Daniel Lüdeling (l.) und Prof. Dr. Dr. Wilhelm Schmitz während der Ausstellungseröffnung.
Prof. Dr. Dr. Wilhelm Schmitz während der Eröffnungsrede.
Das Publikum verfolgte aufmerksam die Gastrede von Prof. Schmitz.
Daniel Lüdeling ist Arzt und Cartoonist. Dies war seine erste Ausstellung.
Die Arbeiten Lüdelings wurden schon in zahlreichen Publikationen veröffentlicht.
Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, sich einen persönlichen Original-Cartoon zeichnen zu lassen.
Lüdelings Cartoons begeisterten Patienten ebenso wie Mitarbeiter.
Nele Klemann unterhielt das Publikum mit ihrem perfekten Spiel am Klinikflügel.
Lüdelings Cartoons begeisterten Patienten ebenso wie Mitarbeiter.
Lüdelings Cartoons begeisterten Patienten ebenso wie Mitarbeiter.

"Rippenspreizer" brachte ungewohnte Einblicke in die Welt der Medizin

[05.06.2013]

Wer glaubt, dass Mediziner grundsätzlich spaßfrei sind, wurde spätestens mit der Ausstellung „Medi-Learn-Cartoons“ des Arztes und Cartoonisten Daniel Lüdeling eines anderen belehrt. 26 seiner Zeichnungen aus der Welt der Medizin und des Rettungswesens zeigten im Foyer der Raphaelsklinik, dass der Humor ein wichtiges Hilfsmittel ist, um mit den Belastungen des Berufsalltags klar zu kommen. Lüdeling, dessen Werke unter dem Pseudonym „Rippenspreizer“ eine große Popularität innerhalb der medizinischen und pflegerischen Berufe genießen, ist im Hauptberuf Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin im Klinikum Bielefeld-Mitte und fährt Einsätze im Rettungsdienst. Viele seiner witzigen Ideen resultieren aus dem eigenen Erleben oder aus Erzählungen von Kollegen.

Die Gastrede anlässlich der Eröffnung seiner Ausstellung im Foyer der Raphaelsklinik hielt am 18. April der Dekan der Medizinischen Fakultät der Uni Münster, Prof. Dr. Dr. Wilhelm Schmitz. Er freute sich über die Anfrage der Klinik, da man als Dekan ansonsten relativ wenig zu lachen hätte, wie er schmunzelnd erklärte. „Das Verhältnis zwischen Medizinern und Patienten ist ein ganz besonderes. Einer, der sich damit hervorragend auskennt und der dieses Verhältnis ins Bild setzt, ist Daniel Lüdeling“, erklärte Schmitz und fügte später hinzu „Lachen ist die beste Medizin und wirkt auch sehr gut gegen Berufsblindheit.“

Trotz der großen Beliebtheit seiner Cartoons, war die Ausstellung im Foyer der Raphaelsklinik die bislang erste dieser Art. Während der Ausstellungseröffnung gab er den Besuchern, die nicht aus dem medizinischen Umfeld kommen, einen nicht ganz ernst gemeinten Rat mit auf den Weg: „Wenn Sie auf den Cartoons irgendein Fremdwort finden, das Sie nicht kennen, fragen Sie einfach irgendjemanden, der hier im weißen Kittel rumrennt. Wennn der Ihnen das auch nicht erklären kann, haben Sie einen Chirurgen erwischt!“

Die Ausstellung sorgte sowohl bei Patienten und Besuchern als auch bei den Kolleginnen und Kollegen in der Klinik für große Begeisterung. Die ausgestellten handsignierten Drucke wurden vom Künstler kostenlos zur Verfügung gestellt und konnten erworben werden. Auf diese Weise kam eine Summe von genau 500 Euro zusammen, die dem „Förderverein Palliativmedizin Raphaelsklinik e. V.“ gespendet wurde.

Luedeling

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