Rund 150 Zuhörer folgten aufmerksam den Vorträgen der Experten des Pankreaszentrums.
Der Leiter des Pankreaszentrums und Chefarzt Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann informiert über die Operationsmöglichkeiten bei Bauchspeicheldrüsenerkrankungen.
Die Veranstalter trafen offenbar den Nerv der Zuhörer.
Der "Bauchspeicheldrüsentag" sol nach dem Erfolg der Premiere nun in jedem Jahr stattfinden.

Pankreaszentrum informiert über die Bauchspeicheldrüse

[18.11.2011]

Überrascht vom Besucherandrang mussten kurz vor Beginn der Infoveranstaltung zum Thema "Bauchspeicheldrüse" im Foyer der Raphaelsklinik noch eilig Stühle herangeschafft werden. Rund 150 Zuhörer wollten sich über die Besonderheiten eines Organs informieren, dessen Aufgabe vielen Menschen kaum bekannt ist. Erst tragische Todesfälle wie jüngst von Apple-Gründer Steve Jobs, der an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt war, rücken das Bauchorgan wieder in den Blickpunkt. Glücklicherweise sind Entzündungen wesentlich häufiger als eine Krebserkrankung, beides bei der Untersuchung voneinander zu unterscheiden und klar zu bestimmen erfordert vom Arzt jedoch viel Erfahrung, ebenso wie die Wahl der richtigen Behandlung.

Die Pankreas, wie die Bauchspeicheldrüse medizinisch heißt, übernimmt wichtige Aufgaben bei der Verdauung und der Regelung des Blutzuckerspiegels. Erkrankungen sind daher oft erst durch Verdauungsprobleme, Mangelerscheinungen oder eine plötzlich auftretende Blutzuckererkrankung zu erkennen. Um diesen Patienten besser helfen zu können, wurde das Pankreaszentrum Münster gegründet. Dessen Leiter und Chefarzt an der Raphaelsklinik, Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann, verweist auf die Erfolge der Medizin in den letzten Jahren: „Sterblichkeiten und Komplikationen nach Eingriffen an der Bauchspeicheldrüse sind heute wesentlich seltener als vor 15 bis 20 Jahren.“ Frühzeitiges Erkennen, bessere Operationsmethoden und wirksamere Chemotherapien haben auch bei einer Krebserkrankung die Chancen auf Heilung verbessert.

Neben Vorträgen zur Lage und Funktion der Bauchspeicheldrüse erhielten die Zuhörer umfassende Informationen zu modernen Untersuchungsmethoden, der richtigen Ernährung und zur Bedeutung der Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen.