginn des Elternseins, das Begrüßen des Kindes zu genießen. Im geschützten Umfeld des Krankenhauses kann sich die junge Familie so richtig verwöhnen lassen, ohne sich um das Essen oder den Haushalt kümmern zu müssen. Dabei sind die Kosten in Höhe von 15 Euro pro Nacht sehr günstig, sie sollen es jedem Vater, unabhängig von dessen finanziellen Möglichkeiten, gestatten, die ersten Tage nach der Geburt mit der Familie verbringen zu können. Das Elternzimmer kann beim regelmäßig an jedem ersten Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr stattfindenden Infoabend besichtigt werden, sofern es nicht gerade belegt ist. Nähere Informationen zum Elternzimmer und zur Geburt in der Raphaelsklinik erhalten Sie telefonisch unter (0251) 5007-2400.
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Aquarelle der Malerin Angelika Winkler (29.05.2004)
Angelika Winkler wurde 1953 in Berlin geboren und ist von Beruf Bauzeichnerin. Seit 1980 intensivierte sie ihr künstlerisches Schaffen. Durch die Teilnahme an verschiedenen Kursen und Workshops in Deutschland und Italien, unter anderem bei der bildenden Künstlerin Gudrun Liening, der Kunsthistorikerin Dr. Gaby Lepper-Mainzer und der Malerin Christina Thrän, erweiterte Angelika Winkler laufend ihr künstlerisches Spektrum.
Seit 1996 verschiedene Einzel- und Gruppenausstellungen, unter anderem in Reken, Dülmen, der Uniklinik Bonn, Wesseling, Blomberg/Lippe, Otzberg und Münster.
Für das Buch “Kennen Sie Münster?”, erschienen 2003 im Aschendorff Verlag (Münster), erstellte sie das Titelbild. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Dülmen.
Angelika Winkler widmet sich seit Jahren der Aquarellmalerei. Sie lässt sich nicht binden an thematische oder einengende Vorgaben. Sie steht am Anfang ihres künstlerischen Schaffens, sie ist nicht fertig und wie sie selber sagt: nicht perfekt. Sie ist eine Suchende auf dem Wege! Sie macht den Umgang mit Farben und Wasser zu einem Atmen der Seele. Ihre Bilder nehmen ihre Stimmungen auf, mal heiter bis euphorisch, mal nachdenklich bis verletzbar. Sie will keine weltverbessernden Anliegen umsetzen; sie will nicht missionieren sondern möglichst Freude vermitteln. Sie möchte anregen zur gründlichen Betrachtung und lässt der Fantasie des Betrachters freien Lauf. Sie gibt den Bildern keine Titel oder Erläuterungen. Jeder soll das aus dem Bild entnehmen, was ihn anspricht, begeistert oder worüber er meditieren kann. (Text: Clemens Köyer)
Die Erlöse ihrer künstlerischen Arbeiten fließen seit 20 Jahren den Kindern der onkologischen Abteilung der Uniklinik Bonn zu. Auf diesem Wege möchte sie einen Beitrag leisten, die Situation der jungen Patientinnen und Patienten ein wenig zu verbessern.
Wenn Sie nähere Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an die Deutsche Kinderkrebsstiftung, Joachimstraße 20, 53113 Bonn. Tel. (0228) 913 94 30.
Möchten Sie unabhängig von unserer Ausstellung der gemeinnützigen Stiftung eine Spende zukommen lassen, dann bitte unter der Kontonummer 555 666 an die Dredner Bank Köln, Bankleitzahl 370 800 40. Ihre Spende ist steuerlich absetzbar.
Faltblatt zur Ausstellung
Impressionen der Ausstellung und Ausstellungseröffnung
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Besuch aus Kindertagesstätten (29.04.2004)
Der Gips ist echt, der Doktor auch und trotzdem sind alle putzmunter und kerngesund! 12 Kinder aus den Kindertagesstätten Dickmadame und Zappelmann, Filou, Die Maulwürfe und Kinderwerkstatt besuchten die Raphaelsklinik, um die Berufswelt des Krankenhauses genauer zu erforschen.
Mehrere Stationen gab es in der Klinik zu sehen. Im Röntgenraum musste ein Teddybär zeigen, ob mehr als nur schnöde Holzwolle in ihm steckt. Auf der Entbindungsstation bestaunten die Kinder ein erst wenige Tage altes Baby und in der Unfallambulanz gab es für zwei der Besucher noch einen waschechten Armgips. Als Abschiedsgeschenk gab's von Dr. Maurice Püllen für jeden eine Spritze. Was man damit tolles machen kann, war für den kleinen Matthis aus der Kinderwerkstatt schon klar: "Damit spritze ich zuhause meinen Papa nass!" Ob der vom Besuch seines Sprösslings in der Raphaelsklinik nach der Dusche genau so begeistert sein wird?
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Neue Berufe im Krankenhaus: Der Medizinökonom (27.04.2004)
"Ein Krankenhaus, das althergebrachte Strukturen ohne Überprüfung weiter beibehält, wird vermutlich nicht mehr lange am Markt sein." behauptet einer, der weiß wovon er spricht. Jürgen Helmers ist seit 14 Jahren Krankenpfleger, hat lange in der Anästhesie und Intensivmedizin der Raphaelsklinik gearbeitet und kennt den Krankenhausbetrieb genau. Seit zwei Jahren studiert er in Paderborn am Bildungszentrum für informationsverarbeitende Berufe (b.i.b.) Fachinformatik Medizinökonomie.
Das zweijährige Studium mit dem komplizierten Namen ist ein echter Vollzeitjob, für Familie und Freunde bleibt kaum Zeit übrig. Der Münsteraner hat sich im Studienort ein Zimmer genommen, um keine Zeit durch das Pendeln zu verlieren, denn nach der Uni ist Büffeln angesagt.
Zusammen mit seinem Kommilitonen Michael Dann absolviert Helmers gegenwärtig ein zweimonatiges Studienprojekt in der Raphaelsklinik, es geht um die kürzlich bundesweit eingeführten Fallkostenpauschalen (DRG). "Es gibt von den Krankenkassen für jede Erkrankung eine festgelegte Summe, damit müssen die Krankenhäuser auskommen. Wir überprüfen in unserem Projekt, ob die vorhandenen Strukturen der Datenverarbeitung diesen Anforderungen standhalten." Erläutert Helmers, während auf seinem Monitor im Computerraum der Raphaelsklinik Patientenschicksale zu Zahlenkolonnen werden.
Das Thema ist hochaktuell und entsprechend groß ist das Interesse der Klinikleitung. Schon lange vor Einführung der DRG hat sich das EDV-Team der Raphaelsklinik mit der elektronischen Umsetzung der neuen Fallpauschalen auseinandergesetzt, von dem Studienprojekt erhoffen sie sich neue Impulse. Ein Krankenhaus ohne Computer können sich Helmers und Dann nicht mehr vorstellen. Laborergebnisse werden heute nicht mehr von Hand in die Patientenakten eingetragen sondern direkt nach der Blutuntersuchung im Labor auf den Stationen ausgedruckt, die Patienten werden über den Stationscomputer zum Röntgen oder zum EKG angemeldet.
Der sinnvolle Einsatz des Computers im Klinikalltag kann Zeit sparen, die wieder in die eigentliche Pflege des Patienten investiert werden kann. "Der Mitarbeiter muss verstehen, dass der Computer kein Gegner ist, sondern ein Instrument, das ihnen Arbeit abnimmt oder erleichtert." Umreißt Dann eine seiner bevorstehenden Aufgaben im Klinikalltag. Für die Zukunft sieht er die Einführung der elektronischen Patientenakte, Papier könnte somit auf längere Sicht überflüssig werden. Das gesetzlich vorgeschriebene Lagern der schriftlichen Unterlagen über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren oder teure Mikroverfilmungen würden überflüssig werden.
Dass die vielen unterschiedlichen Computerprogramme im Krankenhaus problemlos miteinander zusammenarbeiten, ist eine der größten Herausforderungen für die zukünftigen Medizinökonomen. "Von der Aufnahme über die einzelnen Behandlungen bis zur Entlassung sollte der gesamte Aufenthalt des Patienten im Computer erfasst und die Daten vernetzt verfügbar sein." Wünscht sich Helmers vom Krankenhaus der Zukunft. Ihre Berufsaussichten bewerten Helmers und Dann durchaus positiv, auch wenn die Krankenhäuser gegenwärtig zum Sparen gezwungen sind. "Denn schließlich" so Helmers "spart unsere Arbeit durch die Optimierung von Arbeitsabläufen auch eine Menge Geld ein." Ein Argument, das jeder Klinikchef in Deutschland zurzeit gerne hört.
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Nachruf: Dr. med. Wilhelm Rey (27.04.2004)
Bereits am 13. Februar verstarb der ehemalige Chefarzt der Inneren Medizin Dr. med. Wilhelm Rey im Alter von 90 Jahren in Regensburg. Rey wurde am 9. Januar 1914 in Köln geboren. Am 1. Juni 1954 übernahm er als Nachfolger des tödlich verunglückten Prof. Dr. Willy Wohlenberg die Leitung der Inneren Abteilung der Raphaelsklinik.
Verbunden mit dieser Aufgabe waren die Leitung der Krankenpflegeschule und der Schule für Diätassistentinnen. Rey war bei seinen Kollegen ebenso wie beim Pflegepersonal wegen seiner herzlichen und verständnisvollen Art überaus beliebt. In schwerwiegende Entscheidungen wurde das Personal oft mit einbezogen, er legte großen Wert auf die Meinung seiner Mitarbeiter. Als er am 31. Dezember 1978 nach fast 25 Jahren seine Tätigkeit als Chefarzt an der Raphaelsklinik beendete, gab der begeisterte Amateurmusiker gemeinsam mit seiner Familie ein Konzert im Mutterhaus der Clemensschwestern. Nach seinem Ausscheiden aus dem Beruf zog er nach Badenweiler am Fuße des Südschwarzwalds.
Bischof Dr. Reinhard Lettmann zelebrierte am 2. April das Sechswochenseelenamt in der Mutterhauskirche der Clemensschwestern in Münster. Er war vor über 30 Jahren selber Patient Reys und dem Arzt seit jener Zeit freundschaftlich verbunden. Er besuchte den Ruheständler im Schwarzwald, wo sie gemeinsam wanderten und intensive Gespräche miteinander führten. Die Raphaelsklinik wird das Andenken an den Verstorbenen stets in Ehren halten.
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Krankenpflegeexamen 2004 erfolgreich bestanden (17.03.2004)
Erstmals seit der Zusammenlegung der Krankenpflegeschulen von Raphaelsklinik, Clemenshospital und Herz-Jesu-Krankenhaus zur "Zentralschule für Gesundheitsberufe, St. Hildegard" haben 19 Auszubildende der Raphaelsklinik unter dem Prüfungsvorsitz von Dr. Henny Köpcke ihr Examen als Krankenschwester oder Krankenpfleger bestanden.
Die frisch gebackenen Schwestern und Pfleger Eva-Christina Berends, Svetlana Bopp, Friederike Drogies, Björn Galinowski, Vera Grote, Ruth Höhne, Maria Hörmann, Frauke Kleine-Pollmann, Kinga Klimt, Thomas Lutterbeck, Julia Reiners, Tanja Schatz, Kerstin Schonebeck, Mario Schröder, Michael Schütte, Stefan Stöveken, Margarita Weibert, Marc von Winzkowsky und Ruth Zimmermann freuen sich nach dreijähriger Ausbildung über das bestandene Examen. (Foto: Oliver Ermonis)
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Ikonenausstellung "Fenster zur Ewigkeit" noch bis zum 09.04.2004 (27.02.2004)
Schwester Dorothee ist Jahrgang 1934 und seit 1959 bei den Clemensschwestern. Nachdem sie viele Jahre in der Krankenpflege tätig war, entdeckte sie 1990 ihre Leidenschaft für die Ikonenmalerei.
Stand für sie zu Beginn das Erlernen der handwerklichen Seite im Vordergrund, ist es inzwischen die meditative Auseinandersetzung mit den historischen Ikonenvorbildern und deren Schöpfern die sie antreibt. Für Schwester Dorothee ist die Ikonenmalerei eine wichtige Möglichkeit der Verkündigung.
Wie bei den historischen Ikonen sucht der Betrachter auch bei den Werken von Schwester Dorothee vergebens nach einer Signatur, wie sie in der profanen Malerei üblich ist. Der Künstler tritt hinter dem Dargestellten zurück.
Ikonen (griechisch eikon: Bild) sind die wichtigsten religiösen Bildnisse aller orthodoxen, besonders der griechisch-orthodoxen und russisch-orthodoxen Kirchen. Dargestellt werden biblische Szenen, heilige Handlungen oder heilige Personen. Ikonen begleiteten das Christentum seit seinem Aufbruch bis zum heutigen Tage.
Als erste Ikone der Menschheitsgeschichte betrachtet man das so genannte Mandylion, ein Tuch mit dem Abdruck der Gesichtszüge Jesu, das heilende Kraft besaß und den König Abgar fast vollständig vom Aussatz befreite. Von den staatlichen und kulturellen Zentren der Antike Antiochien, Alexandrien und Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, verbreitete sich die Ikonenverehrung rasch über die ganze orthodoxe Welt. Die ältesten bekannten Ikonen wurden im Katharinenkloster auf der Halbinsel Sinai gefunden, sie stammen aus dem 6. und 7. Jahrhundert.
Die frühesten Ikonen, auf denen oft Symbole wie Anker, Fisch oder Lamm abgebildet waren, wurden in der damals verbreiteten Technik der Enkaustik gemalt, bei der Farbpigmente mit heißem Wachs vermischt und aufgetragen wurden. Später kam die Mosaiktechnik hinzu. Bereits im 4. Jahrhundert gab es klare Vorschriften bei der bildlichen Darstellung der Ikonen. In der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts sorgte der so genannte Ikonoklasmus unter Kaiser Leon III. für eine breite Ablehnung der Ikonenverehrung. Aus diesem Grund sind viele alte Ikonen der Nachwelt nicht erhalten geblieben. Zur Blüte gelangte die russische Ikonenmalerei im 14. und 15. Jahrhundert unter den Künstlern Andrej Rubljow und Theophanes dem Griechen.
Für den orthodoxen Christen ist die Ikone nicht nur ein Abbild, der Dargestellte wird vielmehr im Bild gnadenhaft vergegenwärtigt. Daher steht der Ikonenmaler hinter dem Dargestellten zurück, Ikonen werden somit in der Regel nicht signiert. Der Ikonenmaler malt nicht aus der Fantasie, wie es in der profanen Malerei üblich ist. Gemalt wird hingegen nach den besten historischen Vorbildern.
Bischof Longin sagte über das Wesen der Ikone: “In der Ikone konzentriert sich das ganze All, denn bei ihrer Schöpfung haben ja die verschiedensten Elemente Anteil - die Naturfarben, die aus der Erde genommen sind, die Pflanzen, die hinzugefügt sind und Verwendung finden, das Ei, welches die lebendige Welt repräsentiert und schließlich die Vollendung der göttlichen Schöpfung, nämlich der Mensch, welcher diese Ikone malt.” (Zitat aus: “Ikonenmalerei heute”, 1988)
Faltblatt zur Ausstellung
Impressionen der Ausstellung und Ausstellungseröffnung
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