Hartmut Hagmann ist Geschäftsführer vom Clemenshospital und der Raphaelsklinik.

Clemenshospital und Raphaelsklinik beteiligen sich an bundesweitem Protest „Krankenhaus-Reform - So nicht!“

[08.09.2015]

Am frühen Morgen des 23. September machen sich zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Weg in die Bundeshauptstadt, um mit tausenden Kolleginnen und Kollegen aus ganz Deutschland an der zentralen Demonstrationsveranstaltung der Deutschen Krankenhausgesellschaft, dem Dachverband aller Kliniken im Land, vor dem Brandenburger Tor teilzunehmen.
„Wir wollen die Politik damit wachrütteln, denn wir brauchen eine Krankenhausreform, die dort ansetzt, wo die wirklichen Probleme sind“, kritisiert Hartmut Hagmann, Regionalgeschäftsführer der beiden münsterischen Krankenhäuser der Clemensschwestern.

Der jetzt vorliegende Entwurf leiste das nicht. Die anhaltend schwierige Lage vieler Krankenhäuser, die hohen Belastungen des Personals, vielerorts Personalengpässe, Sanierungsstau infolge unzureichender Investitionsmittel und immer weiter steigender Behandlungsbedarf, insbesondere in den Notfallambulanzen - das seien die drängenden Probleme, die den Krankenhäusern unter den Nägeln brennen und zu deren Lösung die Krankenhausreform maßgeblich beitragen müsse. Der Entwurf sehe Belastungen und Kürzungen vor, anstatt die Finanzierung des Personals in den Krankenhäusern zu sichern. Das erzeuge bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu Recht Unverständnis, Protest und Empörung. „Mehr Qualität durch weniger Geld und Personal - diese Formel geht nicht auf“, unterstreicht Hagmann. Die von der Bundesregierung angestrebte „Stärkung der Pflege am Bett“ könne so unmöglich erreicht werden. Außerdem, betont Hagmann, sei das neue Gesetz geprägt vom Misstrauen gegenüber den Klinikmitarbeitern.