Newsarchiv 2006
Inhalt

 Raphaelsklinik holt den Misericordia-Cup 2006
 Ärztekammer zertifiziert Brustzentrum
 Raphaelsklinik zeigt Werke der "Artothek"
 Vorankündigung: Ulla Schmidt kommt in die Raphaelsklinik
 Gipsverbände im Akkord
 Raphaelsklinik ist bereit für die WM
 Gipfeltreffen der Neurologie
 Gemeinsame Initiative gegen den Darmkrebs
 Wenn Schmerzen zur Qual werden
 Zukünftige Babysitter mit Diplom
 Krankenpflegeexamen 2006
 3. Endoprothetik-Forum auf Gut Havichhorst
 Raphaelsklinik zeigt "Imaginationen" von Christel Hoffmann-Hut
 Clemensschwestern bauen altengerechte Wohnungen
 Manfred Fehrenkötter ist neuer Pflegedirektor an der Raphaelsklinik
 Mehr Zeit für die Sorgen der Patienten
 Endoprothetik Forum Münster 2006
 Begeistertes Publikum bei Austellungseröffnung
 Elektronische Visite am heimischen Bett
 Sternsinger besuchen Raphaelsklinik


Raphaelsklinik holt den Misericordia-Cup 2006 (13.08.2006)

Der morgendliche Blick zum Himmel trieb den Organisatoren des diesjährigen Familienfestes der Misericordia Krankenhausträgergesellschaft die Sorgenfalten auf die Stirn. Graue Wolken und Nieselregen sind denkbar schlechte Voraussetzungen für ein fröhliches Fest, bei dem Fußballmannschaften aus fünf Krankenhäusern gegeneinander antreten sollen.

Pünktlich zum Anpfiff verzogen sich jedoch die Wolken und Petrus schaltete die Flutlichtanlage an.
Die Mitarbeitervertretung der Klinik organisierte auf dem DJK-Sportgelände an der Grevener Straße ein launiges Kräftemessen zwischen Mitarbeitern des Clemenshospitals, des Franz-Hospitals in Dülmen, des Augustahospitals in Anholt, des Walburga-Krankenhauses in Meschede und der gastgebenden Raphaelsklinik. Auf dem Rasen schwitzten dabei keine Profis, vielmehr mühten sich Ärzte, Pflegepersonal, Techniker und Verwaltungsangestellte um den Wanderpokal, der jedes Jahr an eines der Häuser vergeben wird. Die Schlachtenbummler ließen die Begeisterung der zurückliegenden Fußball-Weltmeisterschaft wieder aufleben und feuerten ihre Mannschaften leidenschaftlich an.
Anders als bei der WM gewannen dann allerdings die Gastgeber den Pokal. Der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung Oliver Ermonis hob die Bedeutung solcher Feste für die Stimmung innerhalb der Krankenhäuser hervor "Die bunte Zusammensetzung der Mannschaften aus vielen Berufsgruppen hat den Mitspielern viel Freude gemacht. Dass eine gute Kommunikation zu einem positiven Ergebnis führen kann, ist vielleicht auch ein gutes Signal für die Arbeit im Krankenhaus."

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Ärztekammer zertifiziert das Brustzentrum Münsterland® (11.07.2006)

Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung der Frau. Im Münsterland werden in jedem Jahr etwa 600 neue Diagnosen gestellt. Um dieser tückischen Krankheit den Kampf anzusagen, hat der Gesetzgeber die Gründung so genannter Brustzentren angeordnet. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe hat jetzt mit dem Brustzentrum Münsterland das erste kooperative Brustzentrum Nordrhein-Westfalens zertifiziert.

Das Brustzentrum Münsterland ist das erste von der Ärztekammer Westfalen-Lippe zertifizierte Brustzentrum in Nordrhein-Westfalen, das sich auf die Kompetenz von vier unterschiedlichen Kliniken stützt. Fachabteilungen des Clemenshospitals Münster, des Franz-Hospitals Dülmen, der Raphaelsklinik Münster und des St.-Vincenz-Hospitals Coesfeld haben sich bereits vor drei Jahren in dieser Einrichtung mit dem Ziel der optimierten Versorgung von Patientinnen mit Brustkrebserkrankungen zusammengeschlossen.
Kooperierende Partner sind das Institut für Pathologie am Clemenshospital sowie Abteilungen der Fachklinik Hornheide bei Münster und des Herz-Jesu-Krankenhauses in Hiltrup. Durch die dadurch erreichte eng vernetzte Versorgung der Patientinnen soll zukünftig die bestmögliche Diagnose und Therapie bei Erkrankungen der Brust erreicht werden. So hatte Dr. Hans-Joachim Bücker-Nott als Vertreter der Ärztekammer Westfalen-Lippe auch keine „Bauchschmerzen“ bei der Übergabe des Zertifikates an die leitenden Ärzte der Einrichtungen des Brustzentrums „Das Ergebnis Ihrer Kooperation ist nicht gut, es ist exzellent!“ lobte er die vorbildliche Zusammenarbeit der Experten.
Auch Dr. Gregor Dresemann vom Franz-Hospital Dülmen hebt die gute Kooperation aller beteiligten Kliniken hervor „Wir können uns alle aufeinander verlassen. Dieses Vertrauen ist in den letzten Jahren stark gereift.“
Dass mit der Zertifizierung der Weg noch nicht beendet ist, machte der Geschäftsführer des St.-Vincenz-Hospitals, Clemens Breulmann deutlich „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Eine Kooperation funktioniert erst dann perfekt, wenn alle Beteiligten ihre Notwendigkeit erkannt haben“

Das Brustzentrum im Internet: http://www.das-brustzentrum.de/

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Raphaelsklinik zeigt Werke der "Artothek" (30.06.2006)

„Wie die Raphaelsklinik nicht nur ein Ort des Heilens sondern auch der Begegnung ist, so ist auch die darstellende Kunst ein Ort der Begegnung. Sie haben also die interessante Chance in dieser Ausstellung sich selbst, der Kunst und den Künstlern in den Werken zu begegnen.“ Mit diesen Worten eröffnete die Vorsitzende des Stadtheimatbundes Dr. Ute Ewering am 29. Juni die Jahresausstellung der Künstlergruppe „Artothek“ im Foyer der Raphaelsklinik.

Die „Artothek“ wurde vor sechs Jahren mit einer Gemeinschaftsausstellung im Bürgerhaus Kinderhaus von Kinderhauser Künstlerinnen und Künstlern ins Leben gerufen. Auf Initiative der Bürgervereinigung Kinderhaus e.V. und des Bürgerhauses Kinderhaus hatten sich Kunstschaffende und -interessierte aus dem Stadtteil zusammengefunden, um ihre Arbeiten der Öffentlichkeit zu präsentieren und sich untereinander auszutauschen. Ungewöhnlich ist das Konzept der Gruppe, die Arbeiten ähnlich wie die Bücher in einer Bibliothek Interessierten zum Ausleihen zur Verfügung zu stellen. „Die Kunst soll aus dem Elfenbeinturm der Galerien dorthin gebracht werden, wo Menschen sind, Kunst soll in den Alltag integriert werden.“ charakterisiert Ewering in ihrer Gastrede das Besondere an der Motivation der „Artothek“.

Auffällig ist das breite Spektrum der gezeigten Arbeiten. „Die Herkunft, Arbeitsweise und Lebensgeschichte der Artothek-Mitglieder sind verschieden, und dennoch haben sie etwas Verbindendes: es ist die Lust am Gestalten, die allen Werken gemeinsam ist. Ein Konzept, das in der Ausstellung in erfrischender Weise zu Tage tritt.“ fasst Ewering zum Ende ihrer Rede die Qualitäten der gezeigten Werke zusammen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 06. August täglich von 9.00 bis 20.00 Uhr zu besichtigen.

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Vorankündigung: Ulla Schmidt kommt in die Raphaelsklinik (22.06.2006)

Am 13. September findet ab 16.00 Uhr in der Raphaelsklinik eine öffentliche Podiumsveranstaltung zum Thema „Integrierte Versorgung“ statt. Dieses neue Behandlungs-Modell strebt eine „Behandlung aus einem Guss“ an. Durch die stärkere Vernetzung zwischen Hausärzten, Fachärzten, Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen soll beispielsweise beim künstlichen Gelenkersatz eine Verbesserung der Qualität bei gleichzeitiger Kosteneinsparung erzielt werden.

Unklar ist allerdings, ob es sich hierbei um das Modell der Zukunft oder um ein Experiment auf Zeit handelt. Als Gäste haben sich die Bundesministerin für Gesundheit, Ulla Schmidt und die Bundestagsabgeordneten Daniel Bahr und Jens Spahn angekündigt. Zudem werden hochrangige Vertreter der Ärztekammer, der Kassenärztlichen Vereinigung, der Kostenträger und Leistungserbringer an der Diskussion beteiligt sein. Moderiert wird die Veranstaltung vom Chefredakteur der Westfälischen Nachrichten, Dr. Norbert Tiemann.

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Gipsverbände im Akkord (20.06.2006)

Lautes Gelächter ist normalerweise in der Unfallambulanz der Raphaelsklinik selten zu hören. Anders war dies beim Besuch der Schülerinnen und Schüler der Klasse 2A der Mauritzschule, die unter dem Motto „Wir besuchen die Eltern am Arbeitsplatz“ mit ihrer Vertretungslehrerin Conny Jonas die Klinik besuchten.

Im Akkord legten die Ambulanzpfleger Andreas Mönnig und Dieter Nonnhoff Gipsverbände an und beantworteten die vielfältigen Fragen der aufgeweckten Besucher zur Arbeit im Krankenhaus. Durch den lustigen Ausflug in die Raphaelsklinik sollte den Schülerinnen und Schülern auch die Angst vorm Krankenhaus genommen werden, falls ein zukünftiger Besuch mal einen ernsteren Hintergrund haben sollte.

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Raphaelsklinik ist bereit für die WM (09.06.2006)

Mit Spannung erwartet das Pflegepersonal der Unfallchirurgischen Station 5A der Raphaelsklinik die Fußball-Weltmeisterschaft. Sollte es bei den Spielen im Ruhrgebiet zu einer größeren Zahl an Verletzten kommen, würden einige von ihnen auch zur Klinik in Münsters Innenstadt gebracht werden. Auch OP-Teams und Operationssäle stehen auf Abruf bereit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Raphaelsklinik hoffen allerdings auf friedliche Spiele und drücken der Deutschen Mannschaft die Daumen!

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Gipfeltreffen der Neurologie (09.05.2006)

Anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums an der Raphaelsklinik ist es dem Belegarzt der Neurologie, Dr. Joachim Elbrächter gelungen, für einen Vortrag am 5. Mai zwei der renommiertesten Neurowissenschaftler Deutschlands zu gewinnen.

Prof. Dr. Karl Max Einhäupl ist Direktor der Klinik für Neurologie der Berliner Charité, war von 2001 bis 2006 Vorsitzender des Wissenschaftsrates und ist Träger des Bundesverdienstkreuzes. Er ist Ehrenmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie und Corresponding Member der American Neurological Association.
Breiten Raum nahmen in seinem Vortrag die Abläufe während eines Schlaganfalls ein. Doch auch die, laut Einhäupl „beiden häufigsten Fehldiagnosen in der Neurologie“ Kopfschmerz durch angebliche Probleme mit der Halswirbelsäule und Migräne wurden eingehend behandelt. „Auch wenn Sie denken, jetzt ist der Einhäupl völlig verrückt geworden sage ich Ihnen: Es gibt praktisch keinen Kopfschmerz, der von der Halswirbelsäule verursacht wird!“ erklärte der Experte den rund 180 Besuchern im Foyer der Raphaelsklinik während seines Vortrags.

Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer ist Direktor der Abteilung Psychiatrie III des Universitätsklinikums Ulm und Autor zahlreicher fachlicher und populärwissenschaftlicher Bücher. Freitags ist ab 22.45 Uhr auf BR-Alpha seine Sendung „Geist und Gehirn“ zu sehen. Spitzer widmete sich in seinem Vortrag dem Spezialgebiet der Neuroökonomie. Dies ist die interdisziplinäre Verknüpfung der Neurowissenschaften mit den Wirtschaftswissenschaften, um zu untersuchen, wie Menschen bestimmte wirtschaftliche Entscheidungen fällen. Die Neuroökonomie sucht Antworten nicht in Fragebögen oder Reaktionstests, sondern direkt da, wo die Reaktion entsteht: im Gehirn. Dazu wird der Konsument in einen Kernspintomographen gelegt und die Reaktion des Gehirns beispielsweise auf bestimmte Produkte oder während der Erwirtschaftung von Geldsummen untersucht.

Elbrächter bedankte sich in einer kurzen Ansprache bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Station und bei seinen ärztlichen Kolleginnen und Kollegen innerhalb und außerhalb der Klinik für die lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

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Gemeinsame Initiative gegen den Darmkrebs (27.03.2006)

Chefarzt Dr. Franz Raulf von der Raphaelsklinik, Gudrun Bruns von der Krebsberatungsstelle, der niedergelassene Internist Dr. Thomas Krummenerl und Mechthild Bedenbecker-Busch von der Volkshochschule (VHS) Münster werden gemeinsam im Kampf gegen den Darmkrebs aktiv.

Darmkrebs ist die häufigste Krebserkrankung des Nichtrauchers. Mit etwa 66.000 Neuerkrankungen und über 30.000 Todesfällen pro Jahr ist Darmkrebs die zweithäufigste Todesursache bei bösartigen Tumoren in Deutschland. Etwa jeder 20. Bürger kann im Laufe seines Lebens an Darmkrebs erkranken. Fast immer entsteht die Erkrankung aus gutartigen Wucherungen, so genannten Adenomen, die sich erst im Laufe von Jahren entwickeln. "Es gibt kaum eine andere Krebsart, bei der wir einen solchen Vorlauf haben." erläutert Krummenerl, "bis aus einem Adenom ein bösartiges Carcinom wird, dauert es im Schnitt zehn Jahre."

Das wichtigste Instrument der Früherkennung ist die Darmspiegelung, vor der viele Menschen zurück schrecken. "Diese Sorge ist unbegründet, da auf Wunsch betäubende Medikamente verabreicht werden können." stellt Raulf klar, von dem auch die Initiative der Aktion ausging. Deutschland ist zudem das einzige Land weltweit, in dem Routineuntersuchungen zur Darmkrebsvorsorge ab dem 55. Lebensjahr von den Krankenkassen bezahlt werden.

Bruns sieht die Aufgabe der Krebsberatungsstelle in diesem Projekt darin, die Hemmschwelle zur Vorsorgeuntersuchung zu senken und durch intensive Aufklärungsarbeit über die Möglichkeiten der Früherkennung zu informieren.

Am 30. März stehen namhafte Experten um 19.30 Uhr in der VHS Münster, Aegidiimarkt 3 zu den Themen Darmkrebs und die Chancen der Früherkennung Rede und Antwort.

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Wenn Schmerzen zur Qual werden (23.03.2006)

Schmerzen sind sinnvoll, wenn sie vor Gefahren warnen. Das Berühren einer heißen Herdplatte bewirkt in Bruchteilen einer Sekunde das reflexartige Zurückziehen der Hand und die Erkenntnis, dies zukünftig nicht noch einmal zu machen. Wenn der Schmerz keine Warnfunktion mehr besitzt sondern zur andauernden Qual wird, muss er wie eine Krankheit behandelt werden.

Die Oberärztin Evelyn Braune ist Fachärztin für Anästhesie an der Raphaelsklinik und Expertin für Schmerztherapie. Beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) informierte sie über neue Ansätze im Umgang mit chronischen Schmerzen. "Wie ein Mensch mit Schmerzen umgeht, ist auch eine Frage der Herkunft." weiß die Expertin aus praktischer Erfahrung "Während wir Mitteleuropäer Schmerz häufig als Strafe betrachten die still ertragen werden muss, leben Menschen aus südlichen Ländern diese oft im Familienverbund offen aus." Ein Unterschied, der bei Deutschen nicht selten zu Irritationen führt.

Ob Arthrose, Rheuma, oder Osteoporose, gerade im höheren Alter gibt es viele Ursachen für chronische Schmerzen. Oftmals ist nur ein funktionsfähiges Netzwerk unterschiedlicher medizinischer Fachrichtungen in der Lage, die Qualen so weit zu reduzieren, dass eine Teilnahme am normalen Leben wieder möglich wird. Neben dem Einsatz von Schmerzmitteln, Krankengymnastik oder der Umstellung von Lebensgewohnheiten weist die Ärztin auch auf eine mögliche Hilfe aus dem Bereich der alternativen Heilmethoden hin "Akupunktur, Akupressur und andere Verfahren können durchaus die Schmerztherapie unterstützen."

Besonders eindringlich warnt Braune vor einer Verteufelung von Morphium-Medikamenten. "Viele niedergelassene Ärzte verordnen solche Mittel nicht, obwohl sie sehr wirksam, gut verträglich und kostengünstig sind." wundert sich die Medizinerin aus der Raphaelsklinik und fügt hinzu, dass es bei der sachgerechten Anwendung als Schmerzmittel auch nicht zur gefürchteten Abhängigkeit kommen kann. Den Anwesenden gibt sie den Rat, ständig einen Zettel bei sich zu tragen, auf dem die Medikamente verzeichnet sind, die gut helfen und vertragen werden. Ebenfalls sollten hier die Mittel verzeichnet sein, die zu Übelkeit oder allergischen Reaktionen führen können.

Zum Abschluss appelliert die Ärztin an die aufmerksamen Zuhörer im Konferenzraum des ASB, selbstbewusst mit den behandelnden Ärzten umzugehen, wenn es um die Schmerztherapie geht "Sehr wichtig ist die Kontinuität der Behandlung. Wenn im Krankenhaus eine wirksame Vorgehensweise gefunden wurde, sollten die niedergelassenen Ärzte diese Medikamente auch weiterhin verschreiben."

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Zukünftige Babysitter mit Diplom (18.03.2006)

Die Geburtenzahlen sind in Deutschland auf einem historischen Tiefpunkt angelangt, doch die Schülerinnen der Anne-Frank-Gesamtschule in Havixbeck lassen sich davon nicht beirren und bereiten sich unter der Leitung ihrer Lehrerin Roswitha Schramm auf das Babysitter-Diplom vor. "Erziehen und erzogen werden" nennt sich das Wahlpflichtfach, das auf die speziellen Anforderungen des Babysittens, die Ausbildung in einem erzieherischen Beruf oder die Erziehung der eigenen Kinder vorbereiten soll.

Doch grau ist alle Theorie und so zog es die Klasse aus den Baumbergen nach Münster in die Raphaelsklinik, um sich auf der Geburtshilflichen Station über die Praxis im Umgang mit Säuglingen und Kleinkindern zu informieren. Die erfahrene Kinderkrankenschwester Barbara Bleß nahm sich Zeit und ging intensiv auf die Fragen der Babysitter in spe ein. "Niemals das Kind schütteln, wenn es etwas verschluckt hat!" mit diesem eindringlichen Rat warnte sie die Schülerinnen gleich zu Beginn vor einem leider allzu oft gemachten Fehler "über den Unterarm legen, auf den Rücken klopfen und in den Mund schauen, ob der Fremdkörper wieder zum Vorschein kommt." falls dies nicht der Fall ist, sofort die Feuerwehr anrufen und zwar bevor die Eltern informiert werden. Denn Zeit ist kostbar, wenn ein Notfall vorliegt.
Wohnen in der Nachbarschaft Ärzte oder Pflegepersonal, die schnell helfen können, bevor die Rettungskräfte vor Ort sind? Eine wichtige Frage, die auf jeden Fall vor dem ersten Babysittertermin geklärt werden sollte. Vor dem gefürchteten plötzlichen Kindstod schützt eine sichere Schlafumgebung, zu viele Kuscheltiere, Kissen, Felle oder Decken können zu Erstickungen führen. Besser das Kind in einem speziellen Schlafsack und in Rückenlage in das Bettchen legen, rät die Kinderkrankenschwester den aufmerksam lauschenden Schülerinnen.
Auch zur Körperpflege gibt es Tipps. Wenn die Haut des Kindes in Ordnung ist, sind Cremes, Puder oder Öle unnötig, auch wenn die Eltern da oft ganz andere Vorstellungen haben. Zum Baden genügt klares Wasser. Bei Fieber sollte grundsätzlich im Po gemessen werden, auch wenn die Industrie ein ganzes Arsenal praktischer elektronischer Thermometer für alle möglichen Messmethoden anbietet. "Das ist noch immer am genauesten" und damit das Messen nicht zu unangenehm ist, kann die Spitze des Thermometers mit etwas Salbe eingerieben werden. Abschließend gab die Kinderkrankenschwester der Raphaelsklinik den zukünftigen Diplom-Babysitterinnen noch die dringende Empfehlung mit auf den Weg, einen speziellen Erste-Hilfe-Kurs für Säuglinge und Kleinkinder zu absolvieren.

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Krankenpflegeexamen 2006 (17.03.2006)

Was früher Krankenschwester oder Krankenpfleger hieß, nennt sich heute staatlich geprüfte Gesundheits- und Krankenpflegerin oder staatlich geprüfter Gesundheits- und Krankenpfleger. 19 Auszubildende haben an der Zentralschule für Gesundheitsberufe St. Hildegard, Standort Raphaelsklinik die dreijährige Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin oder zum Gesundheits- und Krankenpfleger erfolgreich abgeschlossen. Die staatliche Prüfung fand unter dem Vorsitz von Dr. Elisabeth Drerup als Vertreterin des Gesundheitsamtes statt. Sieben Absolventinnen und Absolventen konnten von der Raphaelsklinik übernommen werden.

Die Mitglieder des Prüfungsausschusses und die Betriebsleitung der Raphaelsklinik gratulieren den Absolventen Stefanie Beckmann, Silke Breul, Nadja Esterhues, Melanie Foik, Anne Fortkamp, Michaela Hartmann, Karen Hugemann, Martina Kaiser, Sarah Kersting, Jonas Klager, Sandra Löckemann, Erwin Matis, Lina Meier, Claudia Pachtmann, Stephanie von Radijewski, Christian Ruhkamp, Vanessa Strang, Christin Tepe, und Cynthia Theilemann zum bestandenen Examen.

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3. Endoprothetik-Forum auf Gut Havichhorst (17.03.2006)

Rund 300 Chirurgen und Orthopäden aus ganz Deutschland treffen sich am 17. und 18. März anlässlich des dritten Endoprothetik-Forums der Raphaelsklinik auf Gut Havichhorst im Nordosten Münsters, um sich über die neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet des künstlichen Gelenkersatzes zu informieren. Namhafte Experten aus Deutschland, Großbritannien und Dänemark widmen sich in diesem Jahr schwerpunktmäßig dem Thema Revisions-Endoprothetik, also dem Austausch von künstlichen Gelenken.

Viele Kliniken sehen sich heute fundamentalen Problemen ausgesetzt, die über die weitere Zukunft und das Fortbestehen entscheiden. Die Einführung von Mindestzahlen und der integrierten Versorgung sowie die Abrechnung unter DRG-Bedingungen (Fallpauschalen) führen zu Konsequenzen, die zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar sind.

Wirtschaftliche Zwänge bestimmen in vielen Bereichen das Handeln der Ärzte. Für die sehr kostenintensive Revisions-Endoprothetik trifft dies in besonderem Maße zu. Knie- und Schulterendoprothetik haben in den vergangenen Jahren einen enormen Aufschwung erfahren. Die Zahlen der jährlich vorgenommenen Erst-Implantationen zeigen einen ungebremsten Anstieg. So haben sich die Zahlen der jährlich eingepflanzten künstlichen Gelenke zum Beispiel bei Schulter- oder Knieprothesen von 2002 bis 2004 nahezu verdoppelt. Einerseits ist diese Tatsache positiv zu werten, zeigt sie doch, dass es zunehmend gelingt, Menschen mit fortgeschrittenem Gelenkverschleiß ihre Mobilität und Beweglichkeit zurückzugeben. Andererseits nimmt die Zahl der Komplikationen und Revisionseingriffe bei steigenden Erstimplantationen linear zu.

Die Medizin ist also im Sinne der Patienten - aber auch aus wirtschaftlicher Notwendigkeit - gefordert, sich nicht nur mit neuen Implantaten, Techniken und Designs zu beschäftigen, sondern auch das Komplikationsmangement und die Revisionsendoprothetik in den Blickpunkt zu rücken.

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Raphaelsklinik zeigt "Imaginationen" von Christel Hoffmann-Hut (14.03.2006)

Am 6. April eröffnet die Raphaelsklinik um 19.00 Uhr in ihrem Foyer die Ausstellung "Imaginationen" der Münsteraner Malerin Christel Hoffmann-Hut. Die Eröffnungsrede hält die Kunsthistorikerin Anja Rohlf, am Piano wird Frank Schüssleder zu hören sein. Wie immer sorgt das Küchenteam der Raphaelsklinik für das leibliche Wohl.

Landschaften und Blüten – aufgenommen mit dem inneren Auge, entdeckt auf Reisen. Häufig sind dies Reisen in die Literatur und in die Musik. Phantasie und Realität verschmelzen zu neuer Bildhaftigkeit, zeigen die Stimmung, den Charakter und die Farbigkeit der Natur. Landschaften so phantastisch wie real, so real wie phantastisch – Orte der Abgeschiedenheit. Es dominieren die organischen Formen der Natur, geformt durch Wasser und Wind und durch die inneren Kräfte der Erde.

Christel Hoffmann-Hut

Seit der Schulzeit beschäftigt sich Christel Hoffmann-Hut eingehend mit verschiedenen Techniken der Malerei und Gestaltung beginnend mit der Verknüpfung von Ölmalerei und Graphik. In den 80er Jahren vermehrte Hinwendung zu textilem Gestalten, Objektkunst und Arbeiten auf Seide. Arbeiten in freier und angewandter Kunst. Danach vorwiegend Arbeiten in Öl, Aquarell und Stift. In dieser Ausstellung wird eine Themenauswahl präsentiert, die neben den Hauptwerken in Öl auch Aquarelle umfasst.

 Impressionen der Ausstellung und Ausstellungseröffnung
 Das Faltblatt zur Ausstellung als PDF-Dokument

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Clemensschwestern bauen altengerechte Wohnungen (17.02.2006)

Wer würde sich nicht wünschen, die Clemenskirche und den Erbdrostenhof als prominente Nachbarn zu haben. Mitten in Münster wohnen und trotzdem Ruhe und Entspannung finden, diese zunächst schwer zu vereinbarenden Eigenschaften verspricht das geplante Bauprojekt „Altengerechtes Wohnen am Maria-Euthymia-Platz“ nach dessen Fertigstellung zu bieten.

Mit einem Investitionsvolumen von rund 2,7 Mio. Euro entsteht auf dem Gelände und unter der Federführung der Clemensschwestern ein modernes viergeschossiges Wohnhaus mit rund 22 altengerechten Wohnungen. Das Geld stammt aus dem Verkauf eines Grundstücks zwischen Piusallee und Stolbergstraße, auf dem private Investoren gegenwärtig Eigentumswohnungen bauen.
Im Erdgeschoss wird ein öffentliches Café eingerichtet, der Eingangsbereich ist als Halle geplant, die sich über alle Stockwerke erstreckt. Dem benachbarten Obdachlosentreff, ebenfalls eine Einrichtung der Clemensschwestern, wird durch die Baumaßnahme ein neu gestalteter Eingang spendiert. Die unmittelbare Nähe zur Raphaelsklinik ermöglicht die Einrichtung eines Notrufsystems, andere Angebote des Krankenhauses wie die ambulante Krankenpflege oder „Essen auf Rädern“ können ebenfalls „auf dem kurzen Weg“ genutzt werden.
Das alte Gebäude, in dem sich neben Privatwohnungen auch die Apotheke der Raphaelsklinik befindet, wird abgerissen, die Apotheke umgesiedelt. „Es hat sich gezeigt, dass ein Neubau wirtschaftlicher ist als eine Entkernung und Grundsanierung des bestehenden Gebäudes.“ erklärt Wolfgang van den Berg, Leiter der Bauabteilung der Misericordia Krankenhausträgergesellschaft. „Es gibt bereits jetzt schon Anfragen von Interessenten, obwohl die geplante Baumaßnahme noch gar nicht öffentlich bekannt gegeben wurde.“ wundert sich Joachim Schmitz, Geschäftsführer der Gräflich Stolberg’schen Familienstiftung, die für die Clemensschwestern diverse Gebäude und Grundstücke verwaltet und wertet dies als deutlichen Hinweis auf den Bedarf an altengerechtem Wohnraum im Stadtzentrum Münsters.
Mit dem Bau wird im Juni dieses Jahres begonnen, die Wohnungen sollen im November 2007 bezugsfertig sein.

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Manfred Fehrenkötter ist neuer Pflegedirektor an der Raphaelsklinik Pflegedirektor (11.02.2006)

Seit dem 01. Februar hat die Raphaelsklinik nach einer längeren Zeit der kommissarischen Pflegedienstleitung mit Manfred Fehrenkötter einen neuen Pflegedirektor. Fehrenkötter absolvierte seine Krankenpflegeausbildung am St. Marien-Hospital in Ahaus und wechselte dann in das Krankenhaus Maria-Frieden in Telgte. Im Anschluss war er längere Zeit im Bereich Anästhesie- und Intensivpflege des Josef-Hospitals in Warendorf tätig.

Auf die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung am evangelischen Weiterbildungsinstitut für pflegerische Berufe in Münster folgte eine zweijährige Gutachtertätigkeit beim medizinischen Dienst der Krankenversicherungen Westfalen-Lippe in Hamm. Seit August 1996 war er Pflegedienstleiter im St.-Josefs-Krankenhaus in Salzkotten.
An der neuen Aufgabe in der Raphaelsklinik reizt Fehrenkötter neben der Größe des Krankenhauses auch dessen verstärkte Hinwendung zur Interdisziplinarität. Ein Schwerpunkt seiner bisherigen Arbeit im St.-Josefs-Krankenhaus war die Einführung und Umsetzung der integrativen Wochenpflege, sowohl räumlich als auch seitens der arbeitsorganisatorischen Strukturen. Auch mit größeren Umbaumaßnahmen, wie sie in der Raphaelsklinik demnächst anstehen, ist Fehrenkötter durch seine vorangegangenen Tätigkeiten vertraut. Er ist davon überzeugt, dass sich die Pflege als größte Berufsgruppe im Krankenhaus intensiv bei solchen Projekten einbringen muss, wenn es um die Verbesserung von Arbeitsabläufen durch räumliche Veränderungen geht. „Ich sehe mich als Sprachrohr der Pflege“ sagt der neue Pflegedirektor, stellt jedoch auch klar „ Keine Berufsgruppe kann im Krankenhaus alleine existieren, es geht nur gemeinsam.“
Fehrenkötter wurde 1955 in Münster geboren, ist in Telgte aufgewachsen und lebt mit seiner Familie seit 1981 in Warendorf. Er ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Neben seiner beruflichen Tätigkeit tanzt er gerne, kocht für die Familie oder geht mit dem Hund spazieren.

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Mehr Zeit für die Sorgen der Patienten (05.02.2006)

Das Essen ist zu kalt, die Wartezeit vor der Untersuchung zu lang oder das Personal schlichtweg zu unhöflich: manch ein Patient fühlt sich im Krankenhaus nicht immer so gut aufgehoben, wie er es sich wünscht. Wenn dann auch noch das Vertrauen zu den Ärzten und dem Pflegepersonal fehlt, schlägt die Stunde des Patientenfürsprechers.

Das Krankenhausgesetz NRW schreibt den Krankenhäusern die Einrichtung einer unabhängigen Stelle vor, die Patientenbeschwerden entgegennimmt und bearbeitet. Um unabhängig arbeiten zu können, darf diese Vertrauensperson nicht am jeweiligen Krankenhaus angestellt sein. Ein solcher Patientenfürsprecher, auch Ombudsmann genannt, ist der emeritierte Ordinarius für Chirurgie in Münster, Prof. Dr. Hermann Bünte. Er ist Ansprechpartner für die Patientinnen und Patienten der Uniklinik.

Während einer Fortbildungsveranstaltung in der Raphaelsklinik sprach Bünte vor Ärzten und Pflegepersonal über seine Erfahrungen in diesem Ehrenamt. Der häufigste Grund für Patientenbeschwerden ist seiner Meinung nach die mangelnde Aufklärung vor einer Untersuchung oder einer Operation durch den Arzt. Hier fühlen sich offenbar viele Patienten von ihrem Arzt schlecht informiert und mit ihren Fragen allein gelassen. Oft sind es auch Mängel in der Organisation, wenn angekündigte Untersuchungen immer wieder verschoben werden und der Patient unnötig warten muss. Nicht selten ist auch ein unfreundlicher Umgangston Grund zur Klage.

"Eine meiner Aufgaben besteht darin, den Frieden wieder herzustellen" charakterisiert Bünte eines der Hauptziele seiner Arbeit. Grundsätzlich hört der Ombudsmann zunächst beide Seiten an, bevor er einen Ausweg sucht. "Viele Probleme sind hausgemacht" stellt er fest, nennt aber auch das Geheimrezept, um Klagen seitens der Patienten von vornherein zu vermeiden "Geduldige und freundliche Mitarbeiter sind fast nie Verursacher einer Beschwerde." Der Chefarzt der Allgemeinchirurgie in der Raphaelsklinik, Priv.-Doz. Dr. Karl-Heinz Dietl, kennt die Probleme im Umgang zwischen Arzt und Patient aus der täglichen Praxis "Die Ärzte in den Krankenhäusern haben immer weniger Zeit, um sich angemessen um die Nöte der Patienten zu kümmern. Dennoch müssen wir unsere Patienten ernst nehmen und auf ihre Sorgen eingehen." Auch Bünte schließt seinen Vortrag mit dem Appell "Die Ärzte dürfen sich niemals die Zeit nehmen lassen, mit dem Patienten zu sprechen, ansonsten ist Medizin nicht mehr Medizin."

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Endoprothetik Forum Münster 2006 (23.01.2006)

Endoprothetik im Spannungsfeld zwischen Erfahrung und Innovation
Themenschwerpunkte: Knie-, Schulter- und Sprunggelenksendoprothetik

17. - 18. März 2006
Gut Havichhorst bei Münster

 

Endoprothetik
Forum
Münster
in
Zusammenarbeit
mit der
Arbeitsgemeinschaft
Endoprothetik

Um eine vorherige Anmeldung wird gebeten.
 
 Tagungsprogramm und organisatorische Hinweise
 Das Programm als PDF-Download
 Das Anmeldeformular als PDF-Download
 Die Zimmerreservierung als PDF-Download

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Begeistertes Publikum bei Austellungseröffnung (20.01.2006)

Über 350 Menschen auf eine Ausstellungseröffnung zu locken, ist keine leichte Aufgabe „Aus diesem Grund habe ich Götz Alsmann gebeten, heute Abend Musik zu machen. So hatte ich die Gewissheit, dass überhaupt jemand kommt!“ mit diesen launigen Worten begann Zoodirektor Jörg Adler die Dankesrede zur Eröffnung seiner Fotoausstellung „Gesichter Vietnams und Kambodschas“ vor begeistertem Publikum.

Randvoll war das große Foyer der Raphaelsklinik, selbst auf den Galerien im ersten und zweiten Stock drängten sich viele gutgelaunte Besucher und Patienten. Die ausgestellten Fotos der zahlreichen Südost-Asienreisen des Zoodirektors zeigen keine touristischen Landschaftsfotos sondern intensive Portraits von Menschen, in deren Gesichtern sich die wechselvolle Geschichte ihrer Heimat widerspiegelt.
Wegen der großen Verdienste Adlers um den Artenschutz in Vietnam und Kambodscha reiste die Gesandte Botschaftsrätin der königlichen Botschaft Kambodschas, Hay Sonnarin eigens aus Berlin an, um sich persönlich bei Adler während der Veranstaltung in der Raphaelsklinik zu bedanken.
Götz Alsmann wählte am Flügel zum Auftakt seiner Gastrede das Stück „Der Pinguin“ als augenzwinkernde Anspielung auf den heimlichen Star des Allwetterzoos, den Pinguin Sandy. Auch die Mitglieder seiner Band hätten ein enges Verhältnis zu Tieren „Wir essen alle gerne!“. Zum Ende seines humorvollen Vortrages über die Bedeutung der Tiere in der Unterhaltungsmusik mit Abstechern zum Liebesleben der Bonobos wurde selbst Alsmann ernster als er Adler mit den Worten zitiert: „Ich mache mir keine Sorgen um die Natur, die wird den Menschen auf jeden Fall überleben. Nur wie diese Natur dann aussehen wird, das mag ich mir in den übelsten Träumen nicht ausmalen.“
Mit Blick auf die Spardiskussion, die auch den Allwetterzoo nicht ausgelassen hat, gab der Entertainer den Gästen in der Raphaelsklinik den Rat „Gehen Sie mal wieder in den Zoo, auch wenn Sie sich aus Tieren nichts machen sollten. Es ist für einen guten Zweck.“
Für einen guten Zweck wird auch der Spenden- und Verkaufserlös des Abends eingesetzt. Das Geld wird zu Gunsten eines Artenschutzprojektes auf der nordvietnamesischen Insel Cat Ba verwendet. Die Ausstellung ist bis zum 28.02. täglich im Foyer der Raphaelsklinik zu besichtigen.

 Impressionen der Ausstellung und Ausstellungseröffnung
 Faltblatt zur Ausstellung im PDF-Format

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Elektronische Visite am heimischen Bett (09.01.2006)

Es klingt zunächst ein wenig nach Science Fiction, dabei sind die verwendeten Technologien bereits seit Jahren den meisten Menschen vertraut. Die Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der Raphaelsklinik unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. Gunnar Möllenhoff hat mit der sogenannten Televisite eine Technik eingeführt, die in der Region einmalig ist.

Bei der Entlassung erhält der Patient zukünftig einen handlichen Koffer, in dem sich eine Digitalkamera und ein spezieller Computer befinden. Mit der Kamera fotografiert der Patient täglich die Operationswunde. Der Fotoapparat wird anschließend mit dem Computer verbunden um bis zu vier Fotos werden in das Gerät zu übertragen.
Doch der Computer, an dessen Entwicklung Möllenhoff eng beteiligt war, kann noch mehr. Eine Reihe einfacher Fragen wie „Haben Sie Schmerzen?“ oder „Wie klappt es mit der Krankengymnastik?“ kann der Patient anhand einer Skala seinem persönlichen Empfinden gemäß beantworten. Der Computer kann auch Sprache aufzeichnen, wenn der Patient seinem behandelnden Arzt noch ein paar Worte zum Verlauf der Heilung mitteilen möchte. Wenn alle Fragen beantwortet sind, drückt der Patient einfach auf „Senden“ und die Daten werden über UMTS (Universal Mobile Telecommunications System), das moderne Hochgeschwindigkeits-Handy-Netz, an die Klinik übertragen. Ein Internetanschluss ist also nicht notwendig.

Der Computer erinnert dabei eher an ein Tablett als an ein Notebook und kommt mit nur drei Tasten aus, die Bedienung erfolgt über den Bildschirm. Somit besteht kaum die Gefahr eines Bedienungsfehlers, auch bei älteren oder technikunkundigen Menschen. Ziel der Televisite ist es, Patienten von nun an früher aus der Klinik entlassen zu können und dennoch das Gefühl zu haben, den Verlauf der Heilung ständig überwachen zu können. „Schließlich erholt man sich nirgendwo so gut, wie zu Hause!“ bringt Möllenhoff einen der Vorzüge des Systems auf den Punkt.

Während üblicherweise die erste Kontrolle zwei Wochen nach der Entlassung stattfindet, ermöglicht die Televisite den täglichen Kontakt zwischen Arzt und Patienten. „Wir können wesentlich schneller auf ungünstige Veränderungen reagieren oder zum Beispiel der Krankengymnastik bezüglich der Therapie Tipps geben.“ Freut sich der Chefarzt über das neue Stück Hightech in der Raphaelsklinik.

 TV-Beitrag "Televisite"

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Sternsinger besuchen Raphaelsklinik (05.01.2006)

Königlicher Besuch in der Raphaelsklinik. Gleich neun Könige besuchten die Klinik, um Geld für Projekte in Ländern zu sammeln, in denen es Kindern nicht so gut geht wie in Deutschland. 2006 stehen bei den Sternsingern besonders die arbeitenden Kinder aus Peru im Mittelpunkt. Die Kinder zogen zur Freude der Patienten durch die Klinik und schrieben ihre Segenswünsche mit Kreide an die Wände im Eingangsbereich der Stationen: 20-C+M+B-06, was im Lateinischen für Christus mansionem benedicat (Christus segne dieses Haus) steht.

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Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert
am 23.11.2009