Dr. Rüdiger Liersch, Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie der Raphaelsklinik, referierte über Chemo- und Strahlentherapie bei Darmkrebs.
Selbsthilfegruppen und Pharmafirmen informierten die Besucher an ihren Ständen.
Dr. Rüdiger Liersch, Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie der Raphaelsklinik, referierte über Chemo- und Strahlentherapie bei Darmkrebs.

Diagnose Darmkrebs: Vorsorgen und früh handeln!

[31.08.2015]

Wer die Diagnose Darmkrebs bekommt, ist verständlicherweise zunächst geschockt. Tausend Gedanken gehen einem durch den Kopf. Die Angst ist groß. Doch was die Experten des Darmkrebszentrums der Raphaelsklinik bei ihrem Patiententag am Samstag vermittelten, macht Hoffnung: Jeder kann in einem nicht unerheblichen Maße sein eigenes Schicksal positiv beeinflussen. Eigeninitiative in Form von frühzeitiger Vorsorge und ein guter Kenntnisstand sind hier die wichtigsten Schlagworte. Das macht Mut.

Chirurgen, Gastroenterologen, Onkologen, Stomatherapeuten, Radiologen und Labormediziner berichteten beim Patiententag von ihrer Arbeit und stellten sich den Fragen der Besucher im voll besetzten Foyer der Innenstadtklinik. Dabei stand die Darstellung der Symptome von gut- und bösartigen Darmerkrankungen genauso auf dem Programm wie die optimalen Behandlungsmöglichkeiten. Aber auch die genetische Vorbelastung und Weitervererbung wurden angesprochen, und der Leiter des Zentrums, Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann, referierte darüber, was passiert, wenn es zu Absiedlungen in der Leber gekommen ist.

In den Pausen konnten sich die Besucher zusätzlich an den Ständen der Selbsthilfegruppen und Medizinproduktehersteller informieren und erste Kontakte knüpfen, zudem standen die Referenten jederzeit für persönliche Gespräche zur Verfügung.

Das äußerst positive Fazit des Tages lautete: Auch wenn Darmkrebs eine der häufigsten bösartigen Erkrankungen mit zirka 70.000 Betroffenen pro Jahr ist, zeigt sich in den letzten Jahren eine gering rückläufige Zahl der Neuerkrankungen. Gleichzeitig sind die Aussichten im Erkrankungsfall in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Grund dafür sind effektive Vorsorgeuntersuchungen und große Fortschritte in der Medizin. Selbst wenn der Krebs erst in einem fortgeschrittenen Stadium festgestellt wird, existieren heute sehr gute Behandlungskonzepte. Daher ist es so enorm wichtig, dass sich Betroffene direkt in die Hände eines Darmzentrums begeben, wenn die Diagnose Krebs gestellt wurde. Fast noch wichtiger ist es aber, noch viel früher und vor allem regelmäßig zur Darmkrebsvorsorge zu gehen.