Die Bochumer Künstlerin Johanna Sandau (l.) und Julia Kroker vom Museum für Lackkunst während der Ausstellungseröffnung.

Ausstellungseröffnung: Johanna Sandau: Far-b-alance

[17.10.2011]

Die Arbeiten der Bochumer Künstlerin Johanna Sandau, die gegenwärtig im Foyer der Raphaelsklinik ausgestellt werden, bieten dem Ausstellungsbesucher nicht nur einen farbenfrohen Ausgleich zum trüben Herbstwetter, sie lassen ihn bei intensiverer Betrachtung in sich versinken und nehmen ihn mit auf eine Reise durch faszinierende Farblandschaften.

Die Wirkung der 32 zum Teil fast einfarbigen Werke kommt nicht von ungefähr, Johanna Sandau hat nach dem Studium der freien Kunst ein Aufbaustudium in Kunsttherapie angeschlossen und arbeitet seit über 20 Jahren in diesem Bereich mit Kranken, Behinderten und Straftätern zusammen, sie ist sich der Wirkung von Formen und Farben auf den Betrachter bewusst.

„Der Umgang mit dem Verlust nahe stehender Menschen hat das Schaffen der Künstlerin besonders geprägt“, berichtete Julia Kroker vom Museum für Lackkunst, die als Gastrednerin die Ausstellung im Klinikfoyer eröffnete und fuhr fort: „Sie hat sich intensiv mit dem Sterben und dem Tode befasst, aber auch mit der Frage, was danach kommt.“ Dennoch sind die Arbeiten von Johanna Sandau nicht schwermütig sondern von einer Heiterkeit getragen, die vielleicht auch den Patienten der Raphaelsklinik über das eine oder andere Stimmungstief hinweghelfen können.

Die Werke sind bis zum 27. November täglich in der Raphaelsklinik, Loerstraße 23, zu sehen, der Eintritt ist frei.

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