Erstmals Mentorenfortbildung in der Raphaelsklinik

[30.05.2003]

Wenn Auszubildende, Praktikanten oder Pflegepersonal im Krankenhaus auf eine neue Station kommen, gibt es zunächst jede Menge Fragen. Fragen zu speziellen Arbeitsabläufen, Therapieformen oder Pflegekonzepten. Auszubildende müssen abhängig vom Ausbildungsstand zudem unterschiedliche Pflegetechniken bis hin zum komplexen Aufgabenbereich der pflegerischen Betreuung einer Patientengruppe erlernen. Um dem steigenden Qualitätsanspruch an die Ausbildung im Krankenhaus gerecht zu werden, bildet die Raphaelsklinik seit kurzem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Verbund der Misericordia GmbH zu Mentoren aus.

Diese speziell geschulten Pflegekräfte werden in Zukunft die praktische Ausbildung in ihren Abteilungen individuell planen, organisieren, durchführen und weiterentwickeln. In der siebenmonatigen Fortbildung stehen Fächer wie Kommunikation, Pädagogik, Berufspolitik, Zeitmanagement, Stressbewältigung aber auch juristische Themen wie Arbeitsschutz und Haftungsrecht auf dem anspruchsvollen Lehrplan. Ziel ist die Weiterentwicklung und Professionalisierung der Auszubildendenanleitung zur Qualitätsverbesserung der praktischen Ausbildung als auch die Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die optimale pflegerische Versorgung der Patientinnen und Patienten gemäß moderner Pflegekonzepte.

Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit zwischen der Krankenpflegeschule und der Pflegedirektion der Raphaelsklinik. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen in erster Linie aus der Raphaelsklinik und dem Clemenshospital. „Die Praxiserfahrung der zukünftigen Mentoren wird gezielt in den Unterricht einbezogen.“ erläutert die Pflegedirektorin der Klinik Svetlana Mielke ein Merkmal der Fortbildung. Gemeinsam mit der Pflegepädagogin Karin Große Sudhoff ist sie für Inhalt und Durchführung der Mentorenfortbildung verantwortlich. Nach dem erfolgreich bestandenen Abschlusskolloquium erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Zertifikat.