Ines Klich und die Kraft der Farben

[15.04.2011]

Auf den ersten Blick wirken die Motive der Bilder von Ines Klich wie willkürliche abstrakte Formen, gemalt mit starken Farben. Auch der Titel ihrer aktuellen Ausstellung im Foyer der Raphaelsklinik „Die Kraft der Farben“ könnte diese Vermutung bestärken. Wer sich jedoch eingehender mit den ungewöhnlich großformatigen Arbeiten auseinandersetzt, entdeckt Strukturen und Formen, die mal eine Vase mit Blumen und mal gebäudeartige Objekte darstellen könnten. Dabei ist es nicht die eigentliche Intention der münsterschen Künstlerin, lediglich farbenfrohe „Suchbilder“ zu produzieren. Vielmehr möchte sie Anhaltspunkte für die innere Auseinandersetzung des Ausstellungsbesuchers mit dem Gesehenen liefern und so in jedem Betrachter individuelle Emotionen erzeugen. Die Beziehung zwischen ihr und dem Ausstellungsbesucher bezeichnet Klich als „unsichtbare abstrakt-emotionale Berührung.“

Die gebürtige Gelsenkirchenerin begann 1994 als Autodidaktin mit der Malerei, stellte bereits vier Jahre später ihre Werke erstmals öffentlich aus und eröffnete 2001 die „Galerie Artig“ im Kreuzviertel. Im Oktober letzten Jahres zog sie dann mit Ihrer Galerie nach Emsdetten-Hembergen.

Während ihrer Gastrede am vergangenen Donnerstag zeigte sich die Leiterin des Kulturamtes, Frauke Schnell, von der Energie der ausgestellten Werke beeindruckt: „Ich danke Ines Klich dafür, dass sie uns daran mit ihren Bildern Anteil nehmen lässt, diese Energie spüren lässt und uns die Möglichkeit gibt, sie in uns widerklingen zu lassen oder zu entdecken.“

Die Ausstellung von 13 großformatigen Werken der Malerin Ines Klich ist noch bis zum 29. Mai täglich im Foyer der Raphaelsklinik zu sehen, der Eintritt ist frei.

(Michael Bührke)

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