Märchenhafte Stunde in der Raphaelsklinik

[19.01.2009]

Für rund eine Stunde wurde das Foyer der Raphaelsklinik am Sonntag, 18. Januar, von Feen, Elfen und Engeln bevölkert. Herbeigerufen wurden sie von der münsterschen Märchenerzählerin Christel Niesert, die im Rahmen der aktuellen Ausstellung der Raphaelsklinik mit dem Titel „1000 Engel“ zur Märchenstunde lud. Neben bekannteren Grimmschen Märchen lernten die über 60 Zuhörer auch weniger bekannte irische und französische Erzählungen kennen.

Dass auch in der Lyrik Engel und andere himmlische Wesen zu finden sind, zeigte Niesert mit Werken von Gerhart Hauptmann, Franziska Stoecklin und Rainer Maria Rilke. Auch aus der Bibel zitierte sie, als es um den Namenspatron der Klinik, den Erzengel Raphael ging. Gebannt folgten die Besucher der Märchenerzählerin in ferne Zauberwälder und in die Erinnerungen der eigenen Kindheit.

Unterstützt wurde sie von dem Pianisten Andreas Brockmann, der nicht nur für die musikalische Überleitung zwischen den Märchen und Gedichten sorgte, sondern die Erzählungen gelegentlich zurückhaltend und gefühlvoll am Klavier begleitete, so dass die über 60 Zuhörer beim „Sterntaler“ die Goldmünzen förmlich vom Himmel regnen hörten. Nach der Lesung dürfte vielen der begeisterten Zuhörer die Rückkehr in die harte Realität des kalten und regnerischen Münsterwetters schwer gefallen sein.

Die Installation „1000 Engel“ von Andreas Rimkus, kunstvoll zusammengebaut aus über 1000 hölzernen Gehstöcken, ist nur noch bis Samstag im Foyer der Raphaelsklinik zu sehen, der Eintritt ist frei.

(Michael Bührke)