Ausstellung des Fotografen Nguyen Manh Ngoc

[15.08.2003]

Manh Ngoc wurde 1961 in Saigon (Vietnam) als jüngster Sohn eines der bekanntesten Fotografen seiner Heimat geboren. Schon als Kind begleitete er seinen Vater auf Fotoreisen durch das ganze Land und entdeckte auf diese Weise früh die Liebe zur Fotografie. Seitdem ist er von der Kunst der Fotografie beseelt.

Manh Ngoc kehrte nach seiner Flucht als Boat-People auf der “Cap Anamur” im Jahr 1980 regelmäßig nach Vietnam zurück, um das Land und die Menschen seiner ehemaligen Heimat zu fotografieren. Schwerpunkt seiner Arbeiten ist die Schwarz/Weiß-Fotografie.

Für Manh Ngoc ist der Moment des Fotografierens erst der Anfang auf dem Weg zum fertigen Kunstwerk. Die anschließende Dunkelkammerarbeit eröffnet ihm die kreativen Möglichkeiten, Fotos nach seinen Ideen zu gestalten und auszuarbeiten. In letzter Zeit kommt bei der Bearbeitung seiner Bilder zunehmend der Computer zum Einsatz, ohne dass die Technik hierbei zum Selbstzweck wird.

Viele Werke von Manh Ngoc sind Musterbeispiele für den gekonnten Einsatz traditioneller Fotomontagetechniken und moderner Bildbearbeitungsprogramme, ohne die Bilder ihrer natürlichen Schönheit und Seele zu berauben.

Er ist Mitglied im “Deutschen Verband für Fotografie” (DVF) und nimmt seit 1994 sehr erfolgreich an nationalen und internationalen Wettbewerben teil. Viele Medaillen in Gold, Silber und Bronze, sowie Urkunden und Trophäen hat er inzwischen gewonnen. Zur Zeit sind es etwa 100 internationale Preise. Seine Einzelausstellungen wurden unter anderem in Hamburg, Rostock und Los Angeles (USA) gezeigt. Als internationaler Juror wurde er mehrmals für den größten internationalen Fotokunstsalon “Austria Super Circuit” (ASC) eingeladen.

Die umfangreiche Ausstellung in der Raphaelsklinik zeigt zwei Schwerpunkte seiner Arbeit. Im ersten Geschoss finden sich Werke aus Vietnam, aufgenommen in erster Linie in Schwarz/Weiß. Sie bieten ungewöhnliche Einblicke in dieses faszinierende Land. Im Foyer der Klinik ist der neue Münster-Zyklus zu sehen, der hier erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Die Werke aus Münster bestechen durch ihre leuchtenden Farben und zum Teil sehr ungewöhnlichen Perspektiven.

Text: Nguyen Manh Ngoc / Michael Bührke

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