Die Schönheiten Liverpools dokumentieren

[24.04.2009]


Die Schönheiten Liverpools dokumentieren

Der englische Fotograf Mark Dillon präsentiert seine Fotos in der Raphaelsklinik

„Let it be“ und „All you need is love“, mit diesen Klassikern der berühmtesten Söhne Liverpools empfing der Pianist Frederik Timme die Gäste zur Eröffnung der Ausstellung „Liverpool Collection“ des englischen Fotografen Mark Dillon im Foyer der Raphaelsklinik. Die Gastrede hielt der erste Vorsitzende der Deutsch-Britischen Gesellschaft, Dr. Dr. Axel Vornhecke. Eröffnung war am 23. April, dem Tag des heiligen Georgs, des Nationalheiligen Englands.

„Die meisten Europäer fahren nach London, wenn sie England besuchen. Dabei ist Nordengland auch sehr schön!“, ärgert sich der Liverpooler Fotograf Mark Dillon ein wenig. Auch die britischen Medien hätten in den 70er- und 80er-Jahren ein düsteres Bild vom Norden gezeichnet, dies habe sich allerdings in den letzten zehn Jahren deutlich verbessert. Nach ihrer Blütezeit als eine der wichtigsten Hafenstädte Europas und später als Heimat der Beatles, kam in den 70er- und 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts der langsame Verfall Liverpools. Erst auf dem Weg zur Kulturhauptstadt Europas 2008 blühte die Stadt am Mersey wieder auf. „Heute ist Liverpool eine bunte, vielfältige und sehr lebendige Kultur- und Dienstleistungsstadt“, berichtet der erste Vorsitzende der Deutsch-Britischen Gesellschaft Münsterland, Dr. Dr. Axel Vornhecke während seiner Eröffnungsrede. „Die Stadt ist jetzt wesentlich sauberer, die Liverpooler sind sehr stolz auf die Ernennung zur Kulturhauptstadt“, bestätigt auch Dillon die Beobachtungen Vornheckes. Eine Veränderung, die seiner Meinung nach auch in Zukunft noch Wirkung zeigen wird. Um die Schönheiten seiner Heimat dem deutschen Publikum näher zu bringen, zeigt Dillon gegenwärtig eine Auswahl von 28 Fotos im Foyer der Raphaelsklinik. Kontrastreich, hell und sparsam mit Farben präsentieren sich seine Fotos, oft stehen das Zusammenwirken von Wasser und Architektur im Zentrum seiner Arbeiten.

Mit 16 hat Dillon sein erstes Foto aufgenommen, in Schottland, wo er in seiner Kindheit jeden Sommer bei seinem Onkel verbrachte. Die Fotos entstanden für die Ausbildung am College, Zeichnen und Malen war ihm zu aufwändig: „Fotografieren ist besser und schneller als Malen“, sagt er schmunzelnd. Immerhin war dies die Initialzündung für seine berufliche Karriere. Dillon studierte in Liverpool und Southport Fotografie, nebenbei jobbte er im Beatles-Museum. Dort lernte er auch seine spätere Frau aus Deutschland kennen, der er 1999 nach Düsseldorf folgte. Bis 2006 arbeitete er in einem Atelier für Nahrungs- und Porträtfotografie, seitdem ist er selbstständiger Fotograf in Aachen. „Liverpool wächst und verändert sich laufend, das möchte ich mit meinen Fotos dokumentieren“, sagt er.

Die Ausstellung ist bis zum 6. Juni täglich von 9 bis 20 Uhr im Foyer der Raphaelsklinik zu sehen, der Eintritt ist frei.

Eine kleine Übersicht zur Ausstellung finden Sie auf den Internetseiten der ZEIT: Fotostrecke

Mit freundlicher Unterstützung: Hotel Kaiserhof

(Michael Bührke)

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