Ehren-Urkunde für Arzthelferin Claudia Lauhoff

[21.10.2004]

Die Worte fehlen Claudia Lauhoff selten, vor allem wenn es darum geht, Patientinnen und Angehörigen in der Gynäkologischen Abteilung der Raphaelsklinik die Sorgen und Ängste vor schweren Operationen zu nehmen. Als ihr jetzt die Ärztekammer als eine der ersten Arzthelferinnen in der Region Westfalen-Lippe die Ehren-Urkunde und die goldene Nadel verlieh, wurde sie doch ein wenig still. „Ich bin völlig perplex! Dabei habe ich noch das Essen bestellt und die Einladungen im Krankenhaus verteilt. Dass es sich dabei um meine eigene Feier handeln würde, habe ich nicht mal geahnt!“

Zu verdanken hat die Arzthelferin diese Überraschungsfeier und die ungewöhnliche Auszeichnung der Empfehlung ihres Chefs, Prof. Dr. Withold Dame „Es geht darum, verdiente Mitarbeiterinnen eines Berufstandes zu würdigen, der häufig im Schatten steht, zu Unrecht. Frau Lauhoff kennt die Familienverhältnisse vieler unserer Patientinnen besser als ich selber.“ Mindestens zehn Jahre muss eine Arzthelferin im Dienst sein, um von der Ärztekammer Westfalen-Lippe ausgezeichnet werden zu können. Für Lauhoff kein Problem, die bereits seit 13 Jahren in der Raphaelsklinik arbeitet „ohne einen einzigen Krankheitstag!“ wie der Chefarzt während seiner Rede anlässlich der Verleihung bewundernd anmerkt.

Nach der schriftlichen Empfehlung durch den Arbeitgeber entscheidet ein Gremium der Ärztekammer über die Verleihung der Ehren-Urkunde. Mit einer „Urkundenschwemme“ ist aber für die Zukunft nicht zu rechnen, die allermeisten Arzthelferinnen würden schon an der zehnjährigen Berufserfahrung scheitern. „Die Fluktuation ist in diesem Beruf enorm. Viele Arzthelferinnen wechseln nach wenigen Jahren in das Familienleben oder verändern sich beruflich.“ Berichtet Dame aus der Praxis.