Vertreter der beteiligten Einrichtungen freuen sich über die Anerkennung durch den Dachverband der Prostatazentren.

Neues Prostatazentrum gegründet

[06.09.2013]

Als Zusammenschluss von neun urologischen Praxen, einer onkologischen Praxis, zwei Krankenhäusern und drei pathologischen Instituten in Münster, Dülmen, Greven, Lüdinghausen und Paderborn ist nun das fachübergreifende „Prostatazentrum Münsterland“ entstanden. Hiermit ist das erste Zentrum dieser Art in Münster und dem Münsterland entstanden. Außerdem kooperiert das Netzwerk eng mit der Krebsberatungsstelle und der Prostata-Selbsthilfegruppe Münster e. V.

„Neu hieran ist, dass das Zentrum alle Erkrankungen der Prostata erfasst, im Gegensatz zu reinen Krebszentren“, erklärt Dr. Eckart Gronau, Belegarzt der Klinik für Urologie der Raphaelsklinik. Ziel des Zentrums ist die umfassende Betreuung von Patienten mit gut- und bösartigen Erkrankungen der Vorsteherdrüse (Prostata). „Wir möchten durch die enge Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung die bestmögliche Betreuung für die Betroffenen sicherstellen“, so Zentrumskoordinator Gronau. Die Partner des Prostatazentrums decken den gesamten Bereich von der Früherkennung über die Therapie bis hin zur Nachsorge ab. Operative Eingriffe werden in der Raphaelsklinik durchgeführt, im Clemenshospital findet die Strahlentherapie statt.

Erkrankungen der Prostata sind sehr verbreitet, bei den über 50-Jährigen leidet bereits jeder zweite, ab 75 fast jeder Mann unter einer gutartigen Vergrößerung der Drüse. Neben den gutartigen Erkrankungen treten deutschlandweit außerdem rund 60.000 Fälle von Prostatakrebs jährlich neu auf, damit ist diese Form der Krebserkrankung die häufigste bei Männern hierzulande.

In regelmäßig stattfindenden Konferenzen werden neue Fälle von den Experten besprochen und gemeinsam der bestmögliche Behandlungsweg erstellt. Kürzlich erfolgte die Zertifizierung durch den Dachverband der Prostatazentren Deutschland e. V. (DVPZ), „Dies ist eine wichtige Bestätigung für die Bemühungen aller Kooperationspartner des Zentrums“, freut sich der Urologe Maximilian Cohausz über diese Anerkennung.