Raphaelsklinik unterstützt Krankenhaus in Ghana

[24.04.2008]

Eine lange Reise haben die Medizinschränke, Krankenbetten, Nachtschränke und diversen anderen Krankenhausmöbel vor sich, die von Handwerkern der Raphaelsklinik sorgsam in einem Lastwagen verstaut werden. Ihr Ziel heißt Akwatia und liegt im westafrikanischen Ghana, rund 5000 Kilometer von ihrem bisherigen Einsatzort entfernt. Dort werden sie im St. Dominic’s Hospital zukünftig wertvolle Dienste leisten.

Den Kontakt zum Missionskrankenhaus, das von Dominikanerinnern geleitet wird, stellten die OP-Schwester Elisabeth Loga aus der Raphaelsklinik und der Urologe Dr. Gerd Engel vom Verein „Die Ärzte für Afrika e. V.“ her. Der Verein, dessen Mitbegründer und Vorsitzender Engel ist, wurde im vergangenen Jahr in Münster gegründet und hat sich zur Aufgabe gemacht, mit gezielten Programmen die ärztliche Versorgung der Bevölkerung in Ländern Subsahara-Afrikas zu verbessern. Dazu gehören die Unterstützung medizinischer Einrichtungen, die Aus- und Weiterbildung einheimischer Fachkräfte und der Transport von Hilfsgütern.

Die Raphaelsklinik ist das erste Krankenhaus Münsters, das sich durch Sachspenden an der Arbeit des Vereins beteiligt. Bei der Auswahl der Hilfsgüter mussten die Mitarbeiter der Klinik erkennen, dass manches, was in Deutschland bislang gute Dienste leistete, in Akwatia nicht zu gebrauchen ist. So musste ein Bett, das nur elektrisch zu bewegen ist, in Münster bleiben. „Im St. Dominic’s Hospital gibt es nicht überall elektrischen Strom“, berichtet Engel, der bereits mehrmals ehrenamtlich als Arzt in Ghana unterwegs war.

Gemeinsam mit seiner Frau Katrin bringt Engel die Hilfsgüter zunächst in ein Sammellager in der Nähe von Fulda, bevor sie in Containern auf dem Wasserweg nach Ghana gelangen. Neben Sachspenden ist der junge Verein gegenwärtig noch auf der Suche nach Mitgliedern, die tatkräftig mitarbeiten oder die Hilfe für Afrika finanziell unterstützen möchten. Der Mediziner freut sich über jede Anfrage: „Jeder Interessierte ist herzlich willkommen!“

http://www.die-aerzte-fuer-afrika.de/

(Michael Bührke)