Elvira Meisel-Kemper, Olga-Maria Klassen und Raisa Ulumbekova während der Eröffnung der Ausstellung „Frühjahrsmelodien“ (v.l.)
Elvira Meisel-Kemper während ihrer Gastrede
Die Besucher der Ausstellungseröffnung verfolgen aufmerksam die Eröffnungsrede
Olga-Maria Klassen begrüßt die Besucher der Ausstellungseröffnung
Raisa Ulumbekova begeisterte mit ihrem virtuosen Auftritt
Die Besucher der Ausstellungseröffnung verfolgen aufmerksam die Eröffnungsrede
Olga-Maria Klassen vor zwei ihrer Werke. Foto: Raisa Ulumbekova
Die Besucher der Ausstellungseröffnung verfolgen aufmerksam die Eröffnungsrede

Frühling im Klinikfoyer

[18.03.2016]

Auf Münster Promenade hat ihre Arbeit bereits für Fahrradunfälle gesorgt, wie die Malerin Olga-Maria Klassen erstaunt berichtet. Die gebürtige Russin malt in der Natur, eine Vorgehensweise, die hierzulande eine Seltenheit geworden ist und offenbar dafür sorgt, dass Radfahrer in ihrer Verwirrung nicht mehr auf den Weg achten. „In St. Petersburg gibt es 5000 professionelle Künstler, die Straßen sind voller Maler, da schaut sich niemand nach einem um“ erzählt sie. Mehr als 30 ihrer Arbeiten werden gegenwärtig unter dem Titel „Frühjahrsmelodien“ im Foyer der Raphaelsklinik ausgestellt.

Die Mehrzahl der Bilder ist in Münster oder dem Umland entstanden. Überwasserkirche, Zwinger, St. Ludgeri und natürlich die Promenade aber auch Burg Hülshoff sind zu sehen. Die Farben der Ölbilder sind seltsam gedeckt, nicht leuchtend, sie werden der Künstlerin aus St. Petersburg geliefert, nur dort sind sie erhältlich, wie sie sagt. Eine Serie von Bleistiftzeichnungen zeigen Kopfweiden, denen die Künstlerin Titel wie „Krokodil“, „Einsamkeit“ oder „Frisur“ gegeben hat. „Die stehen an der Gasselstiege, die kenne ich gut!“, begeistert erkannte eine der Besucherinnen der Ausstellungseröffnung am 17. März die knorrigen Gestalten auf den Zeichnungen wieder. Die Gastrede der Ausstellungseröffnung hielt die Kunsthistorikerin Elvira Meisel-Kemper: „Es ist die Schönheit der Natur des Münsterlandes, welche die Künstlerin mit Petersburger Farben fixiert. Ein besseres Beispiel für Völkerverständigung kann es doch gar nicht geben“, erläuterte die Gastrednerin und sieht ihre Kunst als Bindeglied zwischen zwei Welten.

Die Violinistin Raisa Ulumbekova sorgte unter anderem mit Vivaldis „Der Frühling“ für eine virtuose Einstimmung in das Thema der Ausstellung, die bis zum 1. Mai täglich im Foyer der Raphaelsklinik zu sehen ist. Der Eintritt ist frei.

Olga-Maria Klassen – Frühjahrsmelodien

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