Der Fotograf Andreas Löchte
Zwei Frauen auf dem Markt
Martin Breutmann während seiner Gastrede
Keine Angst: Der will nur spielen!
Andreas Löchte im Gespräch mit Besuchern der Ausstellungseröffnung.
Ein Mann im Reisfeld

Hunger auf Bilder - Fotoausstellung von Andreas Löchte

[14.06.2010]

Andreas Löchte ist gelernter Werbefotograf, seine Leidenschaft allerdings ist das Reisen. Dass sich beides hervorragend miteinander verbinden lässt, zeigt seine aktuelle Ausstellung in der Raphaelsklinik mit dem Titel „Gesichter der Welt“. Entstanden sind die großformatigen und farbintensiven Aufnahmen auf seinen Reisen durch Nordamerika, Polynesien, Südostasien, Neuseeland und Australien.

Im Mittelpunkt stehen dabei meist die Menschen, denen Löchte auf seinen Reisen begegnete. Jedes der gezeigten Bilder erzählt auch eine Geschichte. So wie das Porträt eines Mädchens in Schuluniform vor der Skyline Kuala Lumpurs. Löchte wäre beim Versuch, ein Foto aus der Froschperspektive zu machen, fast überfahren worden. Das Mädchen warnte den Fotografen gerade noch rechtzeitig vor dem herannahenden Auto. Löchte bedankte sich bei der Schülerin, die sich daraufhin als stolze Lebensretterin von ihm fotografieren ließ.

Den ausgeprägten Nationalstolz der US-Amerikaner wollte er ironisch darstellen und fotografierte einen Mann mit dessen Bulldogge, die grimmig in die Kamera schaut. „Der Hund wurde kurz zuvor gefüttert und hatte gute Laune, wie sein Besitzer mir erklärte“, sagt Löchte. In einem Punkt sind sich die Ausstellungsbesucher wohl einig: Diesem Tier möchte man nur ungern im hungrigen Zustand begegnen.

Gastredner der Ausstellungseröffnung am 10. Juni vor rund 80 Besuchern war der Chefredakteur der Fachzeitschrift „fotoforum“, Martin Breutmann. Unglaubliche 1000-Mal macht es pro Sekunde „Klick“, und das nur in Deutschland, berichtet der Journalist. Die Gefahr einer Übersättigung durch diese Bilderflut ist groß. „Doch Löchte ist nicht satt. Er besitzt diesen ‚Hunger auf Bilder’, er will die Welt durch die Kamera sehen, will Bilder nach Hause tragen, die das Besondere zeigen von dem, was er erleben durfte“ und fährt fort „Uns erscheint vieles von dem, was wir hier in der Ausstellung sehen, exotisch. Für die Menschen dort ist es Alltag.“

Bis zum 25. Juli ist die Ausstellung „Gesichter der Welt“ von Andreas Löchte täglich, auch am Wochenende, im Foyer der Raphaelsklinik zu sehen. Der Eintritt ist frei.

(Michael Bührke)

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