Prof. Dr. Dr. Bettina Pfleiderer und Dr. Heyo Prahm präsentieren im Foyer der Raphaelsklinik eine informative Ausstellung über das Leben und Wirken von Dr. Hermine Heusler-Edenhuizen.
Prof. Dr. Gunnar Möllenhoff während seiner Eröffnungsrede.
Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson überbrachte die Grüße der Stadt.
Prof. Dr. Dr. Pfleiderer und Karin Münster von der Arbeitsgemeinschaft münsterscher Frauen.
Dr. Heyo Prahm während seiner Gastrede.
Prof. Dr. Gunnar Möllenhoff und Prof. Dr. Dr. Bettina Pfleiderer.
Anregende Gespräche am Rande der Eröffnung: Prof. Dr. Dr. Bettina Pfleiderer, Ingrid Fielding und Prof. Dr. Uta Schick (v.l.).
Das Foyer der Raphaelsklinik war während der Eröffnung gut gefüllt.
Dr. Heyo Prahm während des Rundgangs durch die Ausstellung.

Eine streitbare Medizinerin: Ausstellung über Dr. Hermine Heusler-Edenhuizen

[10.09.2014]

Hermine Heusler-Edenhuizen absolvierte zunächst das Abitur und danach ein Medizinstudium. Später ließ sie sich als Frauenärztin in Berlin nieder. Keine außergewöhnliche Karriere, zumindest heutzutage. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war dieser Werdegang eine Sensation, als niedergelassene Frauenärztin war sie sogar die Erste Deutschlands.

„In der Weimarer Republik war sie eine der bekanntesten deutschen Ärztinnen“, erläutert Dr. Heyo Prahm, Neffe von Heusler-Edenhuizen und Gastredner der Eröffnung einer Ausstellung, die dem Leben dieser ungewöhnlichen, streitbaren und engagierten Ärztin gewidmet ist. Bis zum 17.09. wird im Foyer der Raphaelsklinik auf 24 Schautafeln ein detaillierter Einblick in ihre Jugend, Ausbildung und ihr politisches Wirken vermittelt, ein Bildschirm zeigt Szenen aus einem Theaterstück über das Leben der Medizinerin. „Hermine Heusler-Edenhuizen ging es immer um die gleichen Rechte für Frauen, besonders im ärztlichen Beruf, und um eine wissenschaftlich korrekte Argumentation“, berichtet Prahm und fährt fort, dass sie damit vielen männlichen Kollegen ihrer Zeit argumentativ oft weit überlegen war. 1924 gründete sie den „Bund Deutscher Ärztinnen“, der als „Deutscher Ärztinnenbund“ (DÄB) bis heute existiert.

Der ärztliche Direktor der Raphaelsklinik, Prof. Dr. Gunnar Möllenhoff, verweist in seinem Grußwort auf die Entwicklung in der medizinischen Arbeitswelt: „Es ist heute normal, dass Frauen in unserem Beruf tätig sind. 70 Prozent der Medizinstudierenden sind weiblich. Beides war vor 100 Jahren undenkbar.“

Die Präsentation in der Raphaelsklinik wurde von Dr. Heyo Prahm gestaltet und vom Verein „Frauen fördern die Gesundheit“ sowie dem Frauenbüro der Stadt Münster gefördert. Organisiert und koordiniert wurde die Ausstellung von der Regionalgruppe Münster des DÄB, deren Vorsitzende, Prof. Dr. Dr. Bettina Pfleiderer, den Abend der Ausstellungseröffnung moderierte.

Die Ausstellung ist täglich von 9 bis 19 Uhr zu sehen, der Eintritt ist frei.

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