Gemeinsam für die Patienten (v. l.): Hans-Joachim Loheider (SELP), Volkhard Schefter (Patient), Annette Hünefeld (SELP), Ingrid Klimke (Schirmherrin) und Prof. Dr. Claus Spieker (Raphaelsklinik)
Pressetermin auf dem Klinikdach

Hilfe für Leukämie- und Lymphompatienten

[14.10.2011]

Als Volkhard Schefter von seiner Diagnose erfuhr, traf es ihn wie aus heiterem Himmel: Leukämie. Damals vor fast 20 Jahren gab es noch kein Internet und die wenige Literatur war nur für den Experten verständlich. „Auch die Infos der Ärzte waren für mich zunächst sehr verwirrend“, erinnert sich Schefter an diese schwere Zeit zurück. Doch dann erfuhr er von der Selbsthilfevereinigung für Leukämie- und Lymphom-Patienten (SELP e. V.): „Das Glück hätte nicht größer sein können, als ich erfuhr, dass Deutschlands einzige Selbsthilfegruppe für Leukämiepatienten ausgerechnet in meiner Heimatstadt Wolbeck angesiedelt war!“ Was für Schefter Glück war, stellte andere Betroffene vor Probleme, Wolbeck ist nicht gerade leicht zu erreichen. Seit einem Jahr hat die Vereinigung ihr Büro in der zentral gelegenen Raphaelsklinik, was auch den zweiten Vorsitzenden des SELP e. V., Hans-Joachim Loheider, freut: „Wir sind hier wesentlich besser zu erreichen und können die Seminarräume der Klinik für unsere Treffen und Vorträge nutzen.“ Volker Schefter gilt seit 1997 als geheilt, bleibt dem Verein aber weiterhin verbunden.

Eine andere Patientin berichtet von ersten Symptomen vor etwa zehn Jahren: „Ich hatte einen Leistungseinbruch, war immer müde und kaputt“. Erst vor einem Jahr fanden die Ärzte die Ursache, ein sogenanntes Non-Hodgkin-Lymphom, eine Krebserkrankung des Lymphsystems. „Dieser Verlauf ist typisch“, erläutert der Chefarzt der Medizinischen Klinik I der Raphaelsklinik, Prof. Dr. Claus Spieker, „die Medizin hat gerade in den letzten fünf Jahre enorme Fortschritte bei der Diagnose und Behandlung dieses Krankheitsbildes gemacht.“ Gegenwärtig ruht die Erkrankung, regelmäßige Kontrollen sind für die Patientin jedoch Pflicht.

Schirmherrin des Vereins ist die Reiterin Ingrid Klimke, sie unterstützt den SELP e. V. seit drei Jahren. „Ich biete regelmäßig ein offenes Reittraining auf dem Hof Schulze Brüning an. Dort waren schon oft Patienten des Vereins zu Gast.“ Der SELP e. V. hat sein Büro in der Raphaelsklinik, Loerstraße 23. Informationen gibt die Leiterin der Kontaktsetelle Münster, Annette Hünefeld, unter Telefon (0251) 981 196 60.
 
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