Geburtstag mit Ehrengast

[25.03.2007]

Eigentlich dachte die Clemensschwester Manfreda bei der Gästeliste zu ihrem 80. Geburtstag nur an den engsten Familienkreis. Das sahen die Kolleginnen und Kollegen der ehemaligen Stationsleitung der Raphaelsklinik jedoch anders und planten eine Überraschungsfeier, deren Ergebnis selbst die Initiatoren verblüffte.

„Nachdem wir den nahenden Geburtstag von Schwester Manfreda in der Stammtischrunde ansprachen, verselbstständigte sich die Idee immer mehr. Jeder wollte dabei sein und zum runden Geburtstag gratulieren.“ beschreibt die ehemalige OP-Schwester Anne Höpfel die Planungsphase.
Bereits 1948 trat die damals 21-jährige Manfreda Blumensaat aus Haffen-Rees bei Wesel in den Orden der Clemensschwestern ein. 1954 begann sie die Ausbildung zur Krankenschwester in der Raphaelsklinik, in der sie als Stationsleitung tätig war. Bis zum Jahr 2002 übernahm sie die Leitung des Konventes der Clemensschwestern.
Unter den rund 30 Gratulanten waren viele ehemalige Krankenschwestern und Chefärzte. Für Viele war die Feier das erste Treffen seit Jahren, Gesprächsstoff gab es reichlich. Jeder Gast wurde von Schwester Manfreda herzlich begrüßt, doch einer verschlug ihr buchstäblich die Sprache. Bischof Dr. Reinhard Lettmann ließ es sich nicht nehmen, persönlich zum Geburtstag zu gratulieren. Als er noch Generalvikar in Münster war, lag er als Patient auf ihrer Station und lernte sie als kompetente und herzliche Krankenschwester kennen und bis heute schätzen. In einer launigen Rede erzählte er von der Zeit, als sich die Clemensschwester engagiert für seine Genesung einsetzte, auch wenn dies für den späteren Bischof mit empfindlichen Einschränkungen verbunden war.
Schwester Manfreda genießt nun den Ruhestand im Claudiahaus der Clemensschwestern in der Piusallee. Ihren 80. Geburtstag wird sie sicher so bald nicht vergessen.

(Michael Bührke)