Gebannt folgen die Zuhörer den Berichten Gardemanns über seine Arbeit in den unterschiedliche Krisengebieten.
Gebannt folgen die Zuhörer den Berichten Gardemanns über seine Arbeit in den unterschiedliche Krisengebieten.
Gebannt folgen die Zuhörer den Berichten Gardemanns über seine Arbeit in den unterschiedliche Krisengebieten.
Gebannt folgen die Zuhörer den Berichten Gardemanns über seine Arbeit in den unterschiedliche Krisengebieten.
Prof. Gardemann nutzt die Technik der Aquarellmalerei.
Zahlreiche Besucher fanden sich bis Mitternacht im Klinikfoyer ein.
Die Raphaelsklinik hat wie in jedem Jahr den Besuchern der "Nacht der Museen und Galerien" den roten Teppich ausgerollt.

"Krisengebiete" während der Nacht der Museen und Galererien

[31.08.2013]

Eindringlich berichtete Prof. Joachim Gardemann von seinen Erlebnissen in den Krisengebieten dieser Welt. Haiti, Sri Lanka, Ruanda, Darfur, Kosovo, Iran, die meisten dieser Länder kennen seine Zuhörer nur aus den Nachrichten, verbunden mit den Bildern hungernder, leidender Menschen auf der Flucht vor Krieg und Zerstörung. Gardemann kennt sie als Arzt im Auftrag des Deutschen Roten Kreuzes und als Leiter des "Kompetenzzentrums Humanitäte Hilfe" der Fachhochschule Münster aus eigener Erfahrung.

Seine Erlebnisse hat er in zahlreichen Aquarellen festgehalten, von denen 26 während der „Nacht der Museen und Galerien“ im Foyer der Raphaelsklinik zu sehen waren. Rund 80 Kunstinteressierte unterbrachen ihren Bummel durch Münsters Ausstellungshallen, um sich weniger über Kunst und Kultur als vielmehr über die Arbeit der Hilfsorganisationen in den unterschieldichen Krisengebieten erzählen zu lassen.

Die meisten Bilder zeigen Mütter mit Kindern, auf manchen sind die Lager selber dargestellt. Ein Aquarell zeigt einen Mann mit einem Baby auf dem Arm. „Wenn ein Mann mit einem Kind in das Lager kommt, ist klar, dass etwas nicht stimmt“, erläutert Gardemann und fährt fort „dann ist die Mutter meist tot oder verschollen“. Der Mann auf dem Bild bekam das Baby von einer wildfremden Frau durch einen Zaun in den Arm gedrückt, wenigstens das Kind sollte überleben. Etwas hilflos kam der Mann dann mit dem Jungen in das Lager. „Etwas später hat der Suchdienst des Roten Kreuzes die Mutter ausfindig gemacht“ beruhigte Gardemann seine gebannt zuhörenden Gäste.

Bis zum 8. September ist die Ausstellung in Foyer der Innenstadtklinik zu sehen, der Eintritt ist frei.