Mit gutem Gewissen das Licht anknipsen

[21.01.2011]

Auf umweltschonenden Ökostrom aus regenerativen Energiequellen haben nun das Clemenshospital und die Raphaelsklinik in Münster umgestellt. Umweltpartner ist MVV Energie, der den Ökostrom vorwiegend aus norwegischer Wasserkraft bezieht.

Damit sind die beiden Krankenhäuser Vorreiter, denn während Privathaushalte in den vergangenen Jahren ihren Ökostromanteil beträchtlich ausgebaut haben, halten sich Unternehmen bisher eher zurück. Beweggrund für die Entscheidung der beiden Krankenhäuser ist  unter anderem die in den Blickpunkt gerückte Klimaschutzdiskussion. „Wir wollen mit aktivem Umweltschutz ein Zeichen setzen“, sagen die beiden Krankenhaus-Geschäftsführer Gerhard Tschorn und Hartmut Hagmann.

Mit ihrer Entscheidung möchten das Clemenshospital und die Raphaelsklinik ihre Patienten, Mitarbeiter und Partner für den verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt sensibilisieren und die Nachfrage nach Energie aus regenerativen Quellen fördern: „Unser aller Ziel sollte es sein, der zunehmenden Rohstoffverknappung sowie dem Ausstoß des klimaschädigenden CO2 entgegenzuwirken“,  sagen die beiden Klinikchefs. „Wir freuen uns, wenn sich viele Unternehmen unserem Beispiel anschließen.“

Auch für die Mitarbeiter der beiden Häuser hat die Umstellung Vorteile: Sie alle können den Ökostrom zu besonders günstigen Konditionen auch privat nutzen. Ökologisch betrachtet zählt Wasserkraft im Übrigen zu den umweltschonendsten Energiequellen. Und der Ursprungs- und Qualitätsnachweis des Ökostroms wird vom Freiburger Öko-Institut und vom TÜV SÜD offiziell bestätigt, betonen die Verantwortlichen der Krankenhausträgergesellschaft Misericordia.

Sonja Treß, Misericordia

(Michael Bührke)

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