100 Jahre Raphaelsklinik: Hauptsache gesund! Kabarett mit Funke & Rüther

[26.03.2008]

Gesundheit – höchstes Gut? Mit dieser Frage fordern die katholische und die evangelische Kirche dazu auf, über den Wert und die Würde des menschlichen Lebens ins Gespräch zu kommen. Die Häuser der Misericordia GmbH Krankenhausträgergesellschaft beteiligen sich allesamt mit einzelnen Aktionen an der „Woche für das Leben“, die vom 5. bis 12. April bundesweit stattfinden wird. „Als katholische Krankenhausträgergesellschaft ist es für uns selbstverständlich, dass wir an dieser Aktion teilnehmen“, sagt Misericordia-Geschäftsführer Gregor Hellmons.

In der Raphaelsklinik Münster wird sich das Kabarettistenduo Funke & Rüther mit dem Thema Ethik in der Medizin auseinandersetzen. Beide sind inzwischen nicht nur in Münster eine feste Größe, wenn es um die pointierte und humorvolle Auseinandersetzung mit den Fragen unserer Zeit geht. Ihre Karriere begann in den 80er Jahren bei der legendären Formation „Die kleinen Mäxe“. Seit 2002 gehen sie gemeinsam eigene Wege. Interessant und amüsant soll der Abend am Dienstag,  8. April, ab 19 Uhr werden, zu dem das Klinische Ethikkomitee der Raphaelsklinik einlädt.

Im Clemenshospital Münster waren die kleinen Patienten der Schulkinderstation E2 im Vorfeld dazu aufgerufen, ihre Vorstellungen zum Thema Gesundheit in Bildern, Gedichten oder Bastelarbeiten auszudrücken. Alle Werke werden nun in der „Woche für das Leben“ im Foyer des Krankenhauses ausgestellt, und können rund um die Uhr besichtigt werden. „Kinder, insbesondere kranke Kinder, haben oft eine ganz andere Vorstellung von Gesundheit als Erwachsene und setzen andere Prioritäten“, sagt Clemens-Geschäftsführer Gerd Tschorn. „Wir möchten von diesen Ideen erfahren und somit auch die junge Bevölkerung in die Aktion involvieren.“

Auch in den anderen Häusern der Misericordia finden Veranstaltungen zum Thema statt. So organisiert das St. Walburga-Krankenhaus Meschede am Samstag, 5. April, um 15 Uhr, in der hauseigenen Kapelle ein Konzert mit der „Corona Musica“, einem Ensemble für Blockflöten- und Renaissance-Instrumente. In Musikstücken und Texten wird die Geschichte von Rut aus dem Alten Testament erzählt. Rut war keine Israelitin und wurde dennoch von Israels Gott geliebt, da sie sich ihm vertrauensvoll zugewandt hatte. Letzten Endes wurde sie sogar zur Stammmutter des großen Königs Davids und damit von Jesus, dessen Stammbaum auf David zurückgeführt wird. Die Geschichte zeigt, dass jeder Mensch von Gott geliebt wird, unabhängig von seiner Herkunft, seines Glaubens und ganz gleich ob er gesund oder krank ist. Damit passt die Veranstaltung bestens zur Aktionswoche.

Im Augustahospital Anholt, einer neurologischen Fachklinik, werden die Gottesdienste am 5. und 6. April unter das Motto „Gesundheit – Heil – Leben“ gestellt. Jeder ist eingeladen, am Samstag um 15 Uhr und am Sonntag um 9 Uhr diese Gottesdienste in der Klinikkapelle mitzufeiern. Und das Augustahospital setzt seine Aktionen zur Woche für das Leben noch weiter fort, sogar über den eigentlichen Zeitraum hinaus: Am Mittwoch, 16. und 23. April, laden die Seelsorger jeweils um 16 Uhr zur Meditation für Leib und Seele in den Aufenthaltsraum auf Station 2 ein.

Die Häuser freuen sich auf jeden Besucher, der mit ihnen die Woche für das Leben begehen möchte.

(Michael Bührke)