Gemeinsame Initiative gegen den Darmkrebs

[27.03.2006]

Chefarzt Dr. Franz Raulf von der Raphaelsklinik, Gudrun Bruns von der Krebsberatungsstelle, der niedergelassene Internist Dr. Thomas Krummenerl und Mechthild Bedenbecker-Busch von der Volkshochschule (VHS) Münster werden gemeinsam im Kampf gegen den Darmkrebs aktiv.

Darmkrebs ist die häufigste Krebserkrankung des Nichtrauchers. Mit etwa 66.000 Neuerkrankungen und über 30.000 Todesfällen pro Jahr ist Darmkrebs die zweithäufigste Todesursache bei bösartigen Tumoren in Deutschland. Etwa jeder 20. Bürger kann im Laufe seines Lebens an Darmkrebs erkranken. Fast immer entsteht die Erkrankung aus gutartigen Wucherungen, so genannten Adenomen, die sich erst im Laufe von Jahren entwickeln. "Es gibt kaum eine andere Krebsart, bei der wir einen solchen Vorlauf haben." erläutert Krummenerl, "bis aus einem Adenom ein bösartiges Carcinom wird, dauert es im Schnitt zehn Jahre."

Das wichtigste Instrument der Früherkennung ist die Darmspiegelung, vor der viele Menschen zurück schrecken. "Diese Sorge ist unbegründet, da auf Wunsch betäubende Medikamente verabreicht werden können." stellt Raulf klar, von dem auch die Initiative der Aktion ausging. Deutschland ist zudem das einzige Land weltweit, in dem Routineuntersuchungen zur Darmkrebsvorsorge ab dem 55. Lebensjahr von den Krankenkassen bezahlt werden.

Bruns sieht die Aufgabe der Krebsberatungsstelle in diesem Projekt darin, die Hemmschwelle zur Vorsorgeuntersuchung zu senken und durch intensive Aufklärungsarbeit über die Möglichkeiten der Früherkennung zu informieren.

Am 30. März stehen namhafte Experten um 19.30 Uhr in der VHS Münster, Aegidiimarkt 3 zu den Themen Darmkrebs und die Chancen der Früherkennung Rede und Antwort.