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Erfolgreicher OP-Workshop an der Raphaelsklinik
„Unser Workshop ist in dieser Form einmalig in Deutschland“, sagt die OP-Koordinatorin der Raphaelsklinik, Angelika Witte. Zusammen mit dem Oberarzt Dr. Bernhard Egen hat sie den Workshop für OP-Krankenschwestern und -pfleger ins Leben gerufen. Zwar gäbe es gelegentlich Schulungen von Firmen, die Operationsmaterialien herstellen, aber eben nur für deren eigene spezielle Geräte und Instrumente. An der Innenstadtklinik ist man daher einen anderen Weg gegangen.
An naturgetreuen Knochenmodellen können Bohrer, Meißel und sonstige Werkzeuge und Hilfsmittel erprobt werden, die während einer Operation am Knie oder den Beinknochen normalerweise vom Chirurgen eingesetzt werden. „Wir sind der Überzeugung, dass die berufsübergreifende Zusammenarbeit eine immer größere Bedeutung erlangt, um auf Dauer gute Ergebnisse für die uns anvertrauten Patienten zu erzielen“, erläutert Egen die Zielsetzung der zweitägigen Veranstaltung, zu der sich für 40 Plätze weit über 500 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz angemeldet haben. Für die Organisatoren ein deutlicher Hinweis, dass bei OP-Mitarbeitern offenbar ein großer Bedarf besteht, die Dinge einmal selber auszuprobieren, bei denen sie dem Chirurgen im OP ansonsten assistieren.
„Wir wollen mit dieser Veranstaltung das gegenseitige Verständnis und den Austausch zwischen Mitarbeitern des OP und den Ärzten fördern“, unterstreicht Witte. Neben den praktischen Übungen werden Informationen über unterschiedliche Prothesentypen, die Vor- und Nachteile der Schlüssellochchirurgie oder den Stellenwert moderner Technologien wie computergestützter Navigationsgeräte im OP vermittelt. Ein Fachanwalt für Medizinrecht informiert über die juristischen Fallstricke bei der Arbeit im Operationssaal. Der nächste OP-Workshop in der Raphaelsklinik ist für Dezember geplant. „Schon seit Wochen ausgebucht“, winkt Egen ab. Die Organisatoren scheinen den Nerv getroffen zu haben.
(Michael Bührke)
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