Raphaelsklinik und KKH bieten Kurse in häuslicher Pflege an

[26.01.2009]

Eine hübsche Frisur, eine modische Strickjacke oder geputzte Schuhe: Auch Menschen, die pflegebedürftig sind, legen Wert auf ihr Äußeres. Gerade wer dauerhaft krank ist, möchte nicht nur gepflegt sein, sondern auch so aussehen. „Das sollten Angehörige bei der häuslichen Pflege berücksichtigen“, sagt Uwe Starck, Leiter des Servicezentrums der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Münster. „Es kommt nicht nur auf ein durchdachtes häusliches Umfeld und die richtigen Handgriffe im Umgang mit dem Pflegebedürftigen an, auch Einfühlungsvermögen und Kommunikation sind gefragt.“

Dorothee Strätker, die in der Raphaelsklinik die ambulante Pflege leitet, ist davon überzeugt, dass eine professionelle Schulung in häuslicher Pflege von großer Bedeutung ist: „Wer umfassend in der Pflege seiner Angehörigen geschult ist, geht sicherer und verständnisvoller an diese Herausforderung heran.“ Um den Angehörigen Tipps und Hilfestellungen bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe zu geben, bietet die Pflegekasse bei der KKH in Zusammenarbeit mit der Raphaelsklinik Münster kostenlose Pflegekurse an.

Hier lernen die Teilnehmer neben praktischen Hilfen für den Alltag, wie sie mit kleinen Handreichungen das Selbstwertgefühl der Pflegebedürftigen steigern können. So gehört zu einer guten medizinischen Versorgung, auch das Erscheinungsbild des Pflegebedürftigen im Blick zu haben. „Angehörige und Besucher können Unterstützung leisten, indem sie zum Beispiel die Haare kämmen, Brillengläser putzen oder die zu Pflegende schminken“, erklärt Starck. Darüber hinaus seien auch soziale Kontakte und intensive Gespräche wichtig, damit sich der Pflegebedürftige ernst genommen und wohl fühlt. Denn eine Erkrankung, die in die Pflegebedürftigkeit mündet, ist ein schwerer Einschnitt im Leben der Betroffenen. „Oftmals droht eine seelische Vereinsamung“, sagt Starck.

Das kostenlose Pflegekursangebot der KKH wird in Kooperation mit der Raphaelsklinik Münster in verschiedenen Modulen angeboten. „Jedes Modul widmet sich einem Themenschwerpunkt und kann vom Teilnehmer frei gewählt werden“, erklärt Starck. Eine Verpflichtung, an allen Kursbausteinen teilzunehmen, besteht nicht. „Die Teilnehmer können selbst entscheiden, welches Thema für sie wichtig ist.“ Nähere Informationen gibt die Raphaelsklinik unter der Telefonnummer 0251-50072007.

(Michael Bührke)