Dr. Jörg Twenhöven (l.) eröffnete die Ausstellung von Prof. Dr. Joachim Gardemann in der Raphaelsklinik.
Dr. Jörg Twenhöven während seiner Gastrede.
Die zahlreichen Besucher der Ausstellungseröffnung hören dem Gastredner gebannt zu.
Prof. Dr. Joachim Gardemann leitet das Kompetenzzentrum Humanitäre Hilfe der Fachhochschule Münster.
Gardemann berichtet von seinen Erlebnissen in zahlreichen Krisengebieten dieser Welt.
Die Besucher der Ausstellungseröffnung verfolgen gebannt die Rede Gardemanns.
Der Künstler im Gespräch mit Ausstellungsbesuchern.
Viele Werke Gardemanns zeigen Mütter mit ihren Kindern in Krisengebieten.
Der Künstler im Gespräch mit Ausstellungsbesuchern.

Anrührende Bilder aus Krisengebieten

[13.06.2013]

Sie sind ihm ein Gräuel, die aufdringlichen Fotografen, die sensationshungrig in den Krisengebieten dieser Welt das Objektiv auf Menschen in Not richten: „Die kommen in unsere Zelte gerannt und wollen Frauen bei der Geburt fotografieren“ berichtet Prof. Dr. Joachim Gardemann, der im Rahmen der internationalen Soforthilfe des Deutschen Roten Kreuzes bereits in Tansania, Mazedonien, Iran, Sudan, Sri Lanka sowie in China und Haiti im Einsatz war. Außerdem sei alleine der Besitz einer Kamera in manchen Kriegsgebieten schon ein Fall von Spionage, der im Gefängnis enden kann.

Gardemann, der das Kompetenzzentrum Humanitäre Hilfe der Fachhochschule Münster leitet, suchte einen Weg, die Erfahrungen dieser Einsätzen festzuhalten, ohne die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen zu verletzen oder Gefahr zu laufen, verhaftet zu werden. So begann der Mediziner, Aquarelle zu malen. 26 seiner so entstandenen Arbeiten sind nun im Foyer der Raphaelsklinik zu sehen. Viele der Bilder zeigen Mütter mit ihren Kindern, auf einigen Abbildungen sind die Lager zu sehen, in denen Gardemann mit seinen Helfern gearbeitet hat. Jedes Bild steht für ein individuelles Schicksal, viele Bilder erzählen Geschichten, die in dieser Intensität von einer Fotografie vielleicht kaum erreicht werden kann.

Während der Ausstellungseröffnung am 13. Juni berichtete der ehemalige Oberbürgermeister und Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven von seinen Erfahrungen mit Gardemann: „Er ist nicht nur ein Mann der guten Tat er ist auch jemand, der die Menschen von der Notwendigkeit guter Taten überzeugen kann und Sie entsprechend mitreißt!“

Die Ausstellung ist bis zum 8. September täglich im Foyer der Raphaelsklinik, Loerstraße 23, zu sehen, der Eintritt ist frei. Am 31. August, der "Nacht der Museen und Galerien", ist die Ausstellung bis Mitternacht geöffnet.

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