Endoprothetikforum

[13.03.2009]

Zum sechsten Endoprothetikforum der Abteilung für Unfall- und Orthopädische Chirurgie der Raphaelsklinik trafen sich am 13. und 14. März 300 Mediziner auf Gut Havichhorst, um sich über den aktuellen Stand auf dem Gebiet der künstlichen Knie- und Hüftgelenke zu informieren. Die Referenten, allesamt erfahrene Mediziner, kamen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Schottland.
 
Mit rund 200.000 künstlichen Hüft- und 100.000 künstlichen Kniegelenken pro Jahr in Deutschland, sind diese Eingriffe an Krankenhäusern wie der Raphaelsklinik bereits Routine. Zudem hat die Entwicklung der Prothesen in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Aus diesem Grund bekommen immer häufiger auch jüngere Patienten unter 50 einen solchen Gelenkersatz. Früher rieten die Ärzte ihren Patienten, möglichst lange die Schmerzen auszuhalten und falls nötig mit Gehhilfen zu laufen, berichtet der Initiator des Forums und Oberarzt an der Raphaelsklinik, Dr. Bernhard Egen. Grund war die kürzere Lebensdauer der Kunstgelenke und die Tatsache, dass die Prothese nur einmal ausgetauscht werden konnte. "Heute können wir im Prinzip so oft neue Hüft- und Knieprothesen einbauen, wie es nötig ist", erklärt der Initiatior des Forums, Dr. Bernhard Egen. Der "Trick" bestehe darin, möglichst wenig gesunden Knochen zu entfernen und statt des gesamten Gelenks nur die geschädigten Knochenanteile durch künstliche Materialien zu ersetzen.

Neben den Fachvorträgen stellten rund 30 Aussteller ihre aktuellen Produkte aus dem Bereich der Endoprothetik aus.

Video-Beitrag von WN-TV, bitte klicken

(Michael Bührke)