Im OP-Saal der Raphaelsklinik hautnah dabei: Die Praktikantinnen Lisanne Holz, Lydia Cordesmeyer und Lotte Stegat (v. l.)
Können in der Raphaelsklinik schon mal testen, wie es sich im weißen Kittel arbeitet: Lydia Cordesmeyer, Lotte Stegat und Lisanne Holz (v. l.)
Im OP-Saal der Raphaelsklinik hautnah dabei: Die Praktikantinnen Lisanne Holz, Lydia Cordesmeyer und Lotte Stegat (v. l.)

Im OP hautnah dabei

[07.02.2014]

Die grünen OP-Kittel stehen den drei jungen Frauen schon ganz gut, bislang ist allerdings nur Zuschauen angesagt. Lotte Stegat, Lydia Cordesmeyer und Lisanne Holz absolvieren ihr zweiwöchiges Betriebspraktikum in der Raphaelsklinik. Die 14- und 15-jährigen Gymnasiastinnen vereint die Begeisterung für den Arztberuf. „Wir können hier in viele Bereiche hineinschnuppern.

Bislang war ich in der Chirurgie, der Radiologie, der Endoskopie und der zentralen Ambulanz im Einsatz“, berichtet Lisanne Holz. Ihr Favorit ist, ebenso wie bei Lotte Stegat, ganz klar der OP, während Lydia Cordesmeyer die Arbeit in der Ambulanz am spannendsten findet. Mit den Patienten darf das Trio ohne Ausbildung allerdings nicht arbeiten, „manchmal konnte ich den Ärzten etwas anreichen“, berichtet Holz. Selbst der Blick in den OP-Saal ist für die drei Schülerinnen kein Problem. Die Arbeit in einem Krankenhaus sei zwar spannend und abwechslungsreich, habe aber nicht nur schöne Seiten. So gehört auch das Überbringen schlechter Nachrichten zum Beruf, wie sie bereits erfahren mussten.

Während ihres Praktikums begleiten sie die Ärzte und Pfleger bei der Visite und bekommen so einen Überblick über die unterschiedlichsten Krankheitsbilder. Was sie dabei hören und sehen, müssen sie allerdings größtenteils für sich behalten, „wir mussten vor dem Beginn des Praktikums eine Schweigepflichterklärung unterschreiben“, erläutert Lisanne Holz.

Dass sich kein Junge unter den Praktikanten befindet, ist typisch für die Entwicklung der letzten Kahre innerhalb der medizinischen Berufe, „rund zwei Drittel der Medizinstudenten sind weiblich“, berichtet Dr. Thomas Bauer von der Medizinischen Fakultät der Uni Münster.