Gerrit Krause, Referent für Personalmanagement und Organisationsentwicklung, Hauptgeschäftsführer Andreas Barthold, Regionalgeschäftsführer Hartmut Hagmann und der Präsident des Deutschen Pflegerates, Andreas Westerfellhaus (v. l.) während der Alexianer-Zukunftswerkstatt „Bildung und Pflege“ in der Raphaelsklinik.

Die Pflege auf dem Weg in die Zukunft

[18.11.2015]

Das Berufsbild der Pflege hat sich in den letzten zehn Jahren grundlegend gewandelt und wird sich mit der möglichen Einführung der sogenannten generalistischen Ausbildung weiter verändern. Mit ihr werden die Altenpflege, die Gesundheits- und Krankenpflege und die Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu einem neuen, gemeinsamen Pflegefachberuf vereinigt. Zusammen mit dem weiteren Ausbau akademischer Pflegeausbildungen an den Hochschulen soll auch dem schon bestehenden und mit großer Sicherheit weiter wachsenden Personalmangel in der Pflege begegnet werden.

Während eines zweitägigen Symposiums mit dem Titel „Zukunftswerkstatt Bildung und Pflege“ haben sich rund 60 Teilnehmer unterschiedlicher Alexianer-Einrichtungen aus ganz Deutschland in der Raphaelsklinik getroffen, um durch Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops den Gestaltungsprozess innerhalb des Konzerns mitzugestalten. „Die Zukunft der Pflege stellt für uns ein zentrales Thema dar“, erläutert der Hauptgeschäftsführer der Alexianer GmbH, Andreas Barthold und macht deutlich, dass sowohl die generalistische Ausbildung als auch die Akademisierung der Pflege von den Alexianern nicht nur sehr begrüßt sondern aktiv vorangetrieben werden, zum Beispiel durch die enge Kooperation mit der FOM – Hochschule für Ökonomie und Management.

Der Präsident des Deutschen Pflegerates, Andreas Westerfellhaus, forderte in seinem Impulsvortrag die Mitarbeiter der Pflege auf, immer wieder darauf zu drängen, an Zukunftsprozessen beteiligt zu werden. Die Pflege als Kostenfaktor und den medizinischen Sektor als Erlösfaktor zu betrachten, hält er für grundsätzlich falsch: „Untersuchungen zeigen ganz klar, dass die Mitarbeiter der Pflege stärker als irgendein anderer Sektor das Image einer Klinik prägen“. Eine immer professionellere Ausbildung hält er für unabdingbar, denn „Assistenzkräfte können die Pflegenden nicht ersetzen!“