Sabine Lutkat (l.) und Ariane-Tatjana Kellner während der Ausstellungseröffnung.
Zahlreiche Gäste kamen zur Eröffnung in das Foyer der Raphaelsklinik.
Sabine Lutkat, Präsidentin der Europäischen Märchengesellschaft, während ihrer Eröffnungsrede.
Jaron Tripp spielte während der Eröffnung auf dem Hang.
Die Künstlerin (l.) während der Gastrede.
Die zahlreichen Arbeiten weisen oft sehr spannende Detais auf.
Liebevolle Details prägen die Ausstellung von Ariane-Tatjana Kellner.
Sabine Lutkat (r.) im Gespräch mit Ausstellungsbesuchern.
Ariane-Tatjana Kellner (r.) erzählt von ihrer Arbeit an den Werken, die in der Raphaelsklinik ausgestellt sind.

Klein Zaches in der Raphaelsklinik

[23.10.2015]

Im Krankenhaus sollten den Patienten keine Märchen erzählt werden. In diesem Fall haben die Verantwortlichen der Raphaelsklinik eine Ausnahme gemacht. „Klein Zaches, genannt Zinnober“ heißt ein eher unbekanntes Kunstmärchen von E. T. A. Hoffmann, das von der Künstlerin Ariane-Tatjana Kellner liebevoll und detailverliebt bebildert wurde. Zu sehen sind ihre Arbeiten, überwiegend Ätzradierungen und Mischtechniken auf Leinwand, im Foyer der Klinik an der Loerstraße.

„Ich habe bislang keine Illustrationen zu diesem Märchen gefunden, das hat mich besonders gereizt“, erklärt die 44-jährige Havixbeckerin. Klein Zaches kommt als ziemlich hässlicher Gnom auf die Welt, wird jedoch von einer Fee damit gesegnet, dass alles Positive, was so geschieht, ihm zugerechnet wird. So schmückt er sich mit fremden Federn und steigt gesellschaftlich schnell auf. „Das Märchen hat noch heute, knapp 200 Jahre nach seiner Entstehung, nichts an Aktualität verloren“, erklärt die Präsidentin der Europäischen Märchengesellschaft, Sabine Lutkat, in ihrer Gastrede und hofft, dass die Auseinandersetzung mit den Bildern der Ausstellung den einen oder anderen dazu motiviert, die Werke von E. T. A. Hoffmann zu lesen.

Musikalisch wurde der Abend von Jaron Tripp begleitet, der auf dem selten zu hörenden Instrument „Hang“ spielte.

Die Ausstellung ist noch bis zum 29. November täglich im Foyer der Raphaelsklinik zu sehen, der Eintritt ist frei.

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