Gemeinsame Ökoprofit-Ausstellung in der Raphaelsklinik und dem Clemenshospital

[24.02.2005]

Die Umwelt entlasten und den Geldbeutel dabei füllen, das klingt zunächst nach einem Gegensatz. In der Öffentlichkeit stehen Maßnahmen des Umweltschutzes oft in dem Ruf, in erster Linie Geld zu kosten aber nichts einzubringen.

Aus Graz in Österreich stammte die Idee, dass kommunale Einrichtungen den Wirtschaftsbetrieben in ihrer Region Hilfestellungen und Anregungen dabei bieten, den Betrieb auf Möglichkeiten ökologisch sinnvoller Änderungen zu durchleuchten, die nebenbei auch noch Geld einsparen. "Ökoprofit" nennt sich diese Verknüpfung aus Ökologie und Ökonomie, ein Projekt, das die Stadt Münster erstmals 2001 durchgeführt hat. Die Raphaelsklinik und das Clemenshospital gehörten als Pioniere zu den ersten betrieben Münsters, die vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz als Ökoprofit-Betrieb zertifiziert wurden.

In einer gemeinsamen Ausstellung, die zeitgleich in beiden Krankenhäusern zu sehen ist, können sich Patienten und Besucher durch eine Plakatreihe über die Erfolge der Aktion informieren. Im Clemenshospital und in der Raphaelsklinik konnten beispielsweise durch die Umstellung von Einwegkitteln aus Papier auf waschbare OP-Bekleidung aus Mikrofaser 47.000 Euro und 6,1 Tonnen Müll eingespart werden. Zur Eröffnung der Austellung trafen sich Vertreter der beiden Kliniken, ehemaliger und zukünftiger Ökoprofit-Betriebe und des Amtes für Grünflächen und Umweltschutz in der Raphaelsklinik, um sich über die bisherigen Erfolge und die Zukunft dieser Aktion zu informieren.