NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers besucht die Raphaelsklinik

[11.08.2009]

Außergewöhnlich viel Zeit nahm sich der NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers am 11. August für seinen Abstecher in die Raphaelsklinik. Was als kurze Stippvisite geplant war, entwickelte sich zum intensiven Gespräch mit der Betriebsleitung des Innenstadtkrankenhauses über Fragen der Krankenhausfinanzierung.
Inhalt des Gesprächs war zunächst die Verwendung der Fördermittel des Konjunkturpakets II, die von der Raphaelsklinik vollständig in die Modernisierung der Patientenzimmer investiert werden. „Die Mittel, die uns vom Land zur Verfügung gestellt wurden, kommen in voller Höhe den Menschen zu Gute, die als Patienten zu uns kommen“, betonte der Geschäftsführer der Klinik, Hartmut Hagmann. Rüttgers verwies auf die unkomplizierte Verteilung der Mittel und hob die Eigenständigkeit der Krankenhäuser bei der Entscheidung über deren Verwendung hervor.
Besonders interessant fand der Ministerpräsident die enge Verzahnung zwischen niedergelassenen Ärzten und der Klinik, die mit der Gründung des Ambulanzzentrums der Raphaelsklinik vor zehn Jahren in diesen Tagen rundes Jubiläum feiert. Seinerzeit ein Pilotprojekt in der Region, wurde das Modell später von vielen anderen Krankenhäusern übernommen. Als einmaliges Modellprojekt in NRW wurde in diesem Jahr eine neue Abteilung für Onkologie und Hämatologie an der Raphaelsklinik und am Clemenshospital gegründet, in der niedergelassene Mediziner als fest angestellte Chefärzte an der Klinik arbeiten und auf diese Weise bei einer deutlichen Senkung der Kosten mit den Patienten im intensiven Kontakt stehen.
Rüttgers nutzte weiterhin den Besuch in der Raphaelsklinik, um sich über die Bedeutung der Ordensschwestern in einem modernen Krankenhaus zu informieren. Die Clemensschwester Reginfrieda, die als Oberin der Betriebsleitung der Klinik angehört, betonte, dass zwar nur noch wenige Schwestern aktiv in der Klinik arbeiten würden, der christliche Geist aber in der täglichen Arbeit aller Beschäftigen weiterhin lebendig sei.
CDU-Oberbürgermeisterkandidat Markus Lewe, der den Ministerpräsidenten bei seinem Besuch begleitete, wies auf die Tatsache hin, dass es in Münster kein Krankenhaus in kommunaler Trägerschaft gäbe und die Stadt daher den engen Dialog mit den konfessionellen Häusern suche.

(Michael Bührke)