Heinz Linnemann (Rettungswache Sendenhorst), Winfried Mertens (St. Franziskus-Hospital Ahlen), Dr. Dominik Uekötter (Notarzt), Andreas Mönnig (Raphaelsklinik), Heino Holz (Rettungsassistent), Dr. Stephan Esser (Raphaelsklinik), Landrat Dr. Olaf Gericke, Dietmar Specht (St. Josef-Stift), Dr. Marie-Luise Schweppe-Hartenauer (St. Josef-Stift), Dr. Frank Horst (St. Josef-Stift) und Dr. Peter Hansen (Kreis Warendorf) (v.l.).

Neuer Notarztstandort in Sendenhorst

[01.03.2013]

Ein neuer Notarztstandort in Sendenhorst soll den Rettungsdienst im süd-westlichen Kreis Warendorf verbessern. Seit dem 1. März ist Sendenhorst ein Notarztstandort. Dort ist jetzt rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche ein speziell ausgebildeter Arzt im Einsatz. Untergebracht ist er – zusammen mit einem Rettungsassistenten – am St.-Josef-Stift. Gleich vier Krankenhäuser aus der Region waren bereit, für dieses neue Modell Notärzte zur Verfügung zu stellen: das St. Franziskus-Hospital Ahlen, das Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup sowie die Raphaelsklinik und das Clemenshospital.

Gemeinsam haben diese Krankenhäuser einen Dienstplan für 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr aufgestellt. Hintergrund der Ausweitung des Rettungsdienstes war ein Gutachten, mit dem auch die Notarztversorgung im Kreisgebiet untersucht worden ist. Auf Vorschlag des Gutachters wurde der neue Notarztstandort Sendenhorst im neuen Rettungsdienstbedarfsplan des Kreises Warendorf aufgenommen. Landrat Dr. Olaf Gericke freute sich, dass die Einrichtung gut ein halbes Jahr nach dem Beschluss des Kreistages über den neuen Bedarfsplan an den Start ging.

Bisher wurde der südwestliche Bereich des Kreises, also die Städte Drensteinfurt und Sendenhorst mit ihren Ortsteilen durch niedergelassene Ärzte notärztlich versorgt, die selbst zum Einsatzort fahren mussten. Obwohl diese ihre Aufgaben seit vielen Jahren (teilweise Jahrzehnten) sehr gut wahrgenommen hätten, bedeute die neue Regelung eine deutliche Verbesserung der rettungsdienstlichen Versorgung der Bevölkerung, heißt es in einer Mitteilung. Denn nun steht durchgehend ein sofort fahrbereiter Notarzt zur Verfügung, der ausschließlich diese rettungsdienstliche Aufgabe zu erfüllen hat.

Darüber hinaus wird er mit einem eigenen Notarzteinsatzfahrzeug zur Einsatzstelle befördert. Zudem hat der Notarzt jetzt mit dem Fahrer des Fahrzeuges einen qualifizierten Rettungsassistenten an der Seite, der ihn sofort bei der medizinischen Versorgung des Patienten unterstützen kann, auch wenn die Besatzung des parallel alarmierten Rettungswagens noch nicht eingetroffen sein sollte.

Quelle: Die Glocke