„Darmkrebszentrum Raphaelsklinik Münster“ gegründet

[02.02.2009]

Darmkrebszentrum Raphaelsklinik Münster“

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland, rund 70.000 Neuerkrankungen verzeichnen die Mediziner in jedem Jahr, Tendenz stark steigend. „Fast 90 Prozent der Krebsfälle entstehen aus ursprünglich harmlosen Polypen“, erläutert der niedergelassene Internist und Gastroenterologe Dr. Harald Paulus und fügt hinzu: „Wenn wir diese Polypen frühzeitig entdecken und entfernen, entziehen wir dem Krebs die Grundlage“.

Um gemeinsam dem Darmkrebs den Kampf anzusagen, gründeten Experten der Raphaelsklinik, des Clemenshospitals und einer Reihe unterschiedlich spezialisierter Praxen in Münster das „Darmkrebszentrum Raphaelsklinik Münster“. Neben Medizinern kooperieren in ihm Fachleute aus den Bereichen Physiotherapie, Psychoonkologie, Medizintechnik, Ernährungsberatung, Humangenetik, Stomatherapie, Palliativmedizin sowie Selbsthilfegruppen und Hospize. Dreh- und Angelpunkt des Darmkrebszentrums ist die Tumorkonferenz, in der alle neuen Fälle gemeinsam besprochen werden. „Hier fließt das Wissen aller Mitglieder zusammen und mündet in einer Behandlungsempfehlung, die das bestmögliche Ergebnis für den Betroffenen bringen soll“, berichtet der Koordinator des Zentrums, Dr. Frank Fischer, Oberarzt an der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Raphaelsklinik.

In einem Punkt sind sich alle Beteiligten einig: Die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung rettet Leben. Leider machen nur etwa 10 bis 15 Prozent aller Einwohner von dieser Möglichkeit Gebrauch, die von den Krankenkassen ab dem 55. Lebensjahr bezahlt wird. Dabei ist die Angst vor der Darmspiegelung, die viele Menschen noch haben, Dank modernster Technik, unbegründet. „Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Aussichten“, berichtet der Chefarzt der Raphaelsklinik und Leiter des Darmkrebszentrums, Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann aus seiner täglichen Praxis, „wenn ein Tumor noch nicht gestreut hat, bestehen sehr gute Heilungschancen“.

 
 Das Faltblatt des Darmkrebszentrums zum Download (448 KB)

 www.darmkrebszentrum-muenster.de/

(Michael Bührke)