Prof. Friedrich Dieckmann, Sabine Nöll-Lenzing, Manfred Fehrenkötter, Maria Klein-Schmeink, Barbara Steffens und Gilbert Aldejohann (v.l.).
Ministerin Barbara Steffens (l.) hört dem Pflegedirektor der Raphaelsklinik, Manfred Fehrenkötter, aufmerksam zu.
Die Zuhörer im Foyer der Raphaelsklinik folgten aufmerksam der Diskussion.
Ministerin Barbara Steffens (l.) hört dem Pflegedirektor der Raphaelsklinik, Manfred Fehrenkötter, aufmerksam zu.
Manfred Fehrenkötter (r.) ist Pflegedirektor der Raphaelsklinik.
Ministerin Barbara Steffens (l.) hört dem Pflegedirektor der Raphaelsklinik, Manfred Fehrenkötter, aufmerksam zu.
Manfred Fehrenkötter (r.) ist Pflegedirektor der Raphaelsklinik.
Die Zuhörer im Foyer der Raphaelsklinik folgten aufmerksam der Diskussion.
Die Veranstaltung wurde initiiert von der Bundestagsabgeordneten Maria Klein-Schmeink (m.)

Pflege am Limit

[09.05.2015]

Zu einer Diskussionsrunde mit dem Titel „Pflege am Limit“ trafen sich am 9. Mai Vertreter unterschiedlicher Interessengruppen im Foyer der Raphaelsklinik. Unter den Experten auf dem Podium waren unter anderem der Pflegedirektor der Raphaelsklinik, Manfred Fehrenkötter, und die NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens. Initiiert wurde die Veranstaltung von der münsterischen Bundestagsabgeordneten Maria Klein-Schmeink (Bündnis 90/Die Grünen). Die Moderation übernahm Prof. Friedrich Dieckmann von der Katholischen Fachhochschule.

Die unterschiedlichsten Anläufe habe es laut Fehrenkötter in den zurückliegenden Jahrzehnten bereits gegeben, um die Rahmenbedingungen der Pflege zu verbessern. Alle seien gescheitert, meist aus Kostengründen. Die Belastung für alle Pflegenden sei bei vergleichsweise schlechter Entlohnung enorm, da sind sich die Experten auf der Bühne überwiegend einig. Immer mehr Patienten in immer weniger Zeit versorgen zu müssen führe dazu, dass Menschen in den Pflegeberufen ihren Patientinnen und Patienten aber auch ihren eigenen Ansprüchen oft nicht mehr gerecht werden könnten.

Diese Entwicklung beklagen auch der Pflegedirektor Manfred Fehrenkötter sowie der Klinik-Geschäftsführer Gilbert Aldejohann. „Die Arbeitsanforderungen werden mehr und die Zeit, in der man die Pflege erbringen muss, immer geringer“, so Aldejohann.

Bis zur Mitte des Jahrhunderts wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen verdoppelt haben, sollte die personelle Ausstattung der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen nicht angepasst werden, würde sich eine große Versorgungslücke auftun. Zur Diskussion stehe also nicht nur die Qualitätssicherung, sondern auch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, um Menschen dauerhaft in den Pflegeberufen zu halten.

Personal zu finden, sei schwierig. Die deutschen Krankenhäuser sind aber durch die finanziellen Rahmenbedingungen eingeengt. Laut Ministerin Steffens liegt ein Krankenhaus-Reformentwurf bereits vor, der 330 Millionen Euro an Investitionen vorsieht. Fachleute sind sich aber sicher, dass dies nicht mal ein Tropfen auf den heißen Stein ist.