Willi Nordhoff, Elfriede Korn und Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann (v. l.) luden zur Jubiläumsveranstaltung in das Foyer der Raphaelsklinik.
Willi Nordhoff von der ILCO führte durch das Programm.
Dr. Holger Timmer, Chefarzt an der Raphaelsklinik, berichtete über die Nachsorge beim Darmkrebs.
Tim Wessels, Oberarzt am Clemenshospital, informierte über das Thema "Stomarückverlegung".
Das Vortragsthema von Dr. Friedrich Krings, Chefarzt an den Christopherus-Kliniken in Coesfeld, lautete "Darmkrebs: Diagnose und OP".
Auch die ILCO war mit einem Informationsstand vertreten.
Nele Klemann unterhielt das Publikum am Klinikflügel.
Kooperationspartner der ILCO stellten sich an zahlreichen Infoständen dem Publikum vor.
Hersteller von Pflege- und Versorgungsmitteln zeigten eine Übersicht ihrer Produkte.

ILCO – Eine Selbsthilfegruppe feiert Jubiläum

[07.04.2014]

Eine Darmkrebserkrankung kann, wenn sie früh genug erkannt wird, inzwischen gut behandelt werden. Dennoch stellen sich den meisten Betroffenen nach der Diagnose und nach dem Krankenhausaufenthalt viele Fragen. In diesen Fällen kommt den Selbsthilfegruppen eine bedeutende Aufgabe zu, sie haben das notwendige Hintergrundwissen, um alle Fragen vor und nach dem Krankenhausaufenthalt zu klären. Eine dieser Selbsthilfegruppen ist die Deutsche ILCO, die sich seit 35 Jahren in Münster und seit 25 Jahren in Coesfeld um die Belange von Menschen mit einem künstlichen Darmausgang oder einer künstlichen Harnableitung kümmern.

Das Doppeljubiläum feierte die Selbsthilfegruppe mit einem informativen Aktionstag im Foyer der Raphaelsklinik, bei dem Themen wie „Welche Komplikationen können bei einem künstlichen Darmausgang auftreten“, „Diagnose und OP beim Darmkrebs“ oder „Palliativmedizin“ auf dem Programm standen. Experten aus Medizin und Pflege unterschiedlicher Kliniken berichteten den rund 90 Zuhörern aus der Praxis. Dr. Holger Timmer, Chefarzt an der Raphaelsklinik, warnte in seinem Vortrag davor, die sogenannten Tumormarker zu überschätzen. „Diese Blutwerte sind kein Instrument, um eine Krebserkrankung festzustellen“, erläuterte der Onkologe, „sie schaffen im Vorfeld nur Ängste“. Erst bei der regelmäßigen Untersuchung nach einer Krebstherapie liefern sie Anhaltspunkte für ein eventuelles Wiederaufkeimen der Erkrankung, doch auch dann sind die Werte nur eine Hilfestellung, wie der Experte erklärte.

Während der Pause sorgten Nele Klemann am Flügel und die A-Capella-Gruppe „Mosaic“ für Unterhaltung. Nach der Veranstaltung bot sich den Zuhörerinnen und Zuhörern die Gelegenheit zum Gespräch mit den Experten oder zum Besuch der Infostände.

Die „Deutsche ILCO“ trifft sich an jedem zweiten Mittwoch im Monat in der Cafeteria der Raphaelsklinik, Loerstraße 23. Infos gibt’s beim Sprecher der ILCO-Gruppe Münster, Willi Nordhoff, Telefon 02582-65624

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