Beim Bingo-Spiel kamen sich Bewohner und Schüler schnell näher

Helfen ist mehr als Pflaster kleben

[13.05.2009]

Helfen ist mehr als Pflaster kleben
Schüler der Richard-von-Weizsäcker-Schule besuchen Bewohner der Kurzzeitpflege

Wenige Meter hinter der großen Fensterscheibe herrscht geschäftiges Treiben auf der Großbaustelle Stubengasse, doch dafür hatten die sieben Jungen und Mädchen der Richard-von-Weizsäcker-Schule keine Augen. Sie redeten und spielten lieber mit den betagten Bewohnern der Kurzzeitpflege der Raphaelsklinik, erzählten von ihrer Schule und hörten zu, was die Senioren zu berichten hatten.

Während der „Projektwoche Gesundheit“ erfuhren die Dritt- und Viertklässler bereits von einem Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, wie man professionell erste Hilfe leistet, doch unter dem Begriff Helfen verstanden die Schüler noch mehr. Bei der gemeinsamen Vorbereitung der Projektwoche zusammen mit ihren Lehrerinnen Anja Nienhaus und Katharina Albers-Wöstmann erkannten die Schüler schnell, dass Helfen nicht nur Pflaster kleben und Verbände wickeln bedeutet. Sie wollten älteren oder kranken Menschen gerne eine Freude bereiten, sie besuchen und mit ihnen reden. Mit diesem Wunsch stießen sie bei der Leitung der Kurzzeitpflegeeinrichtung, Martina Stegemann, auf offene Ohren: „Die Idee, Kinder ins Gespräch mit unseren Bewohnern zu bringen, gefiel uns von Anfang an sehr gut“, sagte sie und fügte hinzu: „Ein solcher Austausch kann beiden Seiten sehr viel geben.“

So spielten die Schüler mit den Senioren Bingo und sorgten für gute Laune. Für ihren Besuch hatten die Kinder extra ein Lied über das Helfen einstudiert, das sie den Senioren zur Gitarrenbegleitung vortrugen. Zum Abschied überreichten sie jedem Bewohner eine Rose. „Ich bin begeistert vom Erfolg unserer Aktion“, freute sich Anja Nienhaus, „vielleicht können wir das über die Projektwoche hinaus zur dauerhaften Kooperation werden lassen.“

(Michael Bührke)