Mitglieder des Rotary Clubs Münster-Himmelreich informierten sich

[03.04.2009]

Mitglieder des Rotary Clubs Münster-Himmelreich informierten sich in der Raphaelsklinik über den neuesten Stand der Medizin.
Moderiert wurde die Veranstaltung vom Chefarzt der Medizinischen Klinik I, Prof. Dr. Claus Spieker, und dem Präsidenten des Rotary Clubs Münster-Himmelreich, Hubertus Foyer. Begrüßt wurden die Anwesenden vom Geschäftsführer der Raphaelsklinik, Hartmut Hagmann.

Rund 280.000  Menschen erleiden pro Jahr in Deutschland einen Herzinfarkt, etwa jeder vierte Betroffene stirbt an den Folgen dieser Krankheit. Entsprechend engagiert wies Dr. Frank Lieder, Oberarzt und Kardiologe an der Raphaelsklinik, auf die Möglichkeiten der Vorbeugung hin. Rauchen, Übergewicht, Stress und Bewegungsmangel sind die Hauptursachen für den plötzlichen Verschluss eines Herzkranzgefäßes. Wenn es zum Schmerz und Engegefühl in der Brust kommt, ist Eile geboten: „Zeit ist Herz!“ lautete die einfache Formel, die er den Zuhörern an die Hand gab. Je schneller der Herzinfarkt behandelt wird, desto größer sind die Überlebenschancen. In der Raphaelsklinik gibt es aus diesem Grund eine 24-Stunden-Bereitschaft für Herzkathetereingriffe.

Auch der Chefarzt Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann von der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie setzt auf Vorbeugung. In seinem Vortrag widmete er sich dem Darmkrebs. Zwar zahlen die Krankenkassen erst ab dem 56. Lebensjahr die Darmspiegelung, das wichtigste Instrument zur Früherkennung, Hoffmann rät jedoch zur regelmäßigen Untersuchung bereits ab 50. Danach sollte alle zehn Jahre eine Kontrolluntersuchung folgen. In der chirurgischen Therapie des Darmkrebses halten zunehmend minimal-invasive Schlüsselloch-Operationen Einzug, die für den Patienten sehr schonend sind und das Zurückbleiben auffälliger Narben vermeiden.

(Michael Bührke)