Gemeinsam gegen den Krebs (v. l.): Reinhard Mawick (FKH), Dr. Jan Groetzner (CLE), Manfred Littek (FKH), Dr. Christian Lerchenmüller (CLE), Stefan Kentrup (CLE, RAK), Prof. Dr. Dr. Gerhard Brodner (FKH) und Dr. Frank Fischer (RAK).

Gemeinsames Onkologisches Zentrum gegründet

[04.03.2013]

„Man kann zu Recht behaupten, dass sich Menschen nach einer Krebsdiagnose im Ausnahmezustand befinden“ sagt Dr. Christian Lerchenmüller, Onkologe und Chefarzt am münsterschen Clemenshospital. Zukunftsängste, die Sorgen der Angehörigen, vieles stürzt aus heiterem Himmel auf die Betroffenen ein. In den letzten zehn Jahren wurden daher für viele Krebsarten spezialisierte Zentren gegründet, in denen Experten unterschiedlicher Fachgebiete zusammenarbeiten, um einen möglichst reibungslosen und zielgerichteten Behandlungsablauf zu gewährleisten.

Deutschlandweit erstmals haben sich jetzt in Münster mehrere solcher Zentren unterschiedlicher Träger in einem übergeordneten onkologischen Organzentrum zusammengeschlossen, der „Münsteraner Allianz gegen Krebs – MAgKs“. Beteiligt sind das Clemenshospital, die Fachklinik Hornheide und die Raphaelsklinik in Münster. „Der Krebs hält sich nicht an Organgrenzen“, erläutert der ärztliche Direktor der Fachklinik Hornheide, Prof. Dr. Dr. Gerhard Brodner und macht damit deutlich, warum zum Beispiel Experten eines Hautkrebszentrums mit den Kollegen eines Darmkrebszentrums in den Dialog treten sollten.

„Die Qualität der einzelnen Zentren ist schon sehr hoch, die wird durch eine solche Kooperation nicht plötzlich sprunghaft ansteigen“, dämpft Lerchenmüller, der auch Vorsitzender der MAgKs ist, übertriebene Erwartungen. „Ein großer Vorteil ist aber, dass wir uns untereinander wesentlich besser kennenlernen und enger austauschen“ erklärt der Mediziner, sein Kollege Dr. Frank Fischer von der Raphaelsklinik verweist in diesem Zusammenhang auf die wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenzen, in denen alle neuen Fälle klinikübergreifend besprochen werden.

Am Mittwoch, 6. März, findet ab 11 Uhr ein öffentlicher Aktionstag mit Vorträgen und Infoständen der Zentren und Selbsthilfegruppen im Gebäude der Bezirksregierung, Domplatz 1-3, statt. Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung nicht notwendig.

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