Dr. Ulrich Peitz berichtet über die Entzündungen der Bauchspeicheldrüse und deren Behandlungsmöglichkeiten.
Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann berichtete über die operative Therapie bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse.
Die 100 Sitzplätze im Foyer waren vollständig besetzt.
Manfred Pützler, Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann und PD Dr. Ulrich Peitz (v. l.) beantworteten die Fragen der Zuhörer.
Manfred Pützler, Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann und PD Dr. Ulrich Peitz (v. l.) beantworteten die Fragen der Zuhörer.
Monika Schmitz und Monika Bauland (v. l.) informierten über das Thema Aromapflege.
Der Arbeitskreis der Pankreatektomierten e. V. war mit einem Infostand vertreten.

Die Bauchspeicheldrüse stand im Zentrum

[28.09.2013]

Rund 100 Zuhörer informierten sich im Foyer der Raphaelsklinik am 28. September über die Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und deren Behandlung. Mediziner des Pankreaszentrums Münster berichteten während der dreistündigen Veranstaltung über die besonderen Eigenarten des Bauchorgans sowie die Untersuchungsmöglichkeiten und Operationsmethoden bei Entzündungen und Krebserkrankungen. Beides voneinander zu unterscheiden, gehört zu den wichtigsten aber auch kompliziertesten Aufgaben des Arztes, so Dr. Ulrich Peitz, Chefarzt an der Raphaelsklinik und gemeinsam mit seinem Chefarztkollegen Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann Leiter des Pankreaszentrums Münster.

„Die enge Zusammenarbeit von Radiologen, Gastroenterologen und Chirurgen ist hierbei von entscheidender Bedeutung“, so Hoffmann in seinem Vortrag. In den letzten Jahren habe sich bei den medizinischen Behandlungsmöglichkeiten sehr viel getan, „Wir können heute Menschen helfen, bei denen vor 15 Jahren an eine Heilung gar nicht zu denken war“, berichtete Hoffmann aus der Praxis.

Viele Fragen der Zuhörer drückten die Besorgnis vor einer Vererbung der Krebserkrankung aus. Mehrere Faktoren müssen bei der Frage, ob ein erbliches Risiko besteht, bedacht werden. Spezielle genetische Untersuchungen könnten eine solche Gefahr aufdecken, direkte Angehörige sollten dann engmaschiger zur Vorsorgeuntersuchung gehen, empfehlen die Vertreter des Pankreaszentrums. In weiteren Vorträgen ging es um die Ernährung nach einer Operation an der Bauchspeicheldrüse und um die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen.