Inhalt
Ausstellung "Baum-Impressionen"
Spanische Delegation besucht Raphaelsklinik
Ausstellung der Künstlervereinigung "pArt 96"
Klinischer Abend in der Raphaelsklinik
Ausstellung des Fotografen Nguyen Manh Ngoc
Bildgestützte Navigation revolutioniert OPs beim künstlichen Gelenkersatz
Niedergelassene Ärzte informieren sich in der Raphaelsklinik über Gonarthrose
Experten der Raphaelsklinik stehen Rede und Antwort
Verein gegründet
Verstärkung für die Neurologie
Erstmals Mentorenfortbildung in der Raphaelsklinik
Gonarthrose - eine Standortbestimmung
Ursula Dullweber nach 24 Jahren in den Ruhestand verabschiedet
In eigener Sache - Raphaelsklinik.de 2.0
Vorbildliches Rooming-In auf der Entbindungsstation
Neuer CT an der Raphaelsklinik
Krankenpflegeexamen 2003
Ausstellung des italienischen Künstlers "Ciro"
Neue Zentralsterilisation
Ausstellung "Baum-Impressionen" 12.12.2003 - 18.01.2004 (02.12.2003)
Der Dipl. Sozialarbeiter Ferdinand Jendrejewski, Jahrgang 1940, ist fotografischer Autodidakt. Er ist Mitglied im Deutschen Verband für Fotografie (DVF), der Friedrich-Hundt-Gesellschaft sowie mehrerer Fotogruppen. Für seine außerordentlichen Erfolge auf fotografischem Gebiet wurden ihm von nationalen und internationalen Verbänden zahlreiche Ehrungen, Titel, Medaillen und Urkunden verliehen. Außerdem wurde er durch Veröffentlichungen bei internationalen Foto-Wettbewerben sowie in Fotofachzeitschriften, Lehrbüchern, Katalogen und auch als Buchautor bekannt. Seine Arbeiten präsentiert er in Einzel- und Gruppenausstellungen. Bei Foto-Wettbewerben setzt man gerne auf seine kompetente Meinung als Juror.
In seinem Buch “Baum-Impressionen”, 2003 beim Verlag fotoforum veröffentlicht, widmet sich Jendrejewski den Naturdenkmalen in Münster. Was aber ist ein Naturdenkmal? "Naturdenkmale sind rechtsverbindlich festgesetzte Einzelschöpfungen der Natur, deren besonderer Schutz aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit erforderlich ist." So heißt es im Bundesnaturschutzgesetz, §17. Die Naturdenkmale stehen dort neben Naturschutzgebieten oder Nationalparke. Und doch sind sie etwas besonderes, das sie zu Exoten unter den Schutzgebieten unseres Landes macht: sie haben keinerlei objektiv messbaren Zweck. Wo das Naturschutzgebiet zum Beispiel seltene Pflanzen, Tiere oder Biotope beheimatet oder das Landschaftsschutzgebiet “zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts” dienen soll, zeigt das Naturdenkmal schwer fassbare und kaum zahlenmäßig belegbare Eigenschaften wie “eigenartig” oder “schön”. Es ist ein Denkmal zu Ehren der Ästhetik und Kreativität der Natur, von ihr selbst geschaffen und in ihrer Genialität den steinernen oder bronzenen Denkmälern der Menschen weit überlegen. Dass der Gesetzgeber die Schutzkategorie “Naturdenkmal” im Bundesnaturschutzgesetz verankert hat, ist Ausdruck der tiefen Verbundenheit, die gerade in unserer technologisierten Umwelt von vielen Menschen gegenüber den Schöpfungen der Natur empfunden wird. Das Denkmal soll zum Nachdenken anregen. Viele Besucherinnen und Besucher werden beim Gang durch die Ausstellung auf Jendrejewskis virtuosen Fotos vermutlich “alte Bekannte” und “unvermutete Nachbarn” entdecken. Vielleicht ist dies eine der größten Leistungen des Fotografen und seines wunderbaren neuen Buches.
Das Faltblatt zur Ausstellung als PDF-Dokument
Impressionen der Ausstellung
Kontakt:
Ferdinand Jendrejewski
Drostenhofstraße 10
48167 Münster
Tel: (02506) 3766
jendre@muenster.de
http://www.fotogruppe80-muenster.de/
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Spanische Delegation besucht Raphaelsklinik (31.11.2003)
Gesundheitsreform, die Einführung von Fallpauschalen, ständige technische Veränderungen und drastische Sparmaßnahmen, selten hat sich das Gesundheitswesen in Deutschland derart drastisch und schnell verändert wie gegenwärtig. Veränderungen, die auch andere Länder zu bewältigen haben. Eine hochrangige Delegation aus Spanien, bestehend aus Vertretern der Regierung, des Gesundheitswesens und der Wirtschaft hat sich in der Raphaelsklinik über die deutsche Krankenhauspolitik und den neuesten Stand der Technik informiert.
Von besonderem Interesse war der moderne Positronen-Emissions-Tomograph (PET) der Klinik, der unter der Regie des Chefarztes der Radiologie, Dr. Rolf Cromme, detailreiche Aufnahmen des menschlichen Körpers auf der Suche nach Tumoren und Metastasen liefert. Die flächendeckende Versorgung Spaniens mit diesen hochmodernen Diagnosegeräten ist in Planung. In der Raphaelsklinik werden dabei die Ergebnisse des PET mit denen des Computertomographen (CT) auf elektronischem Wege kombiniert, was wesentlich zur Aussagefähigkeit der gewonnenen Daten beiträgt. Diese komplizierte Thematik den Besuchern aus Spanien in ihrer Heimatsprache näher zu bringen, war für den Radiologen dank seiner langjährigen beruflichen Tätigkeit in Mexiko kein Problem. Anschließend erläuterte Cromme am Computer anhand von Fallbeispielen die medizinische und klinische
Bedeutung für die weitere Behandlung des Patienten. Über die Einführung der Fallpauschalen (DRG) in Deutschland informierte der Geschäftsführer der Klinik, Martin Kösters, die Besucher. Nach Einführung der DRG erhalten die Krankenhäuser für jede Diagnose einen festen Betrag. Bislang wurde der Aufenthalt der Patienten tageweise berechnet. Eine grundlegende Veränderung, mit deren Umsetzung große Anstrengungen auf die Krankenhäuser Deutschlands zukommen. Münsters Kliniken führen die DRG im Rahmen eines Pilotprojektes bereits zum 01.12. ein. Auf welche Weise ein Krankenhaus wie die Raphaelsklinik sich dieser Problematik stellt, war für die Mitglieder der Delegation von großem Interesse. Neben Münster standen noch Bonn und München auf dem Reiseplan der spanischen Experten.
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Ausstellung der Künstlervereinigung "pArt 96" (27.10.2003)
In regelmäßigen Abständen finden im Foyer der Raphaelsklinik Ausstellungen unterschiedlicher Art statt. Wir freuen uns, diesmal die Künstlervereinigung "pArt 96" aus dem Umfeld Münsters der Öffentlichkeit vorstellen zu dürfen. Ausstellungseröffnung war am Montag, 27.10.2003 ab 19:00 Uhr im Foyer der Klinik. Als Gastredner konnten wir den Bürgermeister der Stadt Münster, Günter Schulze Blasum begrüßen. Zur musikalischen Bereicherung des Abends hat Hans Josef Klaus (Saxophon) beigetragen.
Albachtener Künstler trafen sich 1993 erstmals zum regelmäßigen Informationsaustausch. 1996 entstand aus dem “Stammtisch” ein Verein, der “Förderverein Albachtener Künstlerstammtisch e.V.” mit dem Ziel, neben der Veranstaltung von Ausstellungen auch Künstler zu fördern.
Kurz nach der Gründung des Vereins wurde das Internationale Kunst- und Musikfest ins Leben gerufen. Drei Veranstaltungen sind bislang erfolgreich durchgeführt worden.
Die beiden letzten Veranstaltungen 1999 und 2001 standen im Zeichen der Partnerstädte Rjasan und Lublin. Es enstand ein reger Austausch zwischen den Künstlern - allen voran die Partnerstadt Rjasan.
Die Verlagerung des Schwerpunktes der Vereinsarbeit schlug sich auch in der Namensgebung nieder: “pArt 96 e.V. - Kulturaustausch mit Künstlern aus den Partnerstädten Münsters”.
So öffnet sich auch für die Künstler des Vereins die Möglichkeit, mit den Künstlern der Partnerstädte nicht nur eine fachliche und menschliche Beziehung aufzubauen, sondern auch Ausstellungen vor Ort zu veranstalten.
Das Faltblatt zur Ausstellung als PDF-Dokument
Impressionen der Ausstellung und Ausstellungseröffnung
Kontakt & Bewerbungsanschrift:
pArt 96
In der Weede 2
48163 Münster
fon: 02536 / 68 70
fax: 02536 / 34 23 25
mpAtelier@arcor.de
http://www.wwwpart96.de/
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Klinischer Abend in der Raphaelsklinik (13.10.2003)
Herzklappenfehler, Bluthochdruck, Rhythmusstörungen, der ständig laufende Motor unseres Blutkreislaufs ist empfindlich und wird mit steigendem Alter zunehmend störanfälliger. Beim klinischen Weiterbildungsabend der Raphaelsklinik unter der Leitung von Prof. Dr. Claus Spieker informierten sich niedergelassene Ärztinnen und Ärzte über den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung zum Thema „Kardiologie des Alters“.
Die Zuhörer trafen auf namhafte Spezialisten, die wertvolle Einblicke in die Erkenntnisse ihrer Arbeit mit herzerkrankten Patientinnen und Patienten gaben. Bei der Behandlung von Herzklappenfehlern, die im Alter in erster Linie durch zunehmende Verkalkung entstehen, hat sich laut Prof. Dr. Dieter Horstkotte, Direktor des Herz- und Diabeteszentrums in Bad Oeynhausen, der Einsatz des Herzkatheters durchgesetzt. Ebenso wichtig wie die passende Operationsmethode sei nach Meinung des Experten allerdings auch die Wahl der richtigen Medikamente, die nach dem Eingriff vor Folgeschäden schützen sollen. Auch der richtige Zeitpunkt der Operation wird nach Auffassung Horstkottes oft verpasst. Moderne Untersuchungsmethoden und die Sachkenntnis des behandelnden Arztes seien hier von großer Bedeutung.
Dass es sich beim Bluthochdruck im Alter und dem in der Jugend vermutlich um zwei grundlegend unterschiedliche Erkrankungen handelt, zu diesem verblüffenden Ergebnis kam Prof. Dr. Walter Zidek, Präsident der Deutschen Hochdruckliga und Direktor der Medizinischen Klink IV an der Berliner Charité in seinem Vortrag. Im Alter verlieren die großen Arterien, die das Blut vom Herzen in den Körper leiten, zunehmend an Dehnbarkeit. Der „Windkesseleffekt“, der für einen möglichst gleichmäßigen Fluss des Blutstroms durch den Körper sorgt, funktioniert nur noch eingeschränkt. Übliche Hochdruckmedikamente sind hier machtlos, sie wirken hauptsächlich auf die haarfeinen Kapillargefäße. Neue Medikamente seien gegenwärtig noch in der Erprobung.
Kritisch beleuchtet wurden aktuelle Studien aus den USA, die eine bestimmte Gruppe von Medikamenten zur Bluthochdrucktherapie empfehlen. Diese Diuretika, die ein verstärktes Ausschwemmen von Wasser aus dem Körper bewirken, werden wegen ihrer geringen Kosten vom Deutschen Gesetzgeber favorisiert. Ob sie tatsächlich immer das Mittel der Wahl sind, stellen die Ergebnisse einer Australischen Studie ebenso wie Zidek in Frage.
Der Münsteraner Internist und Kardiologe Dr. Christian Fechtrup beendete den klinischen Abend in der Raphaelsklinik mit einem Bericht über seine Erfahrungen bei der Umsetzung kardiologischer Leitlinien in der Praxis. Die klinischen Abende der Raphaelsklinik finden regelmäßig statt und geben Ärztinnen und Ärzten und dem Raum Münster die Gelegenheit, sich in Fragen der medizinischen Forschung auf dem Laufenden zu halten.
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Ausstellung des Fotografen Nguyen Manh Ngoc (15.08.2003)
Manh Ngoc wurde 1961 in Saigon (Vietnam) als jüngster Sohn eines der bekanntesten Fotografen seiner Heimat geboren. Schon als Kind begleitete er seinen Vater auf Fotoreisen durch das ganze Land und entdeckte auf diese Weise früh die Liebe zur Fotografie. Seitdem ist er von der Kunst der Fotografie beseelt.
Manh Ngoc kehrte nach seiner Flucht als Boat-People auf der “Cap Anamur” im Jahr 1980 regelmäßig nach Vietnam zurück, um das Land und die Menschen seiner ehemaligen Heimat zu fotografieren. Schwerpunkt seiner Arbeiten ist die Schwarz/Weiß-Fotografie.
Für Manh Ngoc ist der Moment des Fotografierens erst der Anfang auf dem Weg zum fertigen Kunstwerk. Die anschließende Dunkelkammerarbeit eröffnet ihm die kreativen Möglichkeiten, Fotos nach seinen Ideen zu gestalten und auszuarbeiten. In letzter Zeit kommt bei der Bearbeitung seiner Bilder zunehmend der Computer zum Einsatz, ohne dass die Technik hierbei zum Selbstzweck wird. Viele Werke von Manh Ngoc sind Musterbeispiele für den gekonnten Einsatz traditioneller Fotomontagetechniken und moderner Bildbearbeitungsprogramme, ohne die Bilder ihrer natürlichen Schönheit und Seele zu berauben.
Er ist Mitglied im “Deutschen Verband für Fotografie” (DVF) und nimmt seit 1994 sehr erfolgreich an nationalen und internationalen Wettbewerben teil. Viele Medaillen in Gold, Silber und Bronze, sowie Urkunden und Trophäen hat er inzwischen gewonnen. Zur Zeit sind es etwa 100 internationale Preise. Seine Einzelausstellungen wurden unter anderem in Hamburg, Rostock und Los Angeles (USA) gezeigt. Als internationaler Juror wurde er mehrmals für den größten internationalen Fotokunstsalon “Austria Super Circuit” (ASC) eingeladen.
Die umfangreiche Ausstellung in der Raphaelsklinik zeigt zwei Schwerpunkte seiner Arbeit. Im ersten Geschoss finden sich Werke aus Vietnam, aufgenommen in erster Linie in Schwarz/Weiß. Sie bieten ungewöhnliche Einblicke in dieses faszinierende Land. Im Foyer der Klinik ist der neue Münster-Zyklus zu sehen, der hier erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Die Werke aus Münster bestechen durch ihre leuchtenden Farben und zum Teil sehr ungewöhnlichen Perspektiven.
Text: Nguyen Manh Ngoc / Michael Bührke
Faltblatt zur Ausstellung
Impressionen der Ausstellung und Ausstellungseröffnung
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Bildgestützte Navigation revolutioniert OPs beim künstlichen Gelenkersatz (01.08.2003)
Knie- und Hüftimplantationen zählen zu den häufigsten orthopädischen Eingriffen. Rund 150.000 künstliche Hüften und 60.000 Kniegelenke werden in Deutschland pro Jahr eingesetzt. Höhere Präzision bei diesen Eingriffen und verbesserte klinische Ergebnisse sind deshalb das zentrale Anliegen von Priv.-Doz. Dr. Gunnar Möllenhoff, Chefarzt der Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie. Um dieses Ziel zu verwirklichen, setzen die Chirurgen der Raphaelsklinik jetzt das 3D-Navigationssystem VectorVision compact der BrainLAB AG ein.
Erste Studienergebnisse haben gezeigt, dass mit dieser computergestützten Operationstechnik präzisere Eingriffe möglich sind als mit herkömmlichen Techniken. Die Raphaelsklinik ist bislang das einzige Klinikum in Münster, das seinen Patienten die Behandlung mit Navigationstechnologie in der Knieendoprothetik anbietet. Mit dem computergesteuerten Operationssystem lässt sich der chirurgische Gelenkersatz durch bildgestützte Navigation optimieren. Mit Hilfe des Systems kann der Einsatz des Implantats zuvor genau geplant und das Ergebnis vor Abschluss der OP am Computer durch Simulation überprüft werden. Während des Eingriffs kann der Chirurg die Bewegung seiner Instrumente in Echtzeit am Computerbildschirm verfolgen und sieht außerdem, ob die Prothese entsprechend der vom System errechneten Beinachsen positioniert wurde. Das Ergebnis: Höhere Genauigkeit im Kniegelenksersatz und damit besserer Sitz der Prothesen. Darüber hinaus kann der Patient dank der verbesserten Positionierung von einer längeren Lebensdauer der Implantate profitieren. Im März kommenden Jahres wird die Unfallchirurgische Abteilung der Raphaelsklinik ein Symposium veranstalten, auf dem führende Unfallchirurgen und Orthopäden aus dem gesamten deutschsprachigen Raum sich in Münster versammeln werden, um die vorliegenden Ergebnisse und Zukunftsperspektiven dieser Technologie zu diskutieren.
Weitere Infos zum Einsatz
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Niedergelassene Ärzte informieren sich in der Raphaelsklinik über Gonarthrose (20.07.2003)
Die Arthrose, also der zunehmende Verschleiß der Gelenke, ist eine der häufigsten Erkrankungen des Skelettsystems. Die Ursachen für diese schmerzhafte Erkrankung, die besonders häufig die Kniegelenke betrifft, liegen in der Überalterung der Gesellschaft, falsch verstandenem Ehrgeiz beim Sport und vor allem beim Übergewicht. Was mit Steifheits- und Spannungsgefühlen beginnt, kann mit ständigen Schmerzen enden, die das Gehen fast unmöglich machen.
80 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte informierten sich in der Raphaelsklinik während eines Symposiums der Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie unter der Leitung des Chefarztes Priv.-Doz. Dr. Gunnar Möllenhoff über den aktuellen Stand von Therapie und Forschung bei verschleißbedingten Erkrankungen des Kniegelenkes (Gonarthrose).
Das beschädigte Knorpelgewebe des Gelenks kann durch Medikamente, zu denen auch viele Naturheilmittel zählen, nicht wiederhergestellt werden. Daher haben entsprechende Präparate, wie die Priv.-Doz. Dr. Susanne Fuchs von der Klinik für allgemeine Orthopädie der Universität Münster in ihrem Beitrag erläutert, in erster Linie schmerzstillende Wirkung.
Wenn es zur Operation kommt, steht in der modernen Medizin ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur Verfügung, das von Priv.-Doz. Dr. Christoph Erggelet vom Department für Orthopädie und Traumatologie der Universität Freiburg umrissen wird. Ermutigende Frühergebnisse liefert hierbei in neuester Zeit die Transplantation von Knorpelgewebe. Eine Operationsform, die allerdings nicht für jeden Patienten in Frage kommt, wie der Experte einschränkend erläutert.
Prof. Dr. Martin Starker von der Klinik für Orthopädie am St. Johannes- Hospital in Duisburg-Hamborn schildert Erfolge bei der Umstellungsosteotomie. Hier wird der Knochen operativ durchtrennt und in einem leicht veränderten Winkel wieder zusammengesetzt, so dass die Belastungen für das geschädigte Knie günstiger verteilt werden. Der Einsatz einer Knieprothese kann auf diese Weise um Jahre hinausgezögert werden.
Auch auf dem Gebiet der Implantation künstlicher Kniegelenke macht die Medizin große Fortschritte. Gegenwärtig werden in Deutschland jährlich etwa 60.000 solcher Endoprothesen implantiert, Tendenz stark steigend. Wie die moderne Technik dem Chirurgen und damit auch dem Patienten bei solchen Eingriffen hilft, erläutert Dr. Matthias Wiese von der Orthopädischen Universitätsklinik des St. Elisabeth-Hospitals in Bochum. Neue Perspektiven bietet hierbei die computergestützte Navigation bei der Implantation künstlicher Gelenke, wie sie in der Raphaelsklinik kürzlich eingeführt wurde. Sie erhöht die Präzision bei der Implantation deutlich. Auf lange Sicht ist damit eine längere Haltbarkeit und Stabilität des Gelenks zu erwarten.
Zum Abschluss der Veranstaltung stellt Dr. Stefan Schüling vom Zentrum für ambulante Rehabilitation (ZaR) in Münster die Möglichkeiten der Nachbehandlung durch krankengymnastische Methoden dar. Fazit der Veranstaltung ist, dass es gegenwärtig keinen „Königsweg“ für die Therapie der Gonarthrose gibt. Der Arzt wird gemeinsam mit seinem Patienten individuell das optimale Behandlungsverfahren auswählen.
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Experten der Raphaelsklinik stehen Rede und Antwort (16.07.2003)
Am Freitag (18. Juli 2003) haben die Leserinnen und Leser der "Westfälischen Nachrichten" während einer Telefonaktion die Möglichkeit, Experten der Raphaelsklinik Fragen rund um das Thema "Schilddrüsenerkrankungen" zu stellen. Priv.-Doz. Dr. Karl-Heinz Dietl, Dr. Lothar Biermann, Dr. Andreas Koch und Dr. Kuros Sina stehen unter 0251/690-580 von 14:30 bis 16:30 Uhr zur Verfügung, um sich den Fragen der Anruferinnen und Anrufer zu stellen.
Erkrankungen der Schilddrüse sind sehr verbreitet. Überfunktionen, Unterfunktionen, Entzündungen und Tumoren, die Ursachen können vielfältig sein. Dabei beeinträchtigt eine Fehlfunktion der schmetterlingsförmigen Drüse am Kehlkopf nicht nur das Wohlbefinden des Betroffenen. Schlaflosigkeit, Unruhe, Reizbarkeit und Konzentrationsschwächen können ihre Ursache in einer Schilddrüsenüberfunktion haben und verändern somit den Charakter des Erkrankten so sehr, dass soziale Probleme daraus erwachsen können. Inzwischen sind Erkrankungen der Schilddrüse sehr gut medikamentös zu therapieren, so dass in vielen Fällen das Skalpell des Chirurgen nicht zur Anwendung kommen muss.
Siehe auch "Gemeinsamer Preis für Ärzte der Raphaelsklinik und der Universitätsklinik" im Newsarchiv 2002
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Verein gegründet (10.06.2003)
Im Juni wurde der "Verein zur Förderung der Traumatologie und Endoprothetik an der Raphaelsklinik" gegründet. Zweck des Vereins ist die Förderung der medizinischen Wissenschaft, insbesondere der Traumatologie und Endoprothetik an der Raphaelsklinik. Hauptsächlich wird der Verein die Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen und Forschungsvorhaben sowie die Anschaffung von Sachmitteln verwirklichen.
Zum Foto: Es versammelten sich zur Vereinsgründung in Münster (v.l.): Michael Bührke (Schriftführer), Dr. Jochen Neuhaus, Dr. Paul Lodde (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Maurice Püllen (Kassierer), Dr. Bernhard Egen (Vorsitzender), Martin Kösters (Beisitzer), PD Dr. Gunnar Möllenhoff (Beisitzer) und Dr. Till Guttke.
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Verstärkung für die Neurologie (30.05.2003)
Dr. Gideon Enck erweitert seit Mai 2003 das erprobte Team der neurologischen Belegärzte von Dr. Joachim Elbrächter und Dr. Hans Bernd Rickert an der Raphaelsklinik.
Der 1970 in Unna geborene Enck fand schon früh den Weg in die Medizin und entdeckte seine Begeisterung für die Neurologie bereits vor dem Studium. So betreute er nach dem Abitur im Zivildienst an der Karl-Brauckmann-Schule in Holzwickede geistig behinderte und autistische Kinder. Es folgte das Medizinstudium in Münster, das 1997 in die Promotion „magna cum laude“ mündete. 1998 machte Enck als Arzt im Praktikum erste Erfahrungen mit der Raphaelsklinik, bevor er sich in der Neurologie am Herz-Jesu-Krankenhaus in Münster-Hiltrup und später im St. Rochus-Hospital in Telgte unter anderem in den Bereichen Elektroenzephalographie (EEG), Elektromyographie (EMG), evozierte Potentiale (EP), Doppler- und Duplexsonographie und neurologische Intensivmedizin weiterbildete. In diesem Jahr erwarb er den Facharzttitel in der Neurologie.
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Erstmals Mentorenfortbildung in der Raphaelsklinik (30.05.2003)
Wenn Auszubildende, Praktikanten oder Pflegepersonal im Krankenhaus auf eine neue Station kommen, gibt es zunächst jede Menge Fragen. Fragen zu speziellen Arbeitsabläufen, Therapieformen oder Pflegekonzepten. Auszubildende müssen abhängig vom Ausbildungsstand zudem unterschiedliche Pflegetechniken bis hin zum komplexen Aufgabenbereich der pflegerischen Betreuung einer Patientengruppe erlernen. Um dem steigenden Qualitätsanspruch an die Ausbildung im Krankenhaus gerecht zu werden, bildet die Raphaelsklinik seit kurzem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Verbund der Misericordia GmbH zu Mentoren aus.
Diese speziell geschulten Pflegekräfte werden in Zukunft die praktische Ausbildung in ihren Abteilungen individuell planen, organisieren, durchführen und weiterentwickeln. In der siebenmonatigen Fortbildung stehen Fächer wie Kommunikation, Pädagogik, Berufspolitik, Zeitmanagement, Stressbewältigung aber auch juristische Themen wie Arbeitsschutz und Haftungsrecht auf dem anspruchsvollen Lehrplan. Ziel ist die Weiterentwicklung und Professionalisierung der Auszubildendenanleitung zur Qualitätsverbesserung der praktischen Ausbildung als auch die Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die optimale pflegerische Versorgung der Patientinnen und Patienten gemäß moderner Pflegekonzepte. Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit zwischen der Krankenpflegeschule und der Pflegedirektion der Raphaelsklinik. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen in erster Linie aus der Raphaelsklinik und dem Clemenshospital. „Die Praxiserfahrung der zukünftigen Mentoren wird gezielt in den Unterricht einbezogen.“ erläutert die Pflegedirektorin der Klinik Svetlana Mielke ein Merkmal der Fortbildung. Gemeinsam mit der Pflegepädagogin Karin Große Sudhoff ist sie für Inhalt und Durchführung der Mentorenfortbildung verantwortlich. Nach dem erfolgreich bestandenen Abschlusskolloquium erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Zertifikat.
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Gonarthrose - eine Standortbestimmung (19.05.2003)
Eine Fortbildungsveranstaltung der Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der Raphaelsklinik Münster in Zusammenarbeit mit der Akademie für ärztliche Fortbildung der Ärztekammer Westfalen-Lippe
Termin: Mittwoch, 09.07.2003 15:30-19:30 Uhr
Ort: Konferenzraum in der 5. Etage des denkmalgeschützten Hochhauses der Raphaelsklinik.
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Ursula Dullweber nach 24 Jahren in den Ruhestand verabschiedet (08.05.2003)
Das Konzept sieht die Anleitung eines Auszubildenden im ersten Ausbildungsjahr durch einen im dritten Ausbildungsjahr vor. Diesem steht eine examinierte Pflegekraft als Mentor zur Seite. Die Praxisanleitung hat sich als Gewinn für alle Beteiligten und als wirkungsvolles Instrument zur engmaschigen Verzahnung von Krankenpflegeschule und Ausbildungsstelle erwiesen und wurde inzwischen von vielen anderen Krankenhäusern übernommen.
Häufig melden sich Schwestern oder Pfleger telefonisch oder per E-Mail in der Krankenpflegeschule der Raphaelsklinik, um sich nach Jahren bei Dullweber für die fundierte Ausbildung zu bedanken. Im Ruhestand möchte sie die englische Sprache erlernen, sich im Sportverein fit halten und sich vermehrt ihrem Garten und dem Radfahren widmen. „Ach ja, Geschichte möchte ich auch noch studieren“ skizziert Dullweber während einer kleinen Verabschiedungsfeier ihre ambitionierten Pläne für den Ruhestand.
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In eigener Sache - Raphaelsklinik.de 2.0 (08.05.2003)
Wir hoffen, daß das neue Layout bei den Besuchern ankommt. Die Website wurde für eine Darstellung von mindestens 1024 x 768 Pixeln sowie für den Internet Explorer ab Version 5 optimiert, den weit über 90% unserer Besucher benutzen.
Wir hoffen nun, daß Sie auch im veränderten Design zu den Informationen gelangen, die Sie interessieren.
Natürlich arbeiten auch wir nicht fehlerfrei. D.h., wir bitten Sie, sollten Ihnen Fehler, falsche Links u.ä. beim Besuch unserer Website auffallen, lassen Sie es uns bitte wissen, entweder per Mail oder tragen Sie sich in unser Gästebuch ein.
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Vorbildliches Rooming-In auf der Entbindungsstation (05.05.2003)
Rooming-in bedeutet die gemeinsame Unterbringung von Mutter und Kind im selben Zimmer der Entbindungsstation des Krankenhauses. Wurden Mütter und Babys noch vor wenigen Jahren mitunter durch Etagen getrennt untergebracht, ist das Rooming-in Verfahren heute in nahezu jedem Krankenhaus mehr oder weniger konsequent umgesetzt. Dass dies so ist, liegt nicht zuletzt an der Osnabrücker Professorin Doris Schiemann (Foto), die durch ihre Forschungsarbeit den Gedanken des Rooming-in in Deutschland populär machte. Um ihren Studierenden die Erfahrungen mit diesem Konzept am praktischen Beispiel zu demonstrieren, besuchte sie mit dem sechsten Semester des Studiengangs Krankenpflegemanagement der Fachhochschule Osnabrück die geburtshilfliche Station der Raphaelsklinik.
"Die Raphaelsklinik ist weit und breit einzigartig bei der konsequenten Umsetzung des Konzeptes Rooming-in" erläutert Schiemann ihre Entscheidung bis nach Münster zu reisen, um mit Kinderkrankenschwestern und Hebammen über die Vor- und Nachteile dieses Verfahrens zu diskutieren. "Das klassische Kinderzimmer ist überholt" erläutert die Hebamme Andrea Horstmeier den Besuchern. Das Kind ist ab der ersten Minute bei der Mutter, damit sich die wichtige Beziehung zwischen Mutter und Kind ungestört entwickeln kann. Zu jeder Zeit ist geschultes Personal in der Nähe, um bei eventuellen Startschwierigkeiten in dieser engen Beziehung beratend zur Seite zu stehen. "Wir betrachten Mutter und Kind als Einheit" fügt die erfahrene Hebamme hinzu, dadurch kann auf die speziellen Bedürfnisse und Zeitabläufe der jungen Familie spontan reagiert werden. "Das erfordert auch vom Personal ein hohes Maß an Flexibilität. Wir bringen den Müttern zum Beispiel das Frühstück erst dann, wenn es in den Ablauf von Mutter und Kind passt und nicht, wenn es der Stationsablauf vorschreibt." schildert die Stationsleitung Marion Strietholt ein Beispiel aus der Praxis. Sollte die Mutter nach der anstrengenden Entbindung doch mal etwas Ruhe brauchen, besteht weiterhin die Möglichkeit, das Kind vorübergehend in die Obhut der geschulten Kinderkrankenschwestern zu übergeben. "Ein Angebot, von dem die Mütter hin und wieder Gebrauch machen. Die Regel ist dies aber nicht" weiß Strietholt aus der Praxis zu berichten. Kinderkrankenschwestern und Hebammen arbeiten nach dem Prinzip der integrativen Wochenbettpflege eng zusammen und betreuen die Eltern gemeinsam. Dies bewirkt einen besseren Überblick aller Beteiligten und steigert somit das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der jungen Mütter. Dank der neuen Hebammensprechstunde in der Raphaelsklinik stehen der jungen Familie auch lange nach der Entlassung kompetente Ansprechpartnerinnen mit Rat und Tat zur Seite.
Informationen zur Entbindung in der Raphaelsklinik gibt es auf unserer Homepage, telefonisch unter (0251) 5007-2400 oder bei den Kreißsaalführungen an jedem ersten Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr, Treffpunkt ist an der Pforte, eine Anmeldung ist nicht notwendig.
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Neuer CT an der Raphaelsklinik (14.04.2003)
Seit im Jahr 1979 der Nobelpreis für Medizin für die Entwicklung der Computertomographie vergeben wurde, machten diese außergewöhnlichen Diagnosegeräte eine rasante Entwicklung durch. Eines der modernsten Geräte steht seit neuestem in der Raphaelsklinik. Was auf den ersten Blick wie ein Flugzeugtriebwerk aussieht, ist die üblicherweise geschlossene Vorderseite des neuen Computertomographen (CT) der Firma Toshiba. Das Gerät gehört zu den schnellsten, die derzeit weltweit im Einsatz sind. In nur zwei bis drei Minuten kann der Patient vom Scheitel bis zur Sohle inklusive Knochen und inneren Organen mit sehr großer Detailgenauigkeit dargestellt werden.
Lunge oder Bauchorgane sind in wenigen Sekunden untersucht, selbst feinste Gefäße des schlagenden Herzens werden dabei deutlich sichtbar, so dass in vielen Fällen auf belastendere (invasive) Untersuchungsmethoden verzichtet werden kann.
Durch die gleichzeitige Aufnahme von 16 Schichten ist das Gerät rund zwölf Mal schneller als bisherige CT, pro Bild werden lediglich 50 Millisekunden benötigt. Einen halben Millimeter ist jede Schicht dabei dünn. Der Computer errechnet aus den gewonnenen Daten ein gestochen scharfes Bild, auf Wunsch dreidimensional und in Farbe. Wer also zukünftig in der Raphaelsklinik zur Untersuchung „in die Röhre“ muss, braucht nur noch für kurze Zeit die Luft anzuhalten. Das verwendete Kontrastmittel wird niedrig dosiert, so dass die körperliche Belastung für den Patienten gering gehalten wird.
Auch die Strahlenmenge wurde durch den Einsatz empfindlicher Sensoren auf ein Minimum reduziert. Die Qualität der Abbildung hingegen übertrifft alle anderen weltweit im Einsatz befindlichen CT-Geräte bei vergleichbar geringer Schichtstärke bei weitem. Dies liegt unter anderem daran, dass durch die kürzere Untersuchungszeit auch bei unruhigen Patienten oder Kindern weniger „Verwacklungen“ bei den gewonnenen Bildern auftreten. „Wir können zum Beispiel bei Unfallopfern, die häufig mehrere sehr unterschiedliche Verletzungen aufweisen, durch das neue Gerät in Sekundenschnelle die richtigen Entscheidungen treffen. Auch bei Herzerkrankungen sind Aufnahmen mit bislang nicht gekannter Genauigkeit möglich. Dies kann im Ernstfall Leben retten.“, beschreibt der Chefarzt der Radiologie der Raphaelsklinik, Dr. Rolf Cromme, die Vorzüge des Gerätes. Auch bei der Planung von Operationen ist der neue CT eine wertvolle Hilfe. Die Liegefläche ist ungewöhnlich lang, dadurch lassen sich größere Abschnitte des Patienten in einem Durchgang untersuchen. Der Computertomograph wird in Zukunft nicht nur den Patienten der Raphaelsklinik zu Gute kommen, auch niedergelassene Ärzte und die Radiologen im Ambulanzzentrum der Klinik werden von dem neuen Stück Hightech profitieren.
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Krankenpflegeexamen 2003 (20.03.2003)

Die Krankenpflegeschule der Raphaelsklinik wurde 1909 gegründet und ist somit möglicherweise die älteste Nordrhein-Westfalens. Mindestens 1.600 Theoriestunden und weitere 3.000 praktische Stunden umfasst die dreijährige Krankenpflegeausbildung. Erst nach dem Bestehen der abschließenden mündlichen, schriftlichen und praktischen Prüfungen vor dem staatlichen Prüfungsausschuss der Krankenpflegeschule darf die Berufsbezeichnung "Krankenschwester" oder "Krankenpfleger" geführt werden.
17 Auszubildende der Krankenpflegeschule der Raphaelsklinik freuen sich in diesem Jahr gemeinsam mit ihren Prüfern und Dozenten über den erfolgreichen Abschluss des Krankenpflegeexamens. V.l.: Ursula Dullweber, Katharina Klimt, Mario Kosel, Annemarie Bär, Oliver Arens, Gabriela Beer, Jan Alexander Hördemann, Kira Kleeschulte, Anna Schulze Wartenhorst, Sabrina Roters, Katharina Glade, Nadine Knötgen, Britta Radstaak, Stefanie Rohjans, Julia Müller, Matthias Vahlhaus, Katharina Lück, Markus Bermes, Dr. Karin Alexewicz, Norbert Thyen und Roswitha Zeisberg. Ursula Dullweber wurde während der Examensfeierlichkeiten nach über 23 Jahren Tätigkeit an der Krankenpflegeschule in den Ruhestand verabschiedet.
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Ausstellung des italienischen Künstlers "Ciro" vom 27.03. bis zum 11.04.2003 (07.03.2003)
Erstmals stellt die Raphaelsklinik in ihrem neuen Foyer Werke eines internationalen Künstlers aus. Bei der architektonischen Gestaltung des neuen Foyers der Raphaelsklinik wurde von Anfang an darauf Wert gelegt, dass optimale Bedingungen für die Ausstellung von Kunstobjekten geschaffen werden. Das Foyer und die Galerie bieten perfekte Bedingungen, die ausgestellten Werke des italienischen Künstlers Roberto Cipollone ("Ciro") einem breitgefächerten Publikum zu präsentieren.
1947 in Pescara (Abruzzen) geboren, verbringt Roberto Cipollone (Ciro) seine Kindheit im Umkreis der väterlichen Gießerei. Gedrängt von einer großen Liebe zur Natur und zugleich von einer stark spirituellen Dimension versucht er jede Möglichkeit auszunutzen, dieses Wesen durch Gemälde, Zeichnungen und Gravurarbeiten auszudrücken. Sehr früh beteiligt er sich an den verschiedenen künstlerischen Initiativen seiner Heimatstadt.Von 1970 bis 1976 hält er sich in Holland auf, wo er neben der täglichen Arbeit in einer Bolzenfabrik gemeinsam mit dem Goldschmied Joop Falke Kunstobjekte entwickelt. Seit 1977 lebt und arbeitet Cipollone in Loppiano bei Florenz, wo er von einem kulturell überaus reichen und fruchtbaren Umfeld angeregt wird, welches nicht zuletzt durch seinen Beitrag geprägt ist und für das er gleichzeitig einen Bezugspunkt darstellt. In seiner Künstlerwerkstatt mittelalterlicher Prägung, der “Bottega di Ciro”, verwirklicht er Skulpturen und Kompositionen mit alten, weggeworfenen Materialien, hauptsächlich Holz und Eisen, fallweise kombiniert mit Stein, Bronze, Glas, Stoffen, Leder usw. Die Werke Cipollones laden ein, die Wirklichkeit mit anderen Augen zu sehen. Einfachste Alltagsgegenstände werden zu neuen Formen vereint; weggeworfen, von der Gesellschaft längst als wertlos abgetan, erstehen sie - in einer Art von Wiedergutmachung - zu einem neuen Leben. Der Künstler wird zum Mittler zwischen dem Objekt und dem Betrachter, der die Schönheit des Einfachen und die Einfachheit des Schönen entdeckt. Seit 1982 hat er wiederholt in Italien, Deutschland, der Schweiz und in Belgien ausgestellt, oft auch im Freien, um den Dialog mit den Leuten von der Straße zu fördern. Seit 1991 werden ihm in Österreich, Deutschland und Italien Ausgestaltungsarbeiten sakraler Räumlichkeiten anvertraut.
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Neue Zentralsterilisation (31.01.2003)
"Mit dieser Anlage sind wir technisch auf dem neuesten Stand!" ist sich Anja Meyer, die technische Sterilisationsassistentin und Leiterin der neuen Zentralsterilisation der Raphaelsklinik sicher. Jeder Tupfer, jede Pinzette und jedes Skalpell, das irgendwann bei der Behandlung eines Patienten eingesetzt werden wird, durchläuft in der neuen Abteilung im Untergeschoss der Klinik einen komplizierten Prozess der Reinigung und Sterilisation.
In großen Metallsieben werden dabei die speziellen Instrumente zusammengefasst, die für bestimmte Eingriffe benötigt werden. "Dies hier ist zum Beispiel ein Set, das im OP für Bauchoperationen benötigt wird." erklärt Meyer sachkundig die unüberschaubare Vielzahl an Klammern, Scheren und Haken, die penibel sortiert auf einem Sieb aus der Reinigungskammer kommen. Nach der anschließenden Funktionskontrolle werden sie bei 134 Grad etwa eine Stunde lang in der Dampfkammer sterilisiert. Elektronisch wird während des gesamten Prozesses aufgezeichnet, wann jedes Instrumentensieb durch welche Apparatur gelaufen ist, was dort mit ihm geschehen ist und welche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den Gegenständen in Kontakt kamen. Diese Informationen werden gespeichert und der Patientenakte beigefügt, so dass es auch Monate nach einem Eingriff möglich ist, den genauen Reinigungsablauf zurück zu verfolgen. Wenn nach der insgesamt rund vierstündigen Prozedur auch dem letzten versteckten Keim der Garaus gemacht wurde, ist das höchstmögliche Maß an Sicherheit vor Infektionen während eines Eingriffs durch eventuell verunreinigte Instrumente erreicht. Gefordert wird dieser hohe Aufwand vom Medizinproduktegesetz und den Notwendigkeiten des Qualitätsmanagements, die auch den fünf Mitarbeiterinnen der Abteilung viel Sachkenntnis abverlangen. Spezielle Schulungen waren notwendig, um hier eingesetzt werden zu können. Der operierende Arzt oder die OP-Schwester merken unterdessen wenig von der Leistung der Hightech-Anlage im Untergeschoss der Raphaelsklinik. Für sie und den Patienten entstehen durch die neue Zentralsterilisation kein Mehraufwand, nur ein Mehr an Sicherheit.
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