Gynäkologische Abteilung schließt zum Jahresende

[05.12.2008]

Gynäkologische Abteilung schließt zum Jahresende

Zum 31.12.2008 wird die Abteilung für Gynäkologie an der Raphaelsklinik ihren Betrieb einstellen. Um dem stetig wachsenden finanziellen Druck der Gesundheitspolitik auf die Krankenhäuser zu begegnen, setzt die Raphaelsklinik auf das Mittel der Spezialisierung und trennt sich von ihrer gynäkologischen Abteilung.

Die Vorgaben der gegenwärtigen Gesundheitspolitik haben zur Folge, dass sich das Defizit der Abteilung für Gynäkologie der Raphaelsklinik im kommenden Jahr verdoppeln würde. Zudem sinkt gleichzeitig der finanzielle Spielraum der effizienteren Abteilungen, so dass eine Mitfinanzierung der Gynäkologie zukünftig nicht mehr möglich ist.

Fortan werden die Kompetenzen im Bereich Gynäkologie auf das Clemenshospital, das wie die Raphaelsklinik zur Misericordia GmbH Krankenhausträgergesellschaft gehört, konzentriert. Im Gegenzug werden an der Raphaelsklinik andere Abteilungen gestärkt und zum Beispiel durch die Gründung eines interdisziplinären Bauchzentrums weiter ausgebaut.

Die Raphaelsklinik wird sich im Zuge der Schließung vom ärztlichen Team der Abteilung für Gynäkologie trennen, während die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflege in anderen Abteilungen des Hauses weiter beschäftigt werden.

Die Behandlung von Notfällen wird auch zukünftig über konsiliarisch tätige gynäkologische Fachärzte gesichert bleiben.

(Michael Bührke)