Raphaelsklinik zeigt Werke des Siegener Künstlers Klaus Süßmann

[21.01.2011]

36 Werke des Siegener Künstlers Klaus Süßmann sind gegenwärtig unter dem Titel „Das andere Gesicht“ im Foyer der Raphaelsklinik zu sehen. Neben zahlreichen, zum Teil großformatigen Bildern, werden auch ein halbes Dutzend seiner Stahlskulpturen gezeigt.
Einige der Bilder sind unter Verwendung ungewöhnlicher Materialien wie Jute oder Packpapier in Collagentechnik entstanden, es dominieren kräftige Farben, oft sind es Rot- und Orangetöne. „Ich komme aus dem Siegerland, der Heimat der Stahlindustrie“, erläutert Süßmann und fährt fort: „die Farben des heißen Stahls, der gerade aus der Kokille kommt, findet sich oft in meinen Bildern wieder.“ Viele der Collagenmaterialien geben auf den ersten Blick ihre Herkunft preis, Aufdrucke wie „Hamburg“ oder „Rotterdam“ auf den Jutesäcken werden zu wichtigen Bestandteilen von Süßmanns Werken.
Auch für den münsterschen Kulturwissenschaftler Andreas Weber, der als Gastredner am Donnerstag während der Ausstellungseröffnung in das Werk Süßmanns einführte, liegt der Ursprung vieler Arbeiten des Künstlers in dessen Heimat begründet. Süßmann suchte und sammelte auf den Abraumhalden Mineralien und später Fundstücke aus Holz oder Metall, die durch ihren eigentlichen Zweck, ihren Gebrauch und die Zeit deutliche Spuren aufweisen, erklärt Weber. „Seine Fundstücke wurden Ausgangspunkt für Geschichten, für Bilder und Collagen, indem er den Fundstücken aus Stoff, Holz oder Papier ein anderes Gesicht gab.“
Die Bilder und Skulpturen Süßmanns sind bis zum 6. März täglich von 9 bis 19 Uhr im Foyer der Raphaelsklinik, Loerstraße 23, zu sehen. Der Eintritt ist frei.

(Michael Bührke)

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