Freuen sich auf den „Aktionstag Bauchspeicheldrüse“ (v. l.): Verwaltungsdirektor Andreas Mönnig sowie Dr. Erik Allemeyer, Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann und Dr. Ulrich Peitz vom Pankreaszentrum Münster.

Aktionstag Bauchspeicheldrüse

[22.10.2012]

Tumoren der Bauchspeicheldrüse gehören zu den gefährlichsten Krebserkrankungen die wir kennen“ sagt Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann, allgemeinchirurgischer Chefarzt an der Raphaelsklinik in Münster. Speziell für Erkrankungen dieses unauffälligen Organs wurde das Pankreaszentrum Münster gegründet, ein Zusammenschluss von Experten unterschiedlicher Kliniken und Fachrichtungen, das spezialisiert ist auf die Untersuchung und Behandlung gut- und bösartiger Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Als erstem Zentrum dieser Art im Münsterland gelang der Raphaelsklinik die Anerkennung durch die Deutsche Krebsgesellschaft, in ganz NRW ist dies bislang nur sehr wenigen Zentren gelungen.

Obwohl sie in der Regel nur knappe 100 Gramm auf die Waage bringt, hat die Bauchspeicheldrüse vielfältige Aufgaben, die für den Menschen von zentraler Bedeutung sind. Ihre Enzyme spalten Eiweiße, Fette und Kohlehydrate aus der Nahrung im Darm auf und machen sie so für den Körper verfügbar. Die von der Bauchspeicheldrüse gebildeten Hormone Insulin und Glucagon steuern den Blutzuckerspiegel. Störungen und Erkrankungen dieses Organs beeinträchtigen das Leben der Betroffenen nachhaltig, ihre Diagnose und Therapie erfordert viel Erfahrung sowie interdisziplinäres Denken und Handeln.

„Das Organ liegt etwas versteckt im Körper, daher ist es nicht einfach zu untersuchen“ erläutert der gastroenterologische Chefarzt Dr. Ulrich Peitz, „neben dem Computertomographen und dem Magnetresonanztomographen kommt hier die Endosonographie zum Einsatz, bei der ein kleiner Ultraschallkopf wie bei einer Magenspiegelung eingesetzt wird.“

Am Samstag, 27.10., wird sich das Zentrum während eines großen Informationstages von 10 bis 13 Uhr im Foyer der münsterschen Raphaelsklinik mit einer Reihe spannender Vorträge der Öffentlichkeit präsentieren und sich den Fragen der Zuhörer stellen. Die Teilnahme am Aktionstag ist kostenlos, eine Anmeldung nicht notwendig.