Ausstellung "Baum-Impressionen" 12.12.2003 - 18.01.2004

[02.12.2003]

Der Dipl. Sozialarbeiter Ferdinand Jendrejewski, Jahrgang 1940, ist fotografischer Autodidakt. Er ist Mitglied im Deutschen Verband für Fotografie (DVF), der Friedrich-Hundt-Gesellschaft sowie mehrerer Fotogruppen. Für seine außerordentlichen Erfolge auf fotografischem Gebiet wurden ihm von nationalen und internationalen Verbänden zahlreiche Ehrungen, Titel, Medaillen und Urkunden verliehen. Außerdem wurde er durch Veröffentlichungen bei internationalen Foto-Wettbewerben sowie in Fotofachzeitschriften, Lehrbüchern, Katalogen und auch als Buchautor bekannt. Seine Arbeiten präsentiert er in Einzel- und Gruppenausstellungen. Bei Foto-Wettbewerben setzt man gerne auf seine kompetente Meinung als Juror.

In seinem Buch “Baum-Impressionen”, 2003 beim Verlag fotoforum veröffentlicht, widmet sich Jendrejewski den Naturdenkmalen in Münster. Was aber ist ein Naturdenkmal? "Naturdenkmale sind rechtsverbindlich festgesetzte Einzelschöpfungen der Natur, deren besonderer Schutz aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit erforderlich ist." So heißt es im Bundesnaturschutzgesetz, §17.

Die Naturdenkmale stehen dort neben Naturschutzgebieten oder Nationalparke. Und doch sind sie etwas besonderes, das sie zu Exoten unter den Schutzgebieten unseres Landes macht: sie haben keinerlei objektiv messbaren Zweck. Wo das Naturschutzgebiet zum Beispiel seltene Pflanzen, Tiere oder Biotope beheimatet oder das Landschaftsschutzgebiet “zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts” dienen soll, zeigt das Naturdenkmal schwer fassbare und kaum zahlenmäßig belegbare Eigenschaften wie “eigenartig” oder “schön”. Es ist ein Denkmal zu Ehren der Ästhetik und Kreativität der Natur, von ihr selbst geschaffen und in ihrer Genialität den steinernen oder bronzenen Denkmälern der Menschen weit überlegen.

Dass der Gesetzgeber die Schutzkategorie “Naturdenkmal” im Bundesnaturschutzgesetz verankert hat, ist Ausdruck der tiefen Verbundenheit, die gerade in unserer technologisierten Umwelt von vielen Menschen gegenüber den Schöpfungen der Natur empfunden wird. Das Denkmal soll zum Nachdenken anregen. Viele Besucherinnen und Besucher werden beim Gang durch die Ausstellung auf Jendrejewskis virtuosen Fotos vermutlich “alte Bekannte” und “unvermutete Nachbarn” entdecken. Vielleicht ist dies eine der größten Leistungen des Fotografen und seines wunderbaren neuen Buches.

Kontakt:
Ferdinand Jendrejewski
Drostenhofstraße 10
48167 Münster
Tel: (02506) 3766

jendre@muenster.de
http://www.fotogruppe80-muenster.de/

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