Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann (l.) und Priv.-Doz. Dr. Ulrich Peitz vom Darmkrebszentrum Münster organisierten die Informationsveranstaltung.

Mediziner im Kampf gegen den Darmkrebs

[17.03.2010]

Am Samstag, 20. März, findet im Foyer der Raphaelsklinik ab 10 Uhr eine Veranstaltung des "Darmkrebszentrums Raphaelsklinik Münster" mit Vorträgen und Gesprächsmöglichkeiten zu den Themen Darmkrebs und Darmpolypen statt. Anlass ist eine bundesweite Aktion der Ludwigshafener Stiftung LebensBlicke e. V., die den März zum Monat der Darmkrebs-Aufklärung erklärt hat. Namhafte niedergelassene Spezialisten und Experten der Raphaelsklinik informieren über Vorbeugung, Diagnose und Therapie.

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen und er ist äußerst tückisch, weil er im Anfangsstadium meist keine Beschwerden verursacht. Doch er hat eine „Schwachstelle“, die der Mediziner nutzen kann, um ihm zuvor zu kommen. Fast 90 Prozent der Erkrankungen entstehen aus harmlosen Darmpolypen. Werden diese bei einer Darmspiegelung frühzeitig erkannt und beseitigt, ist die Krebsgefahr gebannt. Darmpolypen treten meist ab dem 50. Lebensjahr auf, ab 60 haben rund 20 Prozent und ab dem 75. Lebensjahr drei Viertel der Bevölkerung Darmpolypen. Nur die wenigsten Betroffenen bemerken die kleinen Schleimhautausstülpungen, die oft ein unauffälliges Dasein fristen. Da sich der Krebs erst nach mehreren Jahren aus den Polypen entwickeln kann, reicht es, alle zehn Jahre eine Darmspiegelung durchführen zu lassen. Ab dem 56. Lebensjahr tragen die Krankenkassen die Kosten für die Darmkrebsvorsorge.

Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann und sein Chefarztkollege Priv.-Doz. Dr. Ulrich Peitz vom Darmkrebszentrum Raphaelsklinik  Münster plädieren eindringlich für die Nutzung der Vorsorgeangebote: „Moderne Endoskope, wie sie heute in der Medizin eingesetzt werden, verursachen kaum noch größere Unannehmlichkeiten bei der Darmspiegelung. Doch das Ergebnis der Untersuchung kann Leben retten“.

(Michael Bührke)