Ferien im Mutterhaus der Clemensschwestern

[16.06.2007]

Dem Himmel ein kleines Stückchen näher waren die Clemensschwestern, als sie 15 rote Luftballons vom Dach der Raphaelsklinik aufsteigen ließen. Mit jedem Ballon ging eine Botschaft in Form einer Postkarte mit auf die Reise. Anders als bei solchen Aktionen üblich, winken dem Finder keine Geld- oder Sachpreise sondern etwas nicht minder wertvolles, ein persönlicher Gruß der Ordensschwestern mit der Versicherung, dass jeder Mensch einzigartig sei.

„Die Luftballons sollen gegen den Zeitgeist, der gerne alles düster malt und dem Menschen immer leichter seinen individuellen Wert zu nehmen scheint, sagen, wie wichtig und wert der Einzelne ist.“ erläuterte Schwester Beatina die Idee hinter Aktion, während sich die roten Punkte schnell am Himmel über der Dominikanerkirche verlieren.
14 Schwestern zwischen 68 und 89 Jahren aus Münster, Dülmen, Anholt und Kalkar verbrachten ihre Ferien im Mutterhaus in der Klosterstraße, um Geschichten auszutauschen und gemeinsam die vielfältigen Angebote des zehntägigen Programms zu genießen. Geplant und durchgeführt wurde die Freizeit von Schwester Beatina. Die Clemensschwester ist Sozialarbeiterin und Dank ihres Fachwissens ist das Programm perfekt auf die Bedürfnisse ihrer betagten Mitschwestern abgestimmt. Hockergymnastik und kreatives Gestalten sind im Angebot, der Besuch einer Ausstellung in der Dominikanerkirche begeisterte die Schwestern ebenso wie ein Domspaziergang unter der Leitung von Pfarrer Hans-Jürgen Vogelpohl.

Ein Besuch im Amtsraum der Generaloberinnen weckte bei vielen Schwestern allerdings nicht nur angenehme Erinnerungen an die Jugendzeit, hier wurden zum Beispiel Versetzungen in andere Häuser verkündet, „Früher waren wir immer froh, wenn wir dort wieder raus waren!“ erinnert sich Schwester Edelharda. Doch diesmal freuten sich die Schwestern auf die Stippvisite in den historischen Räumen: Generaloberin Schwester Christel Grondmann lud zum Sektempfang.