Stolz präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Werke im Foyer der Raphaelsklinik.
Viele farbenfrohe Bilder beleben aktuell das Foyer der Raphaelsklinik.
Die Ausstellung wurde in Anwesenheit der Künstlerinnen und Künstler offiziell von einem Vertreter der Klinikleitung eröffnet.
Viele farbenfrohe Bilder beleben aktuell das Foyer der Raphaelsklinik.
Stolz präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Werke im Foyer der Raphaelsklinik.
Viele farbenfrohe Bilder beleben aktuell das Foyer der Raphaelsklinik.
Die Ausstellung wurde in Anwesenheit der Künstlerinnen und Künstler offiziell von einem Vertreter der Klinikleitung eröffnet.

Kunterbunte Kinderporträts in der Raphaelsklinik

[21.09.2015]

Benannt nach der Friedensgöttin Durga sorgt Thurka dafür, dass die Streithähne Noel und Flemming nicht aufeinander losgehen. Auf lebensgroßen Bildern haben sich die drei Schülerinnen und Schüler der Münsterlandschule – Förderschule für Hören und Kommunikation, in dieser Situation selber gemalt. Zu sehen sind diese und viele weitere großformatige Bilder der Schüler im Foyer der Raphaelsklinik.

Dem von den Kindern erfundenen Titel „Ich bin Muster Kunterbund“ werden alle Werke gerecht, mit ihren intensiven Farben erinnern manche der ausgemalten Körperumrisse an die Bilder von Keith Haring. Angeleitet wurden die jungen Künstler von Bettina Hölscher, die mit ihrer Malschule EigenSinn in den Kunsträumen der Irisschule zu Gast war und gemeinsam mit den Schülern der Klasse von Dorothea Dapper ein Schulhalbjahr intensiv an dem Thema gearbeitet hat. „Dass junge Menschen in dem Alter über einen so langen Zeitraum mit ungebrochener Begeisterung bei der Sache bleiben, ist sehr ungewöhnlich“, freut sich Hölscher.

Während der ganzen Zeit waren die Kinder hochmotiviert, nicht zuletzt, weil sie mit richtigem „Profimaterial“ in einer anregenden Atelieratmosphäre experimentieren durften, berichtet Bettina Hölscher. Anders als der Kunstunterricht es oft erlaubt, standen hier, dank des tatkräftigen Engagements von Dorothea Dapper und der Schulleitung Martina Wolf, mehrere Räume zur Verfügung, die mit großen Abdeckplanen zu einer künstlerischen Spielwiese umgewandelt wurden. Jeder hatte genügend Zeit und Raum für sein Bild. Auch der bewusste Umgang mit dem Malwerkzeug und die individuelle Ordnung am Arbeitsplatz unterstützten das Gelingen und stärkten die Bedeutung der eigenen Tätigkeit.

Das Erfinden einer spannenden visuellen Geschichte aus drei  Einzelbildern war nicht vorgegeben sondern eine Idee der Schüler, mit der sie aus dem gesteckten Themenrahmen ausbrachen, das stärkte den Mut und den Zusammenhalt innerhalb der Dreiergruppe. Die Malweise spiegelt die unterschiedlichen Temperamente innerhalb der Klasse wider, seien es akribisch ausgemalte kleinteilige Formen oder mit großen Pinseln gesetzte fröhlich-wilde Tupfen, erläutert Hölscher.

Die Bilder sind bis zum 18. Oktober im Foyer der Raphaelsklinik, Loerstraße 23, zu sehen.