Cornelia Borchard, Dr. Erik Allemeyer, Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann (v. l.) freuen sich, dass Edmund Zemla sein Essen schon wieder genießen kann.

Bauchspeicheldrüsenzentrum von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert

[22.09.2011]

Die Unterscheidung von Krebserkrankungen und Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) erfordert ein hohes Maß an Erfahrung. Um Patienten mit Krankheiten des Pankreas menschlich und fachlich bestmöglich zu behandeln, haben sich Experten der münsterschen Krankenhäuser Raphaelsklinik, Clemenshospital, Universitätsklinikum und niedergelassener Praxen sowie des St. Walburga-Krankenhauses in Meschede zusammengeschlossen, und das „Pankreaszentrum der Raphaelsklinik Münster“ gegründet. Kern der Arbeit ist die interdisziplinäre Tumorkonferenz, bei der Spezialisten aus den Bereichen Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gastroenterologie, Radiologie, Onkologie und Endokrinologie der Raphaelsklinik mit Experten aus niedergelassenen Praxen, den Pathologischen Instituten des Universitätsklinikums und des Clemenshospitals, der Strahlentherapie des Clemenshospitals und der Gastroenterologie des St. Walburga-Krankenhauses Meschede eng zusammenarbeiten. Die beteiligten Ärzte treffen sich wöchentlich, um neue Fälle gemeinsam zu diskutieren, ihre jeweilige Fachexpertise einzubringen und das weitere Vorgehen für jeden Patienten individuell festzulegen. Wichtig ist den beteiligten Experten, besonders bei komplizierten Fällen alle Möglichkeiten der modernen Diagnostik und ggf. erweiterte Indikationen für die operative Therapie von Pankreaserkrankungen zur Anwendung zu bringen. Weitere Unterstützung erhalten Patienten des Pankreaszentrums durch zahlreiche Mitarbeiter der Raphaelsklinik aus der Psychoonkologie, dem Sozialdienst, der Ernährungsberatung, sowie der Selbsthilfegruppe „Arbeitskreis der Pankreatektomierten e. V.“ Einen weiteren Schwerpunkt legt das Zentrum auf Fortbildungsveranstaltungen für niedergelassene Fachärzte sowie Informationsveranstaltungen für Patienten und deren Angehörige.
In diesem Sommer wurde die Ausstattung und Leistungsfähigkeit des Pankreaszentrums der Raphaelsklinik durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) geprüft und im Ergebnis durch die Zertifizierung als Pankreaszentrum ausgezeichnet. Die DKG bestätigt damit, dass sich alle Experten für das Thema Pankreas im Pankreaszentrum zusammengeschlossen haben, dass nur ausgewiesene Experten aus verschiedenen Kliniken und Praxen beteiligt sind. Die Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft setzt die höchsten Ansprüche bezüglich Qualität, Strukturen und Behandlungsergebnissen voraus. Dieses Zentrum ist damit eines der ersten zertifizierten Pankreaszentren in Nordrhein-Westfalen und das erste Zentrum dieser Art im Münsterland. Positiv hervorgehoben wurde bei dem Audit: „die weitere Entwicklung des Zentrums hinsichtlich der chirurgischen Kennzahlen, die im Bereich für die Patienten mit Pankreaskarzinomen einen hohen Standard und sehr niedrige Komplikationen aufweisen.